{"id":809,"date":"2012-02-22T14:29:38","date_gmt":"2012-02-22T13:29:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=809"},"modified":"2012-02-22T17:01:32","modified_gmt":"2012-02-22T16:01:32","slug":"meine-reise-ins-vegetarisch-vegane-universum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2012\/02\/22\/meine-reise-ins-vegetarisch-vegane-universum\/","title":{"rendered":"Meine Reise ins vegetarisch-vegane Universum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein pers\u00f6nlicher Bericht \u00fcber meine Ern\u00e4hrungsumstellung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Lust auf Fleisch. <\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;\u2026flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!&#8220;<\/em> &#8211; so hatte ich im Oktober 2010 mein funkelnagelneues Blog <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/\">&#8222;Unverbissen-vegetarisch&#8220;<\/a> untertitelt. Das Buch <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Tiere-essen-Jonathan-Safran-Foer\/dp\/3596188792\/?_encoding=UTF8&#038;site-redirect=de&#038;tag=digitaldiary-21&#038;linkCode=ur2&#038;qid=1329905971&#038;camp=1638&#038;sr=8-1&#038;creative=6742\">Tiere essen<\/a><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=digitaldiary-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> von Jonathan Safran Foer hatte mir den letzten Kick gegeben, nun mal N\u00e4gel mit K\u00f6pfen zu machen und mich vom Fleischverzehr zu verabschieden.  Und zwar ganz ohne militantes Sektierertum,  ohne lustfeindliche Selbstkasteiung und nerviges Missionieren jener, die im Jargon der Szene &#8222;Omnivoren&#8220; hei\u00dfen. Eben UNVERBISSEN! <!--more--><\/p>\n<p>Dass es nicht nur eine private Ern\u00e4hrungsumstellung, sondern gleich ein neues Blog wurde, sollte der Sache Nachhaltigkeit verleihen. Damit ich nicht nach ein paar Monaten wieder im Normalesser-Alltag versacke, wenn die Anfangsbegeisterung, der Reiz des Neuen sich verbraucht hat, genau wie die Emp\u00f6rung \u00fcber die widerlichen Zust\u00e4nde in der Massentierhaltung sich ja abschleift. Schlie\u00dflich gibts so viele \u00dcbel in der Welt, dass es &#8211; mir zumindest &#8211; schwer f\u00e4llt, an einem Thema dran zu bleiben. <\/p>\n<p>Ein Veggie-Blog erreicht allerdings haupts\u00e4chlich Menschen, die bereits vegetarisch oder vegan leben, bzw. damit lieb\u00e4ugeln. Meine Diary-Leser wollte ich mit st\u00e4ndigen Beitr\u00e4gen rund ums vegetarische Leben &#038; Kochen doch lieber verschonen. Jetzt aber &#8211; nach ca. 18 Monaten mit &#8222;anderem Essen&#8220; &#8211; ist mal ein pers\u00f6nlicher Bericht f\u00e4llig: ich hab&#8216; da n\u00e4mlich Dinge entdeckt, die auch f\u00fcr kritische Fleischesser interessant sind, die noch keinen Bock haben, auf ihr Steak zu verzichten. <\/p>\n<h2>Vom Omnivoren zum &#8222;unverbissenen&#8220; Vegetarier<\/h2>\n<p>Ich war auch fr\u00fcher schon kein morgens-Wurst-mittags-D\u00f6ner-abends Schnitzel-Verzehrer, also fiel es mir nicht schwer, die gelegentlichen &#8222;Fleischlappen&#8220; einfach mal wegzulassen. Und doch taten sich in meiner gewohnten Kost schmerzliche L\u00fccken auf: keine Leberwurst mehr aufs Brot, keine Schinkenw\u00fcrfel in der Gem\u00fcsepfanne, kein W\u00fcrstchen im Linseneintopf, keine Bolognese mehr, die \u00fcber Tage immer besser wird und deren Rest auch als schneller Brotaufstrich mundet. <\/p>\n<p>Tja, was macht man da als Vegetarier? Ganz einfach: K\u00e4se wurde mein Fleisch, der K\u00fchlschrank bot jetzt immer gleich mehrere Sorten, gerne nutzte ich auch &#8222;Bratk\u00e4se&#8220;, so