Angesichts mancher gesellschaftlicher Entwicklungen bin ich ganz froh, nicht „ewig“ zu leben. Schließlich macht es irgendwann keine Freude mehr, nurmehr Menschen von einem „neueren Typus“ vorzufinden, deren Blick auf das Leben und was man damit anfangen könnte, ein ganz anderer ist. Deren Selbstverständnis nicht mehr von innen, aus der Intuition, den Gefühlen, den Verkettungen und Prägungen individueller Lebenserfahrung im Unbewussten entsteht, sondern über technische Geräte und durch Bewertungen eines Publikums zustande kommt.
Die Frage „wer bin ich?“ werden sich diese Post-Humanen nicht mehr stellen, sondern die Antworten „in Echtzeit“ von Geräten ablesen, die über den eigenen Status informieren – über die gesellschaftliche Akzeptanz bei den jeweils relevanten Gruppen, die aktuelle Performance auf unterschiedlichen Leistungsfeldern bis in die Details der eigenen Körperlichkeit hinein. Angereichert mit einer Menge hilfreicher Anweisungen, wie das so festgestellte Selbst in allen erdenklichen Formen zu optimieren sei. Weiter → (Mega-Trend: Überwachung statt Selbstvertrauen)
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