Claudia am 25. Mai 2009 — 15 Kommentare

Vorsorge für den eigenen Ausfall

Der zum Glück nicht schwerwiegende Fahrradunfall vom Samstag hat mich erneut darauf gestoßen: Was passiert eigentlich im Fall meines plötzlichen Tods? Es hätte ja eine Straßenbahn hinter mir fahren können, als ich stürzte – und schon wär’s vorbei gewesen!

Wenn dann jemand mein Begräbnis organisiert und meine Wohnung ausräumt, ist damit ja nur der physische Teil meines Lebens „abgewickelt“.  Ich stell‘ mir grade vor, der mit dem Nachlass befasste Mensch verscherbelt einfach den PC an einen Elektronik-Trödler – um Himmels Willen!  All‘ meine Blogs und Themenseiten wären einfach nur tot, ohne dass irgend jemand mitteilt, dass es mich nicht mehr gibt. Irgendwann würde der Provider sie löschen – ungeachtet der Tatsache, dass hier und da Werbepartnerschaften existieren, die auch post mortem noch ein paar Monate ein bisschen Geld abwerfen. Das wiederum an Stellen landet, von denen ein Entrümpler wahrlich keine Ahnung haben kann, genauso wenig wie von meinem Bankkonto, das ich online verwalte. Weiter → (Vorsorge für den eigenen Ausfall)

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Claudia am 24. Mai 2009 — 11 Kommentare

Von jetzt auf gleich: Behindert und pflegebedürftig

Dass es unter Umständen sehr schnell gehen kann, zu einer weitgehend hilflosen, pflegebedürftigen Person zu werden, musste ich gestern schmerzlich erleben. Auf dem Weg vom Garten nach hause, den ich wie immer mit dem Fahrrad zurück legte, rutschte ich auf einer Straßenbahnschiene aus und landete wuchtig auf dem Pflaster.

Ein paar Momente lang war ich von Schmerzen wie benebelt, registrierte nur am Rande die hilfreich herbei geeilten Friedrichshainer, die mir wieder auf halfen. „Geht schon wieder, alles ok!“, konnte ich noch murmeln, nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte und spürte, dass mir zwar alles weh tat, aber offenbar nichts gebrochen war. Noch während ich auf den Boden lag, realisierte ich mit Schrecken, dass hinter mir ja eigentlich das nächste Auto sein könnte – doch dem war nicht so, welch ein Glück! Weiter → (Von jetzt auf gleich: Behindert und pflegebedürftig)

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Claudia am 22. Mai 2009 — 1 Kommentar

Fang keinen Streit an!

Über Menschenfresser, Märchen und Menschlichkeit

Anlässlich einer TV-Doku über Mary Kingsley, die als 32-Jährige im Jahr 1892 das viktorianische England verließ, um das westliche Afrika zu bereisen, suchte ich anschließend nach den Fang, dem „Menschenfresservolk“, mit dem Mary als erste Weiße in Kontakt getreten war, um ihre Fetische und Rituale zu erforschen.  Anders als die männlichen Abenteurer und Forscher reiste sie nicht mit einer wohl bewaffneten Truppe, sondern engagierte lediglich ein paar Einheimische als Führer und handelte mit den Menschen, denen sie begegnete. Weiter → (Fang keinen Streit an!)

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Claudia am 16. Mai 2009 — 4 Kommentare

Vom Sterben in den Zeiten des Internets

Gestern bin ich auf das Tagebuch „French Connection“ gestoßen: Eigentlich ein „ganz normales Brigitte-Blog“, geschrieben von Christiane Dreher, die von ihrem Leben in Südfrankreich berichtet:

„Sie hatte ihren Job als Herstellerin in einem Kölner Verlag Knall auf Fall gekündigt, weil sie den Stress nicht mehr aushalten mochte. Und sie wollte auch ein bisschen Abstand zwischen sich und eine gescheiterte Beziehung bringen. Sie wollte ihren „Kopf lüften“, etwas ganz anderes machen“

heißt es im Vorspann zum Blog.
In ihrem neuen Leben verliebte sich Christiane in den charmanten Franzosen Patrick, heiratete und führte gemeinsam mit ihm eine kleine Auberge. Das Glück schien vollkommen, die Blogbeiträge waren fröhlich und unterhaltsam – bis sich anlässlich eines Besuchs beim Hautarzt heraus stellte: Ihr Mann hat Krebs, und zwar schon im fortgeschrittenen, nicht mehr operablen Stadium. Weiter → (Vom Sterben in den Zeiten des Internets)

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Claudia am 15. Mai 2009 — 3 Kommentare

Freundlichkeit

Das Video fand ich heute morgen auf Einfach persönlich. Jörg Petermann schreibt dazu:

Sechzehn Minuten Film hinterlassen einen persönlichen Eindruck, der lange nachhallt und im Gedächtnis bleibt. Es ist einfach ein Film, der ein Lächeln ins Gesicht zeichnet und zum Nachdenken anregt. Nachahmung ist in diesem Fall ausdrücklich erwünscht. Persönlicher Charme kann ansteckend sein. Auch wenn die Sonne einmal nicht scheint, (und hierzulande sind die Sonnenstunden wirklich gezählt, ) wirkt ein freundlicher Umgang der Menschen Wunder.

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Claudia am 13. Mai 2009 — 1 Kommentar

Geld retten – aber wie?

„Krise? Interessiert mich nicht so…“, sagte eine liebe Freundin, als ich sie neulich auf mein derzeitiges Mega-Thema ansprach.  Sie habe ja nichts zu verlieren, was also könne die Krise ihr anhaben?

Ganz anders diejenigen, die einiges auf der hohen Kante haben oder gar zu den Reichen zählen:  „Vermögen retten“ scheint da zum Volkssport geworden zu sein, ganz egal, welcher politischen Richtung man so angehört. Die einen erwerben massenhaft Kunstwerke und Antiquitäten, die anderen sitzen dem Gold-Hype auf und horten Goldmünzen oder gleich Barren, da Gold ja „noch nie in der Geschichte seinen Wert verloren“ habe.  Dass sie zu einem Spitzenpreis kaufen, der durchaus auch mal wieder fallen kann, schert sie nicht – aber das ist es nicht, was mich an derlei „rette sich wer kann“-Mentalität stört. Weiter → (Geld retten – aber wie?)

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Claudia am 12. Mai 2009 — Kommentare deaktiviert für Dass nichts wieder so werden kann, wie es war…

Dass nichts wieder so werden kann, wie es war…

….zeigt in aller Deutlichkeit dieser Artikel auf, der einen umfassenden und realistischen Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise bietet:

* Wo ist das Geld? (Welt Macht Geld-Wiki)

Angenehm unideologisch wird das Ganze am Weg des Geldes entlang  aufgezeigt: nicht irgend eines Geldes, sondern desjenigen, das nach Platzen der Mega-Blase vermeintlich verschwunden ist. Was natürlich nicht stimmt: es haben nur Andere, allermeist sogar redlich verdient. Weiter → (Dass nichts wieder so werden kann, wie es war…)

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