Claudia am 01. Januar 2013 — 9 Kommentare

Alsdenn: 2013

Ich hatte mich schon damit abgefunden, mal gar nichts zum Thema Jahreswechsel zu schreiben. Statt dessen hab‘ ich mir faule Tage gegönnt und gelesen, was andere so zu diesem Anlass verfassen. Rückblicke, Wunschzettel, Vorsätze und jede Menge anklagendes oder sarkastisches Gemosere über den Zustand der Welt: sehr berechtigt, aber auch ermüdend. Empören, entlarven, anklagen, warnen – kommt mir alles vor wie aufs Gas treten im Leerlauf. Aber wie mal wieder ein Gang einzulegen sei, weiß niemand. Bzw. jeder weiß es besser als der Andere, was ungefähr denselben Effekt hat.
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Claudia am 27. Dezember 2012 — 14 Kommentare

Haben wir Zeit? Verrinnt sie? Können wir sie uns nehmen?

Thinkabout hat ein besinnliches Posting mit dem Titel Die Zeit ist immer veröffentlicht. Darin reflektiert er das Zeit-Problem, wie es heute vielen vertraut ist: Zuwenig Zeit für alles, was wir tun wollen, tun könnten, tun sollten. „Zeitmanagement“ gilt als angemessener Umgang mit der vermeintlich immer knappen Zeit, doch hift das wirklich? Ist es doch bloß eine elaborierte Form der ToDo-Liste, die wir sowieso alle im Kopf (und im Gefühl!) haben.

„Sich das Bewusstsein erarbeiten, Zeit zu haben, ist pure Lebenskunst. Und etwas ganz Wundervolles. Das, immerhin, wissen wir alle. Fangen Sie jetzt nicht auch noch an, Ihren guten Vorsätzen Zeitmanagement hinzuzufügen (was ja wahrscheinlich eh schon drauf steht). Nein. Greifen Sie einfach zu. Nehmen Sie davon. Gehen Sie spazieren. Machen Sie ein Telefonat, das schon lange wartet, weil Sie sich die Zeit dafür nicht gegönnt haben“.

Ja, so einfach geht das. Für die meisten aber nur an Feiertagen, und nur, wenn man sich diese nicht mit einem Feiertagsprogramm voll stopft.

Wenn ich mal nichts tun muss…

Weihnachten war für mich eine schöne Auszeit! Einfach mal gar nichts tun, auch nicht „Online-Präsenz“ zeigen, Weihnachtsgrüße posten, Weihnachtsbotschaften senden, an alle Welt mailen – angesichts meiner auf sieben Blogs, drei soziale Netzwerken, mehrere Foren und acht Mail-Accounts verteilten Aktivitäten hab‘ ich das gar nicht erst versucht. Es wäre stressiger gewesen als das ganze Rest-Jahr! Weiter → (Haben wir Zeit? Verrinnt sie? Können wir sie uns nehmen?)

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Claudia am 20. Dezember 2012 — Kommentare deaktiviert für Kommentiert: Weltuntergang am 21.12.12

Kommentiert: Weltuntergang am 21.12.12

Ich kenne niemanden, der ernsthaft an den Weltuntergang am 21. glaubt; nicht mal jemanden, der einen kennt, der dran glaubt. Auch unter meinen „spirituelleren“ Freunden und Bekannten gibt es keine Person, die die Apokalypse erwartet, die Herabkunft der Aliens oder schlicht „das Ende der Zeit“.

Dass sich ein „Science-Blogger“ bemüßigt fühlt, der vermeintlich verängstigten Bevölkerung Trost und Aufklärung zukommen zu lassen, ohne zu bemerken, dass er durch sein „ernst nehmen“ den Mythos stärkt und befeuert, mutet mich seltsam an. Es wirkt auf mich ähnlich abgefahren, wie ihm die schlimmen „Esos“ vorkommen müssen, gegen deren offenbar drohende Übermacht er kämpft.

