Claudia am 30. September 2026 — 0 Kommentare

Das Digital Diary-Blogdesign im 27. Jahr: fast unverändert

Auf den letzten Drücker hab‘ ichs noch geschafft: Die Bloghexen fragten im Bloggerschnack September 2026, was uns am eigenen Blogdesign wichtig ist. Meine Antwort klingt einfach: Dass sich die Optik nicht verändert. In der Praxis macht das allerdings auch immer wieder Arbeit!

Warum sollte sich das Blogdesign nicht verändern? Weil sich ständig so viel verändert und ich manches Blog, in das ich mich „eingelesen“ hatte, plötzlich völlig verändert vorfand. Nicht nur optisch, manchmal änderte sich auch der Name oder es war auf einmal weg. Mein eigenes Blog sollte dagegen halten, sich nicht verändern, verlässlich genauso aussehen wie vor einem Jahr, ein „Fels in der Brandung“ der ständigen Veränderungen sein. Mein Vorbild war und ist das TATORT-Intro, im Wesentlichen unverändert seit 1970 :-).
Aber naja, ich wollte auch nicht ständig am Blog rumbasteln, lieber startete ich ein neues, endlich „themenzentriertes“ Blog, das dann anders aussehen durfte.

Die Blogtechnik änderte sich, das Design sollte bleiben

Das Digital Diary startete im März 1999, also zu einer Zeit, als so etwas noch nicht „Blog“ genannt wurde. Man codete seine „Homepage (Archiv, nicht responsive)“ im damals noch sehr einfachen HTML, Kommentare kamen per E-Mail und wurden „händisch“ unter die Artikelseiten gesetzt. Vorläufer des Digital Diary war mein Webzine „Missing Link“ – hier ein Zustand von 1997 (Archiviert). Es war schon recht mühsam, die Maildebatten einzupflegen, dafür tief schürfender als heutige Kommentargespräche.

Ein Segen war dann die nächste Technik: Frames / Rahmen, die Seite wurde aufgeteilt und für die einzelnen Sektoren mussten einzelne Dateien geschrieben und dann dann ins Frameset eingetragen werden: auch mühsam, aber immerhin konnte man jetzt Header, Seitenleiste und Footer weiter verwenden und nicht jedes Mail auf die Seite coden. Einen einzelnen Artikle konnte man so nicht verlinken, weshalb mit SSL schon bald wieder eine neune Technik kam.  Seit den „Frames“ sah mit Frames so aus:

 
Digital Diary Optik 2002

 

2006: WordPress und das erste „Theme“: Leichte Modernisierung

Am 28.April 2006 erschien mit „Updates und Häutungen“ der erste Artikel auf WordPress – für mich eine Riesenerleichterung, endlich kein händisches Coden mehr! Das Theme hatte ich in Fotoshop kreiiert, die Umsetzung hat Arnd Fricke für mich gemacht, denn ich hatte keine Lust, mich jetzt ins „Theme bauen“ einzuarbeiten. Es ist ein superschlankes Theme, kein überflüssiger Ballast – aber optisch orientiert am „alten“ Erscheinungsbild, nur ein bisschen moderner.

Bis heute ist die Optik so geblieben und wirkt jetzt natürlich eher „antik“. Als die Blogs so bildlastig wurden, hab‘ ich mich dem verweigert. Für jeden Beitrag ein Bild suchen zu müssen, wäre nur eine lästige Arbeit gewesen! Als „Mischthemenblog“ hatte ich sowieso keine Chance auf große Reichweite, also konnte ich das zwanghafte Bebildern auch gleich lassen. Die gute LESBARKEIT der Artikel ist – neben der gleich bleibenden Optik – mein oberster Wert, deshalb nutze ich Zwischenüberschriften, eingerückte Zitate, Fettungen – und manchmal auch ein Bild, wenn es der Artikel erfordert.

Was viel Arbeit macht: Wäre es nur das Übertragen aller vorherigen Beiträge in WordPress gewesen, hätte es immerhin ein Ende gehabt. Aber noch heute bin ich ab und zu stundenlang damit beschäftigt, alte interne und externe Links zu reparieren, zu entfernen oder die alte Zielseite im Internet-Archiv zu suchen und zu verlinken. (Hier der arbeitsintensivste Blogpost, ein altes Blogprojekt mit zig Links zu „toten“ Blogs)

Dass das Digital Diary in späteren Jahren zunehmend per Smartphone gelesen wird, fand ich übrigens bedauerlich. Auf dem Miniscreen bleibt vom Design kaum etwas übrig – nur auf dem Desktop entfaltet sich der Anblick, der mir immer noch gut gefällt. Hier mal als Bild (wegen der Handy-User):

Digital Diary Design

 

Wichtige Mini-Elemente im Blogdesign

Die „zwei Augen“ als Autorinnen-Icon vor jedem Beitrag entstammen einem alten Foto von mir. Die roten Plus-Zeichen vor den Seitenspalten-Links gab es auch schon vor dem „Theme“. Dazu gekommen sind die kleinen roten Icons für Links nach außen innerhalb der Texte – eine Idee von Arnd. Das LOGO links neben dem Text ist seit bald 27 Jahren dasselbe und zeigt einen Blick auf meinen Arbeitsplatz, wie er damals aussah. Alles zusammen ergibt auch ohne Beitragsbilder den typischen Diary-Look.

Trotz alledem: Ab und zu denke ich drüber nach, ob ich nicht doch mal etwas ändern sollte? Ich denke da vor allem an die Schriften, da gibt es wirklich schönere! Was meint Ihr?

***

Und sonst:

 

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