{"id":909,"date":"2012-09-13T08:42:49","date_gmt":"2012-09-13T07:42:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=909"},"modified":"2012-09-14T11:33:52","modified_gmt":"2012-09-14T10:33:52","slug":"kleider-machen-leute-609060","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2012\/09\/13\/kleider-machen-leute-609060\/","title":{"rendered":"Kleider machen Leute? #609060"},"content":{"rendered":"<p>Antje Schrupp hat heute etwas <a href=\"http:\/\/antjeschrupp.com\/2012\/09\/10\/morgens-vorm-spiegel\/\">zum kursierenden Mem #609060 geschrieben<\/a>, das mich zum kommentieren reizte. Und weil es ein sehr pers\u00f6nliches Thema ist, nehme ich den Schreibimpuls gerne auch hier auf.<\/p>\n<p>Seit einiger Zeit zeigen Frauen (und auch M\u00e4nner) auf Instagramm Fotos von sich: morgens vor dem Spiegel, bevor sie aus dem Haus gehen. <a href=\"http:\/\/www.journelle.de\/1968\/ein-mem-ist-ein-mem-ist-ein-mem-609060\/\">Journelle startete die Aktion<\/a> unter dem Hashtag #609060, was zun\u00e4chst ein Vertipper war und eigentlich #906090 h\u00e4tte hei\u00dfen sollen. Titel der Fotos: &#8222;Normale Menschen in Oberbekleidung&#8220; &#8211; es soll das g\u00e4ngige Sch\u00f6nheitsideal ironisiert und ad absurdum gef\u00fchrt werden. Sch\u00f6ne Aktion!<!--more--><\/p>\n<p>Aus der \u201cnormalen\u201d Weiblichkeit scheine ich insofern heraus zu fallen, als ich nicht einmal einen Spiegel besitze, der mich ganz zeigt. Den brauche ich auch nicht, weil ich immer dasselbe, n\u00e4mlich eine dunkle Jeans anhabe. Selten auch mal eine blaue, aber diese Differenz lohnt den Spiegel nicht.<\/p>\n<p>In den 70gern kursierte der Spruch: <strong>\u201cGeh nirgends hin, wof\u00fcr du andere Kleider brauchst!\u201d<\/strong> Mit dieser radikalen Verweigerung wollte man gegen die Uniformit\u00e4t der Gesch\u00e4ftswelt angehen und \u2013 als Frau \u2013 gegen den Zwang, sich extra aufzuh\u00fcbschen und in unbequeme Klamotten zu werfen.<\/p>\n<p>Ich konnte gar nie anders als mich dem entsprechend zu verhalten. Wo man mich in Jeans und Sweatshirt\/T-Shirt nicht brauchen konnte, da wollte ich gar nicht hin. Es w\u00e4r mir viel zu anstrengend gewesen (Verkleidung!) und so hab ich mich immer \u00fcber Frauen gewundert, die morgens gef\u00fchlte Stunden ben\u00f6tigten, um sich \u201cschick f\u00fcr die Welt\u201d zu stylen.<\/p>\n<p>Erst Mitte vierzig war ich dann souver\u00e4n genug, um mich zumindest f\u00fcr erotische Anl\u00e4sse \u201cspielerisch\u201d in Richtung \u201cweiblich sch\u00f6n\u201d zu kleiden \u2013 gelegentlich und nur privat.<\/p>\n<p>Alles in allem hat es mir nicht geschadet, das Thema Mode weitgehend zu ignorieren. Weder beruflich noch bzgl. Liebe, Erotik, Beziehung. Perspektivisch h\u00e4tte ich allerdings nichts dagegen, in Zukunft mal mehr zu experimentieren. Eine &#8222;verr\u00fcckte Alte&#8220; werden&#8230; :-)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antje Schrupp hat heute etwas zum kursierenden Mem #609060 geschrieben, das mich zum kommentieren reizte. Und weil es ein sehr pers\u00f6nliches Thema ist, nehme ich den Schreibimpuls gerne auch hier auf. Seit einiger Zeit zeigen Frauen (und auch M\u00e4nner) auf Instagramm Fotos von sich: morgens vor dem Spiegel, bevor sie aus dem Haus gehen. Journelle [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}