Zu einem eigenen Blogpost fehlt mir gerade die Muse, also notiere ich hier einfach mal ein paar Medieninhalte, die ich gesehen, gelesen oder gehört habe. Drauf gebracht hat mich das Linkwerk zuim Wochenende auf Buddenbohm und Söhne. Ganz so ausführlich wird es allerdings nicht werden, bei Linktipps mag ich eher die Kürze. Los gehts:
Gesehen:
Every School of Buddhism Explained: What Each One Actually Believes
– 20 Minuten ansprechend ins Werk gesetzte Info zu den verschiedenen Strömungen des Buddhismus. Gute Stimme, schön bebildert – und wer es gern auf Deutsch hätte, kann die Untertitel nutzen. Dass ich das Werk hier aufliste, liegt am Blogpost Costa des Sol (2), in dem der Betonflüsterer den Buddhismus so beschreibt:
„während ich einer besonders fetten Garnele den Kotfaden aus dem Rücken ziehe, wünsche ich mir, dass der Buddhismus hoffentlich so falsch liegt wie alle anderen Religionen dieser Welt, denn hätte der Buddhismus Recht, würde ich aufgrund meiner zahlreichen Sünden in meinem gottlosen Leben sicherlich als karmagefickte Garnele wiedergeboren werden und jemand wie ich würde mir die Scheiße in einem schwarzen Faden aus dem gebogenen Rücken ziehen.“
15 Antike Straßen, die es Nicht Geben Dürfte: 30.000 km Ohne ein Rad
– schier unglaublich, was für „Straßen“ frühere Völker geschaffen haben! Teils ist bis heute ungeklärt, wie sie das geschafft haben und wozu – so ohne Rad und Zugtiere. Das Video folgt dem ersten Teil (12 Megalithen bis 16.250 Tonnen: Kein Kran der Welt hebt einen einzigen!), ebenso erstaunlich, aber schon bekannter als das mit den Straßen. Und ja: die Videos sind „ganz oder teilweise“ mit KI generiert, aber dennoch richtig gut, denn sie vermitteln den Stand des Wissens ohne Spekulationen über Götter oder Aliens und geben alle Quellen an, auf die sich der Bericht stützt. (Was nicht heißen muss, dass alles genau so stimmt, aber man kann es immerhin im Detail nachrecherchieren!)

Trumps Vietnam? Ruiniert der Krieg im Iran die USA?
Im aktuellen Podcast des STANDARDs analysiert Militärexperte Matthias Wasinger (Österreichisches Bundesheer) die globalen Folgen des eskalierenden US-Konflikts mit dem Iran.Z.B. warum weder eine US-Bodenoffensive noch Infrastrukturangriffe schnelle Lösungen bringen – und weshalb nur ein schrittweises Abkommen den Seeweg an der Straße von Hormus sichern kann.
Interessant in diesem Zusammenhang fand ich den Bericht im „Straßen-Video“ zum unterirdischen Tunnelsystem (begehbare Kanalsysteme) im IRAN (Kariz / Qanat, ab 35:11), von dem Schätzungen zu Folge noch 218.000 Kilometer erhalten sein sollen.

Dahin Bodentruppen? Eher nicht…
Gelesen:
Fantasie- und Traumreisen: Kindergeschichten gegen den Wahnsinn
Gilbert von Geist & Gegenwart erzählt, wie er seinem Kind beim Einschlafen hilft, das Schwierigkeiten hat, die Erlebnisse des Tages und die Sorgen über morgen aus dem Kopf zu bekommmen. Ganz toll und auch für andere Eltern eine gute Anregung!
Ein kleines Plug-in für mehr KI-Transparenz: Nicht ob KI, sondern wofür
Horst hat mit Hilfe von ChatGPT ein kleines WordPress-Plug-in gebaut. Es soll nicht entscheiden, was noch menschlich und was schon künstlich ist, sondern schlicht beschreiben, wofür KI bei einem konkreten Beitrag eingesetzt wurde. Gute Idee, die zur „Befriedung“ der immer wieder hoch kochenden „Debatte“ rund um KI in Blogs (plus Kennzeichnungen) dienen könnte – wenn das denn gewollt würde, was ich manchmal bezweifle!