als deftigen Hauptdarsteller eines Abendessens. Mit K\u00e4se im Ofen \u00fcberbackene Brote wurden mein &#8222;fauler&#8220; Standardimbiss, es gab K\u00e4se-So\u00dfen zu Nudeln, Gem\u00fcse IN K\u00e4seso\u00dfe, K\u00e4se-\u00fcberbackene Aufl\u00e4ufe &#8211; man schlage nur ein x-beliebiges vegetarisches Kochbuch auf: alles K\u00e4se! Und nat\u00fcrlich Kr\u00e4uterquark, Joghurt, Sahne, Milch, Eier &#8211; Vegetarier essen nichts vom toten Tier, wohl aber vom Lebenden. <\/p>\n<p>Lange dauerte es nicht, bis ich diese Entwicklung als kontraproduktiv empfand. Schlie\u00dflich war ich nicht aus Gesundheitsgr\u00fcnden vom Fleisch abgefallen, sondern weil ich keinen Anteil mehr daran haben wollte, wie hierzulange Tiere &#8222;vernutzt&#8220; werden. Das aber geschieht <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/12\/das-klagen-der-kuehe\/\">auch mit den Milchk\u00fchen<\/a> und Lege-H\u00fchnern: K\u00fche, die 25 Jahre alt werden k\u00f6nnten, werden nach 3 Jahren geschlachtet. Ihre K\u00e4lber werden ihnen genommen (und alsbald geschlachtet), ihre Haltungsbedingungen sind, vorsichtig gesagt, auch nicht gerade &#8222;gl\u00fccklich&#8220;. Und Jahr f\u00fcr Jahr werden <a href=\"http:\/\/www.eco-world.de\/scripts\/basics\/econews\/basics.prg?a_no=11221\">45 Millionen m\u00e4nnliche K\u00fcken geschreddert<\/a> oder vergast, weil es sich nicht lohnen w\u00fcrde, aufs Legen optimierte Rassen zum Fleischh\u00e4hnchen heran zu ziehen. <\/p>\n<p>Was also? Was bliebe denn \u00fcbrig, wenn ich auch noch die Milchprodukte von meinem Speisezettel streichen w\u00fcrde? W\u00e4re ich denn bereit, nurmehr von K\u00f6rnern und Gem\u00fcse zu leben? (Neiiiiinnnn!!!) Allein schon der t\u00e4gliche Milchkaffee bedeutete ja den Verbrauch von bis zu 30 Litern Milch im Monat. Und ein Leben OHNE K\u00e4se &#8211; ernsthaft? <\/p>\n<h2>Unverbissen vegan: die Entdeckung einer neuen Welt<\/h2>\n<p>Wie viele hatte ich eine Vorstellung von &#8222;veganer Ern\u00e4hrung&#8220;, die auf den ersten Blick &#8222;noch mehr Verzicht&#8220; mit sich bringt.  Im Artikel <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/10\/warum-nicht-gleich-vegan\/\">&#8222;Warum nicht gleich vegan?&#8220;<\/a> setzte ich mich mit diesen  abschreckenden (und wie ich sp\u00e4ter merkte, ziemlich falschen) Vorstellungen auseinander und befand mich f\u00fcr zu alt f\u00fcr derlei drastische Ver\u00e4nderungen. Schlie\u00dflich tr\u00e4gt mich kein jugendlich-moralischer Furor mehr und ich kann es ganz gut verkraften, nicht an jeder Front hundertprozentig &#8222;bei den Guten&#8220; zu sein. Aber mal dies und das ausprobieren, der Sache eine Chance geben, so ganz &#8222;unverbissen&#8220; &#8211; das sollte schon sein!<\/p>\n<p>Ich begann mit der Milch im Milchkaffe und <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/11\/mein-umstieg-auf-sojamilch-und-die-sache-mit-dem-kalzium\/\">probierte Sojamilch aus<\/a> (die nicht so hei\u00dfen darf, sondern &#8222;Drink&#8220;). Zu meiner Verwunderung gab es ein breites Sortiment der Geschmacksrichtung &#8222;natur&#8220;, die aber bei weitem nicht alle gleich schmeckten. Es reicht von &#8222;bohnig herb&#8220; (99 Cent) bis fast wie Vanille-So\u00dfe (2,30 Euro). Ich ersetzte nicht gleich ALLE Milch, sondern gab erstmal 50% Sojadrink dazu, gestattete mir R\u00fcckf\u00e4lle ins bequeme Billig-H-Milch-kaufen (54 Cent), aber im Lauf der 15 Monate bin ich mittlerweile doch bei fast nur noch Sojadrinks gelandet. OHNE Verzichtsgef\u00fchl, denn das Schleimige der Normalmilch kann man sich recht GUT abgew\u00f6hnen! <em>(Auch mein Yogalehrer hatte deshalb immer von Milch abgeraten, aus einer ganz anderen Tradition). <\/em> Wer Soja ablehnt, kann auch Hafer- oder Reismilch nehmen &#8211; alles Produkte, von denen ich fr\u00fcher keinen Schimmer hatte!