{"id":870,"date":"2012-06-13T12:42:53","date_gmt":"2012-06-13T11:42:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=870"},"modified":"2012-06-13T14:25:03","modified_gmt":"2012-06-13T13:25:03","slug":"angelesen-domian-uber-den-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2012\/06\/13\/angelesen-domian-uber-den-tod\/","title":{"rendered":"Angelesen: Domian \u00fcber den Tod"},"content":{"rendered":"<p>Noch hab&#8216; ich nicht viel gelesen in Domians Buch <strong>&#8222;Interview mit dem Tod&#8220;<\/strong>. Ich hab&#8216; es mir gekauft, weil ich wissen will, was einer, der so lange und h\u00e4ufig mit den schlimmsten menschlichen Katastrophen, \u00c4ngsten und Leiden in Kontakt kommt, zum Tod zu sagen hat. <\/p>\n<div style=\"float:right\"><iframe src=\"http:\/\/rcm-de.amazon.de\/e\/cm?t=digitaldiary-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3579065742&#038;nou=1&#038;ref=qf_sp_asin_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr\" style=\"width:120px;height:240px;\" scrolling=\"no\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/div>\n<p>Schon auf den ersten Seiten hat mich Domians R\u00fcckschau in die eigene Kindheit angesprochen. Er schreibt: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Schon als 13-j\u00e4hriger Hauptsch\u00fcler, bildungsfern und ohne jeglichen intellektuellen Hintergrund, hatte ich den Tod in meinem Kopf. Warum m\u00fcssen Menschen sterben? Was passiert danach? Wann sterben meine Eltern? Wie sterbe ich?&#8230;&#8230; Versuchte ich mit meinen Schulfreunden \u00fcber derartige Fragen zu sprechen, so war die Diskussion schnell zu Ende. Sie interessierten sich nicht f\u00fcr meine Gr\u00fcbeleien und hielten mich bestimmt f\u00fcr einen Spinner&#8220;. <\/p><\/blockquote>\n<p>Gibt es Menschen, die eine Art &#8222;Gr\u00fcbel-Gen&#8220; tragen, dass den Anderen fehlt? \u00dcber den Tod hab&#8216; ich in jungen Jahren nicht viel nachgedacht, wohl aber \u00fcber den Sinn, den Sinn des Lebens angesichts des Universums in seiner Gr\u00f6\u00dfe und Ignoranz gegen\u00fcber uns St\u00e4ubchen auf dem Sandkorn Erde. <!--more--><\/p>\n<p>Heute frage ich nicht mehr nach dem Sinn, der f\u00fcr mich jetzt im Leben und Erleben selbst liegt. Aber fast t\u00e4glich passiert es mir, dass sich inmitten banaler Alltagssituationen ein Staunen, manchmal auch Gruseln einstellt. Da guckt man Fu\u00dfball, \u00e4rgert sich in der Supermarkt-Schlange, sorgt sich um Kind, Haus, Karriere, freut sich an neuen Smart-Handys, die wieder mehr k\u00f6nnen &#8211; und um uns her ist da doch dieses schier unendliche Universum, dass diese Dinge geradezu l\u00e4cherlich erscheinen l\u00e4sst. Jederzeit kann uns ein Meteor treffen, der Yellowstone-Mega-Vulkan kann hochgehen, das Klima kann pl\u00f6tzlich kippen &#8211; wir leben inmitten m\u00f6glicher Weltuntergangsszenarien und tun doch erfolgreich so, als sei alles stabil, sicher, garantiert. Man l\u00e4sst sich gerne unterhalten und &#8222;schl\u00e4gt die Zeit tot&#8220; als h\u00e4tte man die pers\u00f6nliche Unendlichkeit gepachtet.<\/p>\n<p>Wenn mich diese Gedanken \u00fcberkommen, wunder&#8216; ich mich und erlebe meine Mitmenschen f\u00fcr Augenblicke als blinde Zombies. Dann rufe mich schnell zur Ordnung, zur Normalit\u00e4t, zum K\u00fcmmern um die Erfordernisse des Alltags.  Bis zum n\u00e4chsten solchen &#8222;irren&#8220; Moment.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch hab&#8216; ich nicht viel gelesen in Domians Buch &#8222;Interview mit dem Tod&#8220;. Ich hab&#8216; es mir gekauft, weil ich wissen will, was einer, der so lange und h\u00e4ufig mit den schlimmsten menschlichen Katastrophen, \u00c4ngsten und Leiden in Kontakt kommt, zum Tod zu sagen hat. 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