Claudia am 21. März 2016 — 2 Kommentare

Vom Riss

Jetzt mal nur ein Zitat aus einem sehr lesenswerten Freitext:

Aber bei allem Willen, bei aller Ratio: Mit meinem Gefühl stimmt etwas nicht mehr richtig. Manchmal, wenn ich montags zufällig am Odeons- oder Marienplatz vorbeikomme, wo Pegida nun wieder verstärkt „Mahnwachen“ abhält, ertappe ich mich mit Schrecken bei dem Wunsch, vom Fahrrad zu steigen, ganz ruhig zu einem der Pegisten hinzugehen und ihm ansatzlos mit voller Wucht ins Gesicht zu schlagen – einfach weil er nach eineinhalb Jahren Diskussion hier immer noch steht und sein dummes, hundertmal widerlegtes Zeug herumplärrt und weil er deswegen nichts anderes ist als ein beschissenes rassistisches Arschloch.
Einfach nur zuschlagen. Vielleicht auch sich selber eine einfangen. Alles wäre dann Schmerz und Klarheit.
Natürlich, mir ist bewusst, dass das nur Affekte sind, kurze Entgleisungen, gegen die niemand gefeit ist. Andererseits: ist das nicht wenig. Der Riss ist jetzt auch in mir.

– Fridolin Schley-

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Claudia am 19. März 2016 — 16 Kommentare

Ein neuer Schreibtischstuhl muss her

Gestern war es soweit: von meinem super-ergonomischen Haider Bioswing-Stuhl ist die linke Armstütze endgültig abgebrochen. Kein Wunder, denn ich neige dazu, mich mittels der Armstützen „anzuheben“ und in eine Schneidersitzposition zu hieven. Was total absurd ist auf einem Stuhl, der dafür gebaut ist, zig gesunde Sitzpositionen einzunehmen, sich beim (normalen!) Sitzen mitzubewegen und was weiß ich noch alles! Jedes Mal, wenn ich an diesem Stuhl was verstellen wollte, hab ich mir erstmal die Bedienungsanleitung neu herunter geladen, um wieder zu lernen, welcher der vielen Hebel für was ist. Weiter → (Ein neuer Schreibtischstuhl muss her)

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Claudia am 16. März 2016 — 7 Kommentare

Deutschland – meine 2% zum Thema

Immer öfter stoße ich im weiten Web auf Verlautbarungen von Menschen, die sich um „Deutschland“ sorgen machen, große Sorgen. Sie sehen alle, die zu uns flüchten, als feindliche „Invasoren“, die uns durch ihre schiere Masse an Kindern demnächst einfach auslöschen würden. Nicht wenige glauben sogar an eine von bösen Kräften GESTEUERTE sogenannte „Umvolkung“, wobei leicht erkennbar ist, dass sie zum „Volk“ nur jene rechnen, die zu Zeiten des 1000-jährigen Reichs als „Arier“ gegolten hätten.

deutschMit Argumenten erreicht man diese Menschen offensichtlich nicht mehr, denn sonst hätten sie längst aufgehört, so zu denken. Nicht nur, dass es nie ein „rassisch reines“ deutsches Volk gegeben hat, sie ignorieren auch sämtliche Fakten, die zeigen, dass sich Immigranten insbesondere in Sachen Nachwuchs sehr schnell dem hiesigen Level anpassen. Weiter → (Deutschland – meine 2% zum Thema)

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Claudia am 10. März 2016 — 26 Kommentare

Mal so zwischendurch…

Ein besserer Titel fällt mir grad‘ nicht ein, wenn ich nur ein paar unzusammenhängende Gedanken zu „diesem und jenem“ aufschreiben will.

Projektionen und Feindbilder

Es ist mühsam geworden, im Internet zu kommunizieren. Auch wenn ich die besonders von „Hassreden“ betroffenen Kommentariate meide, erlebe ich doch häufig „feindselige Projektionen“. Sprich: die Kommentierenden werden oft nicht als unbekannte Personen wahrgenommen, die sich genau zu jenen Punkten äußern, die sie ansprechen, sondern als Repräsentanten bestimmter Meinungskonglomerate, die den jeweiligen Bloggerinnen und Mitschreibern grade als Feindbild vorschweben. Die Antworten implizieren dann all diese Projektionen und es erscheint sinnlos, weiter zu reden, denn erstmal müsste man sich ja gegen die Projektionen wehren. Weiter → (Mal so zwischendurch…)

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Claudia am 05. März 2016 — 29 Kommentare

Vorschlag: die Opt-In-Elternschaft – für alle Geschlechter

Bei Onyx läuft eine unglaublich umfangreiche Diskussion über die Forderung eines Bloggers, der unter dem missverständlichen Titel „Abtreibungsrecht für Männer“ die Herstellung der Gleichberechtigung in Bezug auf ein gemeinsam gezeugtes Kind fordert: Auch Männer sollten ein Recht haben, sich vom Kind loszusagen, da die Frau sich ja autonom auch für eine Abtreibung entscheiden kann – mit der Folge, weder Fürsorge noch Unterhaltszahlungen leisten zu müssen. Eine Option, die Männern nicht offen steht: entscheidet sich die Frau FÜR das Kind, haben sie keine Möglichkeit, sich selbst GEGEN das Kind zu entscheiden. Weiter → (Vorschlag: die Opt-In-Elternschaft – für alle Geschlechter)

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