Bzw. zu kämpfen vorgibt. Ich glaube weder ihm noch all den vielen „Bericht erstattenden“ Journalisten, dass sie es ernsthaft für erforderlich halten, die Massen „aufzuklären“ und aus den Fängen falscher Gurus zu befreien. Nein, es ist viel mehr ein immer mal wieder gut laufendes „Mem“, mit dem sich Erregungszustände vermitteln lassen, bestens nutzbar, reizvollen „Content“ drumrum zu packen, auf dass die Leser strömen.

„Weltuntergang am 21.12.2012“ ist eher ein eher witziger und vielfach auch witzig gemeinter Medienhype – ähnlich wie im kleinen der Twitter-Hype um den umgestürzten Blumenkübel im Sommer 2010. Viel HEITERER als Y2K, der Millenium-BUG im Jahr 2000, der viele das „End of Life as we know it“ fürchten (bzw. klammheimlich herbei sehnen) ließ.

Zum “Weltuntergang am 21.” kann eben jeder leicht etwas sagen, kann spotten, sarkastisch anmerken, ironisch übertreiben, einen Comic dazu zeichnen, dichten, philosophieren und immer wieder einen neuen ultimativen Spruch dazu ablassen. Das Mem lässt uns frei, kreativ und spontan sein, denn ERNSTHAFTES steht ja nicht zur Debatte, jedenfalls NICHT AM 21.!

So viral vervielfacht und verstärkt gebiert das MEM „Weltuntergang“ ein kommunikatives Weihnachtserlebnis. Einfach deshalb, weil es einen GEMEINSAMEN INHALT gibt, an den man jederzeit andocken kann. Das ist heute selten geworden…

Dass Psy (sic!) als der „apokalyptische Reiter“ erkannt wurde, der den Untergang mit seinem Gangnam Style orchestriert, passt punktgenau. Denn gefühlt hat JEDER hat Koreaner schon mal rumhüpfen und schütteln sehen, es reicht jedenfalls für einen „Sound zum Welt-Ereignis“ (muss nicht gefallen, es hätte allerdings schlimmer kommen können…).

Also lasst uns nicht lästern, sondern feiern! Wir haben alle mal wieder miteinander gesprochen. Wenn auch nur, um zu sagen:

Wow, wir leben noch!

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Mehr dazu:

Life-Blog zum Weltuntergang;

Eine Polemik über den Nutzen der Apokalypse;

Weltuntergang – vorläufiger Programmablauf;

Betreff: Weltuntergang, Terminschwierigkeiten (vom 8.12.);

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Claudia am 17. Dezember 2012 — 8 Kommentare

Heute kommentiert zum Thema „Autisten als Amokläufer“

Dieses Medienereignis ist an mir vorüber gegangen, da ich einen Tag nicht online war. Nun kann ich den Ausgangstext auf SPON nicht mehr selber lesen, da sie ihn offenbar „wg. Shitstorm“ entfernt haben.

Aber ich kann mir genug aus den erschienenen Postings und Kommentaren zusammen reimen. Und ja, ich finde auch, dass die Sensations-geile Presse, die News aus Nichts kreieren will, um uns Klickvieh Futter zu geben, sich üblerweise keine Gedanken macht, was ihr Zusammengeschustere bewirken mag. Weiter → (Heute kommentiert zum Thema „Autisten als Amokläufer“)

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Claudia am 14. Dezember 2012 — 15 Kommentare

Was brennt in Euch?

Mit dieser Frage beendet Menachem sein letztes Blogposting mit dem vielsagenden Titel „Hätte ich doch nur…“. Es handelt vom Scheitern der Selbständigkeit, vom Nicht-Erreichen einst gesetzter hoher Ziele, vom nochmaligen Scheitern in einem neuen Versuch – und davon, dass das immer noch besser ist als irgendwann auf dem Sterbebett denken zu müssen: Oh, hätte ich doch nur…!

Menachem lädt mit seinem Artikel zur Jahresend-Besinnung ein. Im Kontext „Selbständigkeit“ tut das auch Peer Wandinger mit seiner Blogparade „Ziele, Pläne und Erwartungen 2013“. Wie immer, wenns ums Geschäft geht, soll man checken, was man dieses Jahr erreicht hat und sich Ziele für 2013 stecken – am besten gleich mitsamt dem konkreten Plan, wie man sie umsetzen möchte.
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