Claudia am 06. März 2010 — 12 Kommentare

Missbrauch & Gewalt: Aufklärung reicht nicht

Immer weitere Kreise zieht der Skandal um sexuellen Missbrauch und Folter-ähnliche Gewalt in katholischen Klosterschulen und Internaten. Obwohl diese Verbrechen an Kindern und Jugendlichen auch in anderen „kasernierenden“ Institutionen vorkommen, lässt sich doch nicht übersehen, dass die katholische Kirche, bzw. deren Priester, Mönche und Nonnen sich hier ganz besonders hervor getan haben. Weiter → (Missbrauch & Gewalt: Aufklärung reicht nicht)

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Claudia am 28. Februar 2010 — 26 Kommentare

Macht und Geschlecht – Macht und Alkohol

Im Anschluß an die Käßmann-Debatte will ich dem Thema „Macht und Weiblichkeit versus Männlichkeit“ einen eigenen Beitrag widmen.

Bezüglich der Schwierigkeiten von Frauen in Machtpositionen hatte ich die Gedanken von Antje Schrupp zustimmend zitiert, die mit ihrem Konzept des „männlichen Imaginiären“ darauf hinweist, dass Männer in Machtpositionen eine Bestätigung ihrer Männlichkeit erfahren, wogegen Frauen eher einen Verlust an Weiblichkeit verkraften müssen, bzw. zu einer Art „Neutrum“ mutieren. Weiblichkeit erscheint in dieser Sicht als „Störfaktor“ im Bereich der Macht – eine zusätzliche Konfliktlinie, die Frauen davon abhält, sich um solche Ämter zu bewerben, bzw. an ihnen zu hängen, wie es Männer tun. Weiter → (Macht und Geschlecht – Macht und Alkohol)

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Claudia am 25. Februar 2010 — 49 Kommentare

Zur Käßmann-Debatte: Frau muss ganz besonders GUT sein

Eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben. Wenn binnen zwei Stunden Google 2700 Fundsachen zu einem Ereignis ausspuckt, dann ist das meist nichts, zu dem ich mich auch noch zu Wort melden mag.

ABER: Es scheint, als habe diese Affäre um den Rücktritt der Margot Käßmann eine viel größere Bedeutung fürs kollektive Unbewusste dieser Gesellschaft als bloß das Bedauern um den Verlust einer engagierten und kompetenten Frau auf heraus ragendem Posten. Wirklich jeder, mit dem ich Kontakt habe, verliert ein paar Worte darüber – warum? Weiter → (Zur Käßmann-Debatte: Frau muss ganz besonders GUT sein)

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Claudia am 20. Februar 2010 — 15 Kommentare

Begeisterung und ihre Verknappung im zunehmenden Alter

„Die Vernunft erscheint im Leben zuletzt; je mehr sie erkennt, je reifer sie wird, umso mehr lassen Gefühl und Einbildungskraft nach, jene beiden Kräfte, denen jede nachhaltige Initiative und jede echte Begeisterung entstammt.“ – Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben

„Begeisterung ist eine Jugendkrankheit; heilbar durch Reue in kleinen Dosen, verbunden mit äußerlicher Anwendung von Erfahrung.“ – Ambrose Bierce, The Devil’s Dictionary

Diese Zitate fand ich gestern bei wikiquote.org, als ich mal schauen wollte, was so alles zum Thema „Begeisterung“ gesagt wurde. Natürlich stehen dort auch noch andere Sprüche, die mit mehr Begeisterung von der Begeisterung handeln, doch diese beiden entsprechen ziemlich gut meiner aktuellen Stimmung. Weiter → (Begeisterung und ihre Verknappung im zunehmenden Alter)

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Claudia am 17. Februar 2010 — 20 Kommentare

Wenn alles gesagt ist: die Westerwelle-Debatte rund um Hartz IV

Was mich an politischen Debatten oft so anödet, ist die Tatsache, dass zur Sache schnell alles gesagt ist:

Westerwelle: wer arbeitet, muss mehr verdienen als einer, der nicht arbeitet. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.
Andere: Ja klar, es muss ein Mindestlohn her! Und spätrömische Dekadenz sehen wir eher bei Westerwelles Klientel, bei den Steuerhinterziehern, den Bankern, den Profiteuren der Finanzkrise…
Westerwelle: Arbeitnehmer werden zu Deppen der Nation! Was hierzulande um sich greift, ist geistiger Sozialismus!
Andere: Das Problem sind nicht die paar Hansel, die nicht arbeiten wollen, sondern das Fehlen von fünf Millionen Jobs, von denen man auch leben kann!

Und so weiter und so fort. Wenig variiert wird das vorgegebene Thema seit Tagen quer durch alle Medien geschleift und in den Talksshows widergekäut. Die Diskussion unterscheidet sich nicht von zig anderen, die rund um HartzIV in den letzten Jahren geführt wurden. Die immerselben Argumente treffen aufeinander, doch entsteht daraus kein neuer Plan, kein anderes Herangehen. Es ist ganz offensichtlich ein Westerwellescher Profilierungsversuch in Reaktion auf die drastisch gesunkene Zustimmung zur Politik der FDP: Nur noch acht Prozent würden sie wählen, wäre demnächst wieder Bundestagswahl. (Update: jetzt nur noch sieben!) Und der Mann glaubt offenbar wirklich, dem sei so, weil die FDP nicht drastisch genug „liberalisiert“, nicht schnell genug Steuern senkt und den Sozialstaat zusammen streicht. Weiter → (Wenn alles gesagt ist: die Westerwelle-Debatte rund um Hartz IV)

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Claudia am 16. Februar 2010 — 5 Kommentare

Weniger ist mehr – Erfahrungen mit Fitness-Centern

Im Kommentargespräch zum Artikel „Transfer“ (über die Schwierigkeiten des Wechsels zwischen physischer Welt und „online“) ergab sich ein Thema, dem ich lieber einen eigenen Beitrag gönne. Ottmar schrieb da als Antwort auf eine Bemerkung über „Glamour-Klitzer-Fitness-Studios“:

Glamour-Klitzer ist nicht leicht zu verdauen. Aber das gehört zum Training dazu. Du must mentale Stärke entwickeln und auch unter widrigsten Umständen trainieren. Nimm ein Laufband mit Blick auf eine graue Wand und dann zwei Stunden durchdonner. Das macht stark. Aber Kieser ist auch eine extreme Herausforderung. Dort wird versucht den Spass an der Bewegung, an der Konzentration in krankengymnastische Übungen aufzulösen. Dass es auch ja keinen Spass macht und jeder nur brav zahlt, aber das Studio nicht länger als unbedingt nötig belegt. Ich komm damit nicht zurecht. Ich will auch mal verrückt sein und auch mal extrem. Mit gestutzen Flügeln kann ich nicht abgheben.

Na, was für eine Steilvorlage! :-) Früher hab‘ ich nämlich auch gerne über den Purismus der Kieser-Center gelästert, heute weiß ich, warum der seine Berechtigung hat. Gewiss nicht für alle, aber für solche wie mich, die im Fitness-Center nichts anderes suchen als das, wozu es eigentlich da ist: die körperliche Ertüchtigung, den Kraftgewinn – und das bitte mit möglichst wenig Aufwand. Weiter → (Weniger ist mehr – Erfahrungen mit Fitness-Centern)

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Claudia am 12. Februar 2010 — 13 Kommentare

Transfer

Es ist kurz vor zehn. Ich bin spät aufgestanden und lese – wie immer – erstmal die neuesten Nachrichten. Es folgen Mails und Blog-Kommentare, die ich auch gleich beantworte. Manch‘ einer verführt mich, zu schauen, wer der Autor ist: ich klicke mich weiter auf fremde Blogs, scanne schnell ein paar Einträge, zappe dann wieder zu den „meist erwähnten“ Beiträgen, die Rivva versammelt: Westerwelle, Paid Content, German Privacy und die Hegemann-Debatte treiben „die Welt“ gerade um. Aha. Weiter → (Transfer)

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Claudia am 09. Februar 2010 — 22 Kommentare

Web 2.0: Sind zu viele Sender?

Die Klage ist nicht neu, sondern begleitet mich seit ich 1996 meine erste „Homepage“ ins Netz stellte: Du lieber Himmel, da kann ja JEDER einfach so rein schreiben! Und beim Können bleibt es nicht, immer mehr Leute tun es tatsächlich: berichten aus ihrem täglichen Leben, bekennen ihre Vorlieben und Abneigungen, loben und kritisieren, lästern und plaudern, philosophieren und analysieren – und stellen sich damit selber dar, ringen um Aufmerksamkeit im Tsunami der tägliche Informationsfluten.

Die Frage nach der Bewältigung und Filterung all der vielen Inhalte, die durch das neue Mitmachweb über uns gekommen sind, wird derzeit vielfältig und engagiert diskutiert. Auch mögliche Abhängigkeiten und eine Art Suchtverhalten bei den „allzu Vernetzten“ werden immer mal wieder thematisiert. Darum soll es hier mal nicht gehen, sondern um drei andere Fragen: Weiter → (Web 2.0: Sind zu viele Sender?)

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