<\/p>\n<p>Weiter gings mit <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/10\/statt-speck-und-kassler-linsen-und-spaetzle-mit-raeuchertofu\/\">R\u00e4uchertofu<\/a>, den ich als sehr befriedigenden Ersatz f\u00fcr Speck und Schinkenw\u00fcrfel sch\u00e4tzen lernte. Was f\u00fcr ein Unterschied zur geschmacklosen Natur-Variante, vor der es viele Normalesser zu Recht graust! Zwar wusste ich, dass man auch daran mittels Marinieren viel \u00e4ndern kann, aber mein Vorurteil lie\u00df mich Naturtofu erstmal \u00fcberspringen. Ich lernte etwa VIEL BESSERES kennen, das auf meiner Reise in Richtung einer Tierprodukt-freieren Ern\u00e4hrung den gro\u00dfen Sprung nach vorne bedeutete: Weizeneiweis, bzw. SEITAN. <\/p>\n<h2>Fleisch-Alternativen, die auch den K\u00e4se-Hunger vergessen lassen<\/h2>\n<p>Seitan ist eine (einfache!) Zubereitung aus Weizengluten, das traditionell im B\u00e4ckereihandwerk Verwendung findet. Man kann es aus Mehl &#8222;auswaschen&#8220;, aber auch fertig kaufen. Ich bestellte mir ein Probekilo und begann, <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/12\/seitan-aus-weizengluten-selber-machen-schritt-fuer-schritt\/\">Seitan selbst herzustellen<\/a>. Wow, vom Erfolg war ich gleich hin und weg! Ich lernte, dass <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/12\/und-aus-mehl-werden-steaks\/\">aus Weizen &#8222;Steaks&#8220; werden k\u00f6nnen<\/a> und dass meine konkurrenzlos g\u00fcnstige Selbermach-Variante mir <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2011\/02\/seitan-vergleich-selbst-gemacht-und-gekauft\/\">besser schmeckt als das (deutlich teurere) Fertigprodukt<\/a>. Es war, als h\u00e4tte ich das Rezept entdeckt, Stroh zu Gold zu spinnen! Endlich hatte ich etwas gefunden, das mir Fleisch ersetzte: in der Bolognese, als Gulasch, als Burger, als Alltags-Fleischlappen, der zwar nicht mit Steakhaus-Steaks konkurrieren kann, jedoch das, was ich fr\u00fcher als &#8222;Schnitzel mit Pilzen&#8220; gemocht hatte, g\u00fcltig ersetzt.<\/p>\n<p>Mit dieser Entdeckung sank auf einmal mein K\u00e4se-Verbrauch in den Keller. Schlie\u00dflich hatte ich damit im Grunde Fleisch ersetzt &#8211; und daf\u00fcr wusste ich jetzt etwas besseres, viel n\u00e4her dran am Original! <\/p>\n<h2>Von Moral und Geschmack<\/h2>\n<p>Meiner Begeisterung lie\u00df ich im neuen Blog freien Lauf, womit ich dann auch gleich auf f\u00fcr mich einigerma\u00dfen ver-r\u00fcckte Vorbehalte bei manchen Lesern stie\u00df: Offenbar galt es einigen als &#8222;S\u00fcnde&#8220;, anderen als komplett \u00fcberfl\u00fcssig, traditionelle Fleischgerichte nachempfinden zu wollen. Ich schrieb also <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/12\/fleischersatz-ueber-moral-und-geschmack\/\">\u00fcber Moral und Geschmack<\/a> und lie\u00df mich von dieser seltsamen Sicht der Dinge nicht beirren. Es ist nicht mein Interesse, ein gutes Gulasch nurmehr als &#8222;Leichenteil-Suppe&#8220; mit Ekel zu betrachten &#8211; muss ich auch nicht, wenn ich eine Pflanzeneiwei\u00df-Variante hinkriege, die sogar Fleischesser \u00fcberzeugt. <\/p>\n<p>Ein 5-Kilo-Sack Weizengluten (13, 50 Euro) ist seitdem Bestandteil meiner Vorr\u00e4te und entspricht, zubereitet mit W\u00fcrzbr\u00fche, der drei bis vierfachen Menge an Fleisch &#8211; ein Preis-Leistungesverh\u00e4ltnis, das nicht mal Gammelfleisch toppen