Die stille Selbstabschaffung (Journalist)
Martin Andree und Stephan Weichert appellieren an Journalist*innen, sich für ihre publizistische Unabhängigkeit gegenüber Plattformen einzusetzen.
„Die unaufhörliche Jagd nach Klicks, Likes und permanenter Sichtbarkeit in den sozialen Netzwerken hat nicht nur die digitalen Verbreitungswege mutiert, sondern das journalistische Handwerk gleich mit: Ausgerechnet jene Leute, die ihre demokratische Kontrollfunktion gegenüber Politik und Wirtschaft mit Recht verteidigen, biedern sich den mächtigen Taktgebern der Algorithmen an, sei es durch “Personal Branding”, die Zweitkarriere als “Influencer” und “Creator” oder polarisierende Diskussionen zur Steigerung der eigenen Reichweite.“
Gehört:
Die Lieblingsschülerin (5-teilige dokumentarische Audio-Serie, DLF)
Ein Podcast über sexualisierte Gewalt an Schulen und die Folgen.
Die Sendung wurde in den letzten Wochen samstags wiederholt – und weil ich selbst betroffen war, hab‘ ich mit großem Interesse angehört, was drei 15 Jahre alten Schülerinnen zugestoßen ist, als ihre Lehrer mit ihnen eine Beziehung beginnen. Es gibt auch eine „Bonusfolge „Weitere Fälle“„, zu den Reaktionen, die nach der Ausstrahlung massenhaft eintrafen. Britta Rotsch und Taiina Grünzig sprechen über einige davon und fragen: Warum glauben Betroffene oft jahrelang, dass sie selbst schuld sind?
Die beschriebenen Fälle sind weit jünger als meine Erlebnisse Anfang der 70ger. Ich war 16, es war eine sex-positive Zeit, was mein Kunstlehrer, für den ich mit 13 „geschwärmt“ hatte, weidlich auszunutzen wusste. Mein fortschrittliches hessisches Gymnasium ermöglichte es, Kunst als Hauptfach zu wählen, wodurch ich diesen Lehrer vier Stunden pro Woche erlebte. Der Lehrer war neben dem sicheren Beamtenjob auch als moderner Künstler aktiv und alles andere als langweilig! Ich war gut im Fach und es wirkte nicht ganz so absonderlich, dass er mich während der Schulzeit in ein Lokal „entführte“, Bier ausgab und mir vermittelte, dass es doch nur die rückständige Gesellschaft sei, die engeren Kontakten im Wege stehe. Dann lud er mich „in sein Atelier“ ein, das dann aber leider wegen einer kaputten Heizung zu kalt gewesen wäre. Wir landeten bei ihm zuhause und es kam, was zu erwarten war.
Ich war verwirrt und ließ alles über mich ergehen – GEWALT würde ich das dennoch nicht nennen, auch heute nicht. Psychische Überwältigung eher… gefallen hat mir das Geschehen keinen Augenblick! Dass er mich danach nicht mal mehr nachhause fuhr, sondern mir Taxigeld in die Hand drückte, war eine weitere Demütigung. Ebenso die Warnung wenige Tage später: Mir würde niemand glauben, wenn ich was erzähle… noch eine Verletzung, denn das hatte ich garnicht vor. Es blieb beim OneNight-Stand, der keine weitere Folgen hatte. Ich blieb sogar fachlich gut und machte ein verdientes Kunst-Abi mit Note 2.
***
Ist ja doch nicht so kurz geworden wie ich dachte!
Und sonst:
- “no ai” is really just invisible ai Felix (wirres.net) merkt an, dass auch abseits aktueller KI jede Menge Bearbeitungen gab und gibt, die von „natürlich“ weit entfernt sind.
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Die Entwertung von Text
Anmut und Demut: „So oder so: Text wird an Wert verlieren. Als Konzept und als Produkt. Punkt.“
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