Nun ist #fappygate schon ein paar Tage durch, das Stadium der nachdenklichen Blogpost zum Thema „Wie gehen wir im Internet miteinander um“ ist erreicht. Ich verzichte hier darauf, die Geschichte des Großstreits auf Twitter nachzuerzählen, denn worauf ich hinaus will, hat nichts mit dem gegebenem Anlass zu tun, sondern gilt allgemein fürs „aneinander geraten auf Twitter“.
Juna schreibt dazu in ihrem Blogpost Marktschreier 2.0 oder Reden in Zeiten des Internet:
„Vielfach wird postuliert, Social Media begünstige Konflikte zwischen Menschen. Vor allem das auf 140-Zeichen pro Äußerung begrenzte Twitter steht nachhaltig im Verdacht, eine Art Empörungskultur zu katalysieren – soll heißen: Das schnelle, direkte, allen Internetnutzerinnen offen stehende Medium, das grundsätzlich alle Beiträge erst einmal gleichwertig nebeneinander existieren lässt, soll Streitereien und Missverständnisse fördern….
…Einem Medium die eigene Nutzung dieses Mediums vorzuwerfen ist allerdings ein wenig kurzgegriffen. Das Medium ist zunächst einmal neutral, oder auch: Soziale Netzwerke lassen eher selten aktiv Nutzer auf Nutzer los und genießen dann die Show. „
Juna besteht also auf der Selbstbestimmtheit des jeweils streitbaren Verhaltens, ruft zur Mäßigung und Achtsamkeit auf und verweist auf die Beschränktheit eines Mediums, in dem wir nur per Text kommunizieren und die Reaktionen des Gegenübers auch maximal als Text zurück bekommen. Würden wir in ein erschrockenes, beleidigtes, verängstigtes oder empörtes Gesicht sehen, würde es deutlich schwerer fallen, mal eben „nachzulegen“, nachdem wir erkannt haben, was ein locker dahin geschriebener Satz angerichtet hat. Weiter → (Code rules: Das Follower-Chaos ist Ursache vieler #Gates)
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