{"id":998,"date":"2013-01-17T22:13:27","date_gmt":"2013-01-17T21:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=998"},"modified":"2015-12-12T15:33:33","modified_gmt":"2015-12-12T14:33:33","slug":"die-alltagliche-schere-im-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/01\/17\/die-alltagliche-schere-im-kopf\/","title":{"rendered":"Die allt\u00e4gliche Schere im Kopf"},"content":{"rendered":"<p>Das wird jetzt kein Beitrag zum Thema Journalismus: es geht ums pers\u00f6nliche Bloggen. Um solche wie mich, die &#8211; weil sie gar nicht anders wollen k\u00f6nnen &#8211; an der Einheit von Leben &#038; Arbeiten als Ideal und zu f\u00f6rderndem Zustand festhalten. <\/p>\n<p>Die kommerziellen Elemente in diesem Blog sind marginal und haben noch nie jemanden gest\u00f6rt. Auch mich nicht bei der Wahl meiner Themen und deren Gestaltung. Ich schreibe zuvorderst f\u00fcr mich (Selbstausdruck) und als n\u00e4chstes f\u00fcr die Leser\/innen &#8211; und das schon recht lange, unter dem Label &#8222;Digital Diary&#8220; seit 1999. <!--more--><\/p>\n<p>Die Schere im Kopf, die ich meine, hat nichts mit etwaigem kommerziellen Eingebundensein zu tun, sondern mit meinen &#8222;gef\u00fchlten Lesenden&#8220;, bzw. der Art, wie ich mich zu dieser &#8222;gef\u00fchlten Allgemeinheit&#8220; und speziell zur intendierten, aber undefinierten &#8222;Stammleserschaft&#8220; verhalte. Deutlicher: ich spreche nicht \u00fcber Euch, sondern \u00fcber mich.<\/p>\n<p>Weil das hier ein pers\u00f6nliches Blog ist, hab&#8216; ich ihm niemals eine &#8222;eigene Domain&#8220; geg\u00f6nnt. Es scheint mir gut aufgehoben unter www.claudia-klinger.de\/digidary\/.  Das war schon der erste Versto\u00df gegen das sich entwickelnde SEO-Wissen, viele andere sind gefolgt. Auf &#8222;unverbissen-vegetarisch&#8220; mache ich in diesem Sinne vieles besser, deshalb hat dieses Themen-Blog auch drei- bis viermal soviel t\u00e4gliche Zugriffe. Ganz ohne dass ich st\u00e4ndig was daf\u00fcr tue.<\/p>\n<p>Aber das nur am Rande. Das Digital Diary hatte seine Aufs und Abs &#8211; mal 700 Besucher\/innen pro Tag, mal 150. In diesem halben Wintermonat Januar sind es grade mal 168 Besuchende\/Tag.  \u00d6fter hab* ich bemerkt, wie leicht es ist, die t\u00e4glichen Besucher zu vervierfachen: ein paar Buzzwords im Titel, die grade auf aktuell durchs Dorf getriebene Medien-S\u00e4ue verweisen, reicht dazu locker aus. <\/p>\n<p>Aber was bringt mir das? Z.B. die Erfahrung, mit Themen zur Eurokrise die Klientel von &#8222;Schall und Rauch&#8220; und diversen &#8222;Krisenvorsorgern&#8220; hier begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. Bringt mir nichts &#8211; und IHNEN auch nicht, denn ich steige nicht auf ihre allzu schlichte und in der Regel wenig solidarische Herangehensweise an relevante Themen ein. <\/p>\n<p>Kurzum: \u00dcber die Jahre ist es mir ernst geblieben und geworden, dass diese Plattform namens &#8222;Digital Diary&#8220; f\u00fcr mich DAS Medium ist, mich selber auszudr\u00fccken. Ganz ohne Blick auf irgendwelche Benefits oder R\u00fccksichten. Wenn man nicht mehr &#8222;nach Quote schaut&#8220; ist man wirklich frei &#8211; und warum soll ich mir das auf meiner \u00e4ltesten Plattform nicht g\u00f6nnen? Hosting kostet schlie\u00dflich nicht die Welt.<\/p>\n<p>Dachte ich! Ist aber nur ein Teil der Wahrheit: Vielleicht hat der eine oder die andere Stammleserin (mit dem Gendern tu ich mich noch schwer, suche aber open minded nach dem Machbaren) bemerkt, dass ich mich seit einiger Zeit in einer Art &#8222;Blockade&#8220; befinde. Das gilt f\u00fcrs Leben wie f\u00fcrs Schreiben, aber f\u00fcr mich war es hilfreich, es auch mal als &#8222;Schreibblockade&#8220; zu beschreiben. <\/p>\n<p>Mit solchen kenne ich mich ja aus, hab&#8216; immerhin gut drei Jahre Schreibkurse gegeben und Menschen dazu verholfen, ihre jeweiligen Blockenden zu erkennen und zu durchbrechen. Deshalb kann ich gar nicht mehr umhin, zu bemerken, wenn ich selber &#8222;irgendwie blockiert&#8220; bin &#8211; und warum.<\/p>\n<p>Dass ich im Alltag so einen &#8222;Themenmangel&#8220; f\u00fcrs Digital Diary empfinde <em>(gef\u00fchlt gibt es ja kaum etwas, \u00fcber das ich noch nicht gebloggt habe&#8230;)<\/em>, liegt an der mangelnden Bereitschaft, mich als unfertig, schwach, fehlerbehaftet, unweise, verletzlich zu zeigen. Sehe ich von derlei Behinderungen ab, ergibt sich gleich ein mega-inspirierender Themenkatalog! Egal, wohin ich schaue&#8230;<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich bin ich mit dieser Art &#8222;Schreibblockade&#8220; nicht alleine. <\/p>\n<p>Wonach es mich NCIHT gel\u00fcstet, ist \u00fcbrigens die Ver\u00f6ffentlichung meiner pers\u00f6nlichen Beziehungen und Intimit\u00e4ten. Meine privaten Erfahrungen sind sowieso stets Fundus meinses Daseins als politischer Mensch. Die muss ich nicht im Detail ausbreiten, sondern freue mich mehr daran, diese Themen versuchsweise zu analysieren, zu abstrahieren und verallgemeinerbare L\u00f6sungen anzudenken. <\/p>\n<p>N\u00f6, darum geht es nicht (von mir erwartet auch niemand so einen Beziehungs-Journalismus) &#8211; sondern eher darum, mich als das Ganze zu zeigen, von dem ich gerne rede. Und eben nicht nur die bei meiner gef\u00fchlten Stammleserschaft &#8222;grade noch akzeptablen&#8220; Aspekte. <\/p>\n<p>Beispiel: ich schaue derzeit durchaus ohne schlechtes Gewissen &#8222;Dschungelcamp&#8220; &#8211; wenn ich denn abends zur entsprechenden Zeit vor dem TV lande und keine spannendere Alternative lockt. Obwohl ich doch auch  einst mit Dschungelcamp-Bashing <em>(Verletzung der Menschenw\u00fcrde! Sollte verboten werden! \u00dcbles Privatfernsehen!)<\/em> anfing&#8230; <\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Dazu demn\u00e4chst wom\u00f6glich mehr. :-) <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wird jetzt kein Beitrag zum Thema Journalismus: es geht ums pers\u00f6nliche Bloggen. Um solche wie mich, die &#8211; weil sie gar nicht anders wollen k\u00f6nnen &#8211; an der Einheit von Leben &#038; Arbeiten als Ideal und zu f\u00f6rderndem Zustand festhalten. Die kommerziellen Elemente in diesem Blog sind marginal und haben noch nie jemanden gest\u00f6rt. 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