Claudia am 28. Februar 2009 — 3 Kommentare

Web 2.0: Ja verdammt, wo bleibt die Rendite?

Da wurde, wie ich auf Riva mitbekam, die „Konferenz Web 2.0 Expo Europe“ von den amerikanischen Veranstaltern abgesagt, weil die sich so einen Event in der Krise nicht mehr leisten können. Und das Handelsblatt-Blog schreibt dazu:

„Wohlgemerkt: das ist jetzt keine Häme gegen die Web-2.0er. Aber es wird immer klarer, das Web 2.0 eben nicht die Antwort war, auf die alle gewartet haben. Das letzte erfolgreiche Geschäftsmodell aus dem Valley war Google. Die sind nun mal so richtig 1.0ig. Facebook? Myspace? Twitter? Publikumserfolge, ja. Unbestritten. Aber where’s the beef? Die Frage wird immer lauter.“ Weiter → (Web 2.0: Ja verdammt, wo bleibt die Rendite?)

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Claudia am 26. Februar 2009 — 11 Kommentare

Finanzkrise: Wann kommt der Google?

Dass es – zumindest virtuell – viel zu viel Geld gibt, das in keiner Weise mehr mit Waren und Dienstleistungen abgedeckt ist, entnehme ich den vielfältigen Infos und Erläuterungen der letzten Monate. Eigentlich müssten die Geldbesitzer bzw. die Eigner der zunehmend uneinbringlichen Forderungen (faule Kredite, toxische Papiere etc.) neun Zehntel ihrer prekären Werte VERNICHTEN, damit das Ganze wieder ein wenig ins Lot kommt – aber sowas macht natürlich niemand freiwillig.

Also versucht man, all das Problematische unter den Teppich zu kehren, bzw. in „Bad Banks“ auszulagern, um zumindest Zeit zu gewinnen. Ob das unter verstaatlichten oder privaten Rahmenbedingungen stattfindet, ist im Grunde egal: im ersten Fall haftet der Steuerzahler direkt, im zweiten Fall indirekt, denn die Realwirtschaft befindet sich ja quasi in Geiselhaft des Finanzsystems. Die Banken müssen gestützt werden, da scheinen sich alle einige zu sein, die nicht auf einen totalen Crash spekulieren – und den finden eigentlich nur Leute spannend, die immer schon nur Gift & Galle auf alles Bestehende sprühen. Weiter → (Finanzkrise: Wann kommt der Google?)

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Claudia am 25. Februar 2009 — 3 Kommentare

Zehn Jahre Webdiary und die Scheu vor dem Blick zurück

Mein Verhältnis zu den virtuellen Spuren der Vergangenheit vergleiche ich gerne mit demjenigen zu den materiellen Dingen. So hoffe ich, der Ambivalenz auf die Spur zu kommen, die mich beim Blick auf zehn Jahre Digital Diary anwandelt.

Viele Menschen sammeln in schönen Truhen und Kästchen Gegenstände, an die sie sentimentale Erinnerungen knüpfen: Liebesbriefe aus lang vergangenen Beziehungen und Affären, verblichene Fotos alter Freunde und verstorbener Verwandter, kleine Geschenke und Mitbringsel, abgelegten Schmuck, manchmal gar noch Poesiealben aus der Schulzeit. Geht so eine „Schatztruhe“ mal verloren, wird das als schmerzlicher, unwiederbringlicher Verlust empfunden, fast so, als sei ein Teil der Person verstorben, die an diesen Erinnerungen hängt. Weiter → (Zehn Jahre Webdiary und die Scheu vor dem Blick zurück)

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Claudia am 24. Februar 2009 — 6 Kommentare

Politiker: Zum Beispiel Steinmeier

Walter Steinmeier repräsentiert für mich noch ein Stück mehr den Politiker der Zukunft als Typen wie Merkel, Schröder und Fischer. Schon diese unterschieden sich ja stark von heute nostalgisch beweihräucherten Legenden wie Helmut Schmidt, die noch den Eindruck vermittelten, sie wüssten, wohin die Reise gehen soll: es waren und sind interaktive Politiker, deren Job es ist, den sich im ständigen Interessenkampf heraus kristallisierenden „machbaren Kompromiss“ zu entwickeln und umzusetzen. Sie haben kein Programm, sondern machen, was geht.

Und je nachdem, wieviel Wind eine gesellschaftliche Gruppe oder Lobby um ihr Anliegen zu entfachen vermag, desto mehr wird diesem Interesse entsprochen – sei es wegen der aufgebauten Drohkulisse im Falle der Weigerung, sei es aufgrund der Mobilisierung „gefühlter Mehrheiten“ über die Medien. Integere Charakterköpfe mit eigener Meinung wären da nur hinderlich: sie müssten ja dauernd zurücktreten, wenn der Wind wieder aus der anderen Richtung bläst und sie nicht hinter dem stehen könnten, was sie in ihrer Position abzusegnen haben. Weiter → (Politiker: Zum Beispiel Steinmeier)

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Claudia am 24. Februar 2009 — 8 Kommentare

Vom politischen Handeln und der Selbsterkenntnis

Heute morgen war ich einigermaßen von den Socken, als ich über Twitter mitbekam, dass Gerd-Lothar Reschke meine ausführlichen Kommentare zu seinem Artikel „Die einzig echte Politik“ einfach gelöscht hat. Noch dazu mit Bemerkungen, die diesen Beiträgen in keiner Weise gerecht werden: Ich hätte mich wie ein Rammbock verhalten und nicht zugehört, schreibt er.

Dabei bin ich ausführlich auf seinen Beitrag eingegangen, hab‘ sachlich argumentiert, mein Gefühl der Verletztheit über die rüde Art in seiner ersten Entgegnung gezeigt (die nun auch weg ist) und sehr engagiert und für jeden nachvollziehbar ausgeführt, was ich anders sehe.

Nun stehen dort nur noch Kommentare, die ihn bestätigen und nicht viel mehr zu seinem Text sagen als „geht mir auch so“. Die Möglichkeit für Leser, sich selber eine Meinung über die Kontroverse zu bilden, ist weg. Ja, auch so kann man bloggen, ich frag‘ mich nur, warum nutzt man dann überhaupt die Kommentarmöglichkeit? Weiter → (Vom politischen Handeln und der Selbsterkenntnis)

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Claudia am 24. Februar 2009 — 4 Kommentare

Start Blog-Retreat: Krise, Alltag und fröhliches Getwitter

Grade hab‘ ich die Ankündigung meines „Blog-Retreats zum Zehnjährigen“ gelesen, die Susanne im Hauptstadtblog geschrieben hat. Bin ganz gerührt – und kann mir angesichts dieses schönen Vorworts gleich weitere Vorreden sparen. :-)

Blog-Retreat zum Zehnjährigen des Digital Diary – Text 1

Text 2 » – Übersicht »

Im Moment kommt es mir fast etwas verstiegen vor, mich jetzt schreibend in meine Blogs zu versenken, während sich da draußen die Krise zuspitzt. Grade hab‘ ich mir nämlich eine große Dosis Katastrophen-Artikel gegönnt, die man auf Net News Global im Hunderterpack geboten bekommt. Nach solcher Lektüre erscheint es dringend geboten, den Gemüseanbau im Garten zu planen, Vorräte im Keller einzulagern und Kaffee und Zigaretten als Tauschware anzuschaffen. Weiter → (Start Blog-Retreat: Krise, Alltag und fröhliches Getwitter)

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