Claudia am 02. November 2008 — 12 Kommentare

Und noch ein Weltuntergangsszenario…

…ist mir auf einer Surf-Tour begegnet: Eine „Doku“, die mal von ARTE & Phoenix ausgestrahlt wurde (Sender, von denen ich eigentlich viel halte), zeigt die Theorie der „wachsenden Erde“, die von der herrschenden Wissenschaft lange verworfen wurde. In dieser Sendung verbreitet ein Professor Meyl die Idee, dass eine magnetische Umpolung der Erde durch Sonnenaktivitäten anstünde, wobei sich die Erde „drehen“ und damit all die Wassermassen unseres blauen Planeten zeitgleich ins Schwappen käme – voilá, die Sintflut! (Für Besorgte: hier die Widerlegung).

Ich liebäugele mit dem Gedanken, eine kleine Seite mit versammelten Weltuntergangszenarien zu verfassen. Da kann ich dann drauf schauen, wenn ich mal mieser Stimmung bin und mich des Lebens freuen: Dass nämlich der viel gescholtene Alltag immer noch statt findet, ist ja das eigentliche Wunder unserer Existenz.

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Claudia am 01. November 2008 — 12 Kommentare

Kleine Meditation über den Alltag – ein Blitzlicht

Alltag, alle Tage, alltäglich – in diesen Worten schwingt so etwas Abwertendes mit, das mir gleich auffällt, wenn ich es hinschreibe. Fehlt noch „grauer Alltag“, was immerhin für den Moment stimmt, wenn ich so aus dem Fenster sehe. Doch gehört der Moment ja nicht zum Alltag, jedenfalls dann nicht, wenn ich ihn wahrnehme, wie es sich für ein „Blitzlicht“ gehört. Und das Wetter ist ja niemals „alltäglich“, sondern immer anders, veränderlich eben.

Was ist also mein Alltag? Habe ich als Selbständige überhaupt so etwas, da ich doch von früh bis spät selber bestimme, was ich wann tue und wie? In meinen Online-Kursen lasse ich manchmal einen Text schreiben mit dem Titel „ein ganz normaler Tag“. Die Hälfte der Teilnehmer tut sich damit schwer und findet kreative Wege, die Aufgabe zu umschiffen, anstatt sie buchstabengetreu zu bearbeiten. Fast, als wäre es ein wenig ehrenrührig, einen „Alltag“ zu haben. Schließlich sollen wir flexibel sein, kreativ, allem Neuen gegenüber aufgeschlossen, immer bereit, das Gewohnte auf dem Altar der Neuerungen zu opfern. Rasten heißt rosten, und wer will das schon? Weiter → (Kleine Meditation über den Alltag – ein Blitzlicht)

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Claudia am 30. Oktober 2008 — 5 Kommentare

Schamlose Gier

In seinem appellatorisch überschriebenen Artikel Gemeinsam agieren statt allein reagieren reflektiert „Thinkabout“ über die Gier nach MEHR als Phänomen in jedem Einzelnen, die sich in den letzten 15 Jahren zum beherrschenden gesellschaftlichen Trend etabliert hat: weniger Solidarität, weniger Gemeinschaft, dafür mehr individuelle Freiheit und Selbstverwirklichung – und alle (bzw. die allermeisten) waren damit einverstanden. Denn der Maßlosigkeit der Mächtigen, sagt Thinkabout, entspräche im Gefühl der Individuen „dass es auch für einen selbst ein bisschen mehr sein darf”, und führt dann eine Reihe von Beispielen an, denen kaum zu widersprechen ist. Weiter → (Schamlose Gier)

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Claudia am 27. Oktober 2008 — 16 Kommentare

Sieben Gründe, die Finanzkrise zu mögen

  1. Anders als sonst hat die Welt auf einmal ein gemeinsames Thema: die Finanzkrise lässt niemanden unberührt, auch wenn noch keine Folgen im persönlichen Leben spürbar sind. Man spricht mehr miteinander – das gilt für Staaten genauso wie für Personen, am Arbeitsplatz und auch ganz privat. Es ist wie an der Bushaltestelle: wenn der Bus ausfällt, beginnen die Wartenden miteinander zu reden.
  2. Die Finanzkrise ist lehrreich und lässt viele aus ihrer interesselosen Lethargie erwachen: auf einmal ist es spannend, zu lesen, wie die Finanzwelt verfasst ist und was da alles statt findet – und man kommt aus dem Staunen nicht heraus!
  3. Die neoliberale Ideologie und ihre Meinungsführerschaft in den letzten 15 Jahren ist am Ende. Wer jetzt noch „mehr Kapitalismus wagen“ will, macht sich lächerlich. Mit dem reuevollen Auftritt von Alex Greenspan ist vergangene Woche der letzte wichtige Apostel „vom Glauben abgefallen“.
  4. Das „Heuschrecken-Geschäft“ ist zum Erliegen gekommen, da es nicht mehr möglich ist, mit billigem Geld auf Pump Firmen zu kaufen, um sie dann auszuschlachten bzw. im Sinne des „Shareholder Value“ (und sonst nichts!) neu zu formieren.
  5. Auf einmal wird sichtbar, wie schnell und effektiv Politik agieren kann, wenns brennt! Die Bereitschaft der Regierten, ein „geht nicht“ oder „viel zu teuer / nicht finanzierbar“ einfach so hinzunehmen, schwindet.
  6. Es gibt keine „heiligen Kühe“ mehr, über alles kann wieder ganz grundsätzlich diskutiert werden – sogar über die „Systemfrage“.
  7. Die Verwundbarkeit unseres Wohlstands und unserer arbeitsteiligen, weitgehend von außen und dem „Rest der Welt“ abhängigen Lebensweise wird deutlich: wir können uns nicht mehr so einfach abwenden und sagen, das Elend anderer gehe uns nichts an.

Wer mag, kann die Aufzählung in den Kommentaren fortsetzen!

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Claudia am 23. Oktober 2008 — 9 Kommentare

Social Bookmarking-Unterstützung entfernt

Vor etwa drei Wochen hatte ich diese kleinen Social-Bookmarking-Grafiken unterhalb der Artikel zugunsten eines Alles-in-einem-Modul entfernt: auf seitzeichen.de sieht man, was ich meine. Mir erschien das pflegeleichter und es bietet ja auch viel mehr Bookmarking-Dienste an. Sogar eine Mail-Gelegenheit zum „Artikel-empfehlen“ war enthalten.

Ebenso aber auch eine STATISTIK: Und auf der hab‘ ich jetzt festgestellt, dass kein Mensch dieses Teil benutzt! Jedenfalls nicht meine Leser. Also kann ich es mir auch gleich ganz sparen und das Digital Diary von offensichtlich unnützem Ballast befreien. Wer Social Bookmarking tatsächlich nutzt, hat ja oft ein PlugIn im eigenen Browser und braucht diese Unterstützung auf der Website gar nicht.

Wie sind Eure Erfahrungen mit diesen Social-Bookmarking-Buttons und Modulen?

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Claudia am 22. Oktober 2008 — 14 Kommentare

Annäherungen an persönliche Verantwortung

Was bedeutet für dich Verantwortung? Die Frage stellt Frank vom Feel-better-Blog in Form einer „Blogparade“, zu der ich gerne ein paar Gedanken beitrage.

Sinnt man auch nur ein wenig über „Verantwortung“ nach, nimmt das Thema gleich Dimensionen an, die Stoff für ein halbes Jahr bloggen abgäben, mindestens. Da hilft nur, ganz eng am Persönlichen entlang zu schreiben: was heißt FÜR MICH Verantwortung? Wo bin ich verantwortlich und wo nicht? Weiter → (Annäherungen an persönliche Verantwortung)

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