Claudia am 30. August 2012 — 2 Kommentare

Leistungsschutzrecht: Glauben die Verlage an den Weihnachtsmann?

Zum dritten Entwurf des Leistungsschutzrechts hab‘ ich gerade auf dem Webwriting-Magazin zusammen fassend gebloggt. Was ich dort weglasse, möchte ich hier loswerden: Mir ist komplett unverständlich, wie man so BESCHEUERT sein kann, ein solches Gesetz herbei zu lobbyieren!

Ja, ich bin es gewöhnt, dass „die Herrschenden“ auf Kollateralschäden ihres Tuns nicht achten: Weiter → (Leistungsschutzrecht: Glauben die Verlage an den Weihnachtsmann?)

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Claudia am 28. August 2012 — 7 Kommentare

Mal was Technisches: Nexus 7 – mein Tablet in spe

Gestern hab‘ ich mir Googles Tablet Nexus 7 bestellt, das ab Anfang September erhältlich sein wird. Es ist ein 7-Zoll-Tablet, also deutlich kleiner als iPad & Co. Mit seinen 340 Gramm Gewicht kann man es in einer Hand halten, was die Nutzung auf dem Sofa und im Bett angenehmer macht.

Meinen Einstieg in die Welt der Tablets verdanke ich Claudia/Sammelmappe, deren iPad ich auf der Re:publika12 ausprobieren durfte. Ich war sofort begeistert und hab‘ mir das iPad 1 zu einem Zeitpunkt zugelegt, als gerade das Folgemodell erschienen war. Die Apple-Fanboys verkauften ihre „alten“ Teile bei Ebay im Minutentakt und so konnte ich ein nur 10 Monate altes iPad relativ günstig erstehen. Weiter → (Mal was Technisches: Nexus 7 – mein Tablet in spe)

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Claudia am 24. August 2012 — 3 Kommentare

Krank an der Seele, nicht geisteskrank

Wellen der Empörung über das Urteil im Prozess gegen den Massenmörder Breivik ergießen sich in die Kommentarspalten der Großmedien. 21 Jahre Haft plus Sicherungsverwahrung sind vielen nicht genug, noch mehr finden es ärgerlich, dass der Angeklagte nicht für unzurechnungsfähig erklärt wurde. Der sei doch ganz offensichtlich geisteskrank, angesichts dessen, was er verbrochen, verlautbart und bis heute nicht bereut hat.

Ein Leser namens NewHuman schrieb dazu unter einem Artikel mit dem vorwurfsvollen Titel „Das Urteil, das er wollte“ (SPIEGEL ONLINE) folgenden beeindruckenden Kommentar: Weiter → (Krank an der Seele, nicht geisteskrank)

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Claudia am 21. August 2012 — 19 Kommentare

Wer bin ich? Nichts bestimmtes…

Dass die Frage „Wer bin ich?“ neben dem Woher-Wohin-Wozu die wesentliche Frage sei, konnte ich lange nicht verstehen. Jedenfalls nicht in jenem tieferen Sinn, der über die Alltagsantwort „ich bin Claudia Klinger, Webworkerin, wohnhaft in Berlin“ und Ähnliches hinaus geht.

Wenn ich derzeit der Frage wiederbegegne, wie gerade in den Kommentaren eines Artikels auf „Rosalies Midlife Crisis“, dann sag‘ ich aus heutiger Sicht: Mit meinem Unverständnis lag ich ziemlich richtig, es ist der Wahrheit näher als sämtliche möglichen Einzelergebnisse noch so ernsthafter Introspektion.

Das Selbst als Zwiebel

Mein früherer, vom ZEN inspirierter Yogalehrer hatte allerdings noch mehr zu bieten als bloß den Verweis auf die alte Frage. Er verwendete das Bild der Zwiebel: Mit der Frage „Wer bin ich?“ schäle ich die Zwiebel. Jede Antwort ist eine neue Schale, die nach einiger Zeit ebenfalls abgeschält wird, da keine Antwort auf Dauer DIE Antwort ist. Und sollten wir einmal alle Zwiebelschichten entfernt haben – was bleibt? Nichts! Weiter → (Wer bin ich? Nichts bestimmtes…)

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Claudia am 11. August 2012 — 4 Kommentare

Medaillenplan? Sportsoldaten? Na, wir haben es ja….

Aha, die deutschen Olympioniken haben also die Vorgaben des „Medaillenplans“ krass verfehlt, den das Bundesinnenministerium mit den Sportverbänden im Zuge der Zuwendungsverhandlungen vereinbart hat. Was folgt jetzt daraus? Müssen die Fördergelder etwa zurück gezahlt werden?

SPIEGEL ONLINE schreibt über die Summen, um die es hier geht:

„Neun Bundesministerien finanzieren mit rund 240 Millionen Euro pro Jahr Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports. Der größte Anteil entfällt auf die Spitzensportförderung durch das BMI – es stellt 132 Millionen Euro aus Steuermitteln bereit. Aus dem zweitgrößten Sportetat, dem des Verteidigungsministeriums, werden die Hundertschaften von Sportsoldaten alimentiert, in diesem Jahr mit 63 Millionen Euro. Außerdem wurden sechs Millionen aus dem BMI-Einzelplan für die Olympia-Vorbereitung verwendet. Weiter → (Medaillenplan? Sportsoldaten? Na, wir haben es ja….)

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Claudia am 06. August 2012 — 9 Kommentare

Was ich nicht schreiben kann

Manchmal beneide ich Bloggerinnen wie Claudia K. (Sammelmappe), die einen Satz, ein paar Worte oder ein kleines Gedicht posten können – Selbstausdruck aktueller Gefühle ohne Geschichte dazu, die irgend etwas erklärt.

Warum kann ich das nicht? Warum schweige ich lieber bis wieder ein „kompletter“ Blogbeitrag das Licht der Welt erblickt? Ein Text, der keine Fragen offen lässt, WAS mich gerade bewegt und warum? Weiter → (Was ich nicht schreiben kann)

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Claudia am 04. August 2012 — 3 Kommentare

Der ganze Wahnsinn in EINEM Film

Der dumme Vegetarier - ein Film über die FleischwirtschaftGrade hab’ich mir den Film „Der dumme Vegetarier“ angeschaut. Vieles davon wusste ich natürlich schon, doch in der Zusammenschau ist es nochmal verdammt beeindruckend. Anders als in TV-Filmen spürt man auch die Emotionen des Redners – was in dem Fall gar nicht stört!

Ja, es ist eine Info-Dichte, die zunehmend überwältigend wirkt. Trotzdem sollte jeder diesen Film mal „durchgestanden“ haben. Angesichts dessen, was er zeigt, schäme ich mich glatt für einen Lebensstil, der ungemein viel Zeit mit entspannten Diskussionen über abstrahierte Ethik-Themen (Gemeinsinn, Religion, Wohlstand (!) etc.) füllt, während „da draußen“ der Horror abgeht! Gefördert von der EU, immer wieder neu beschlossen vom Bundestag…

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Claudia am 02. August 2012 — 8 Kommentare

Wohlstand – Fluch oder Segen?

„Wohlstand fördert Faulheit und Dummheit“ schrieb ein Leser in den Kommentaren zum letzten Artikel, der die Frage stellte, wofür es Religion braucht. Erst wenn es den Leuten wieder richtig schlecht gehe, werde Religion wieder Konjunktur haben. Andere Mitschreiber fanden das Thema ganz für sich genommen reizvoll. Mich ärgert diese Fragestellung eher, was natürlich auch eine Art Reiz ist. Jedenfalls genug, um darüber zu schreiben.

Was würde ich tun, wenn ich ans Geld verdienen gar nicht mehr denken müsste? Für mich ist das sonnenklar: ich würde keine Web-Auftragsarbeiten mehr machen, sondern die so gewonnene Zeit den Themen und Politikfeldern widmen, die mir am Herzen liegen. Wäre ich richtig wohlhabend, würde ich nach und nach alles, was ich nicht zum Leben & Arbeiten brauche, ebenfalls in Projekte und Kampagnen investieren, die diesen Zielen dienen.

Wohlstand wäre also ein Segen, der mich freier macht, zu tun, was sinnvoll ist, ohne dabei auf kommerziellen Erfolg schauen zu müssen. Dass ich nicht wohlhabend bin, verdankt sich andrerseits der Tatsache, dass ich immer schon ein „Tun, das sinnvoll ist“ dem Streben nach Geld, Status, Sicherheit und Konsum vorzog.

Wie die Made im Speck?

Aber halt: Bin ich nicht doch wohlhabend? Lebe ich im bundesrepublikanischen Sozialstaat nicht wie die Made im Speck – verglichen mit Menschen in anderen Weltteilen, die unter weitaus ungemütlicheren Bedingungen ihr Leben fristen müssen? Gegen einen Afrikaner, der sich mit Unterstützung seines ganzen Clans aus seinem perspektivlosen Chaos-Land aufmacht, um den extrem gefährlichen Trip ins gelobte Europa zu wagen, bin ich doch nur eine faule, Risiko-scheue Sau, träge, satt und bequem! Weiter → (Wohlstand – Fluch oder Segen?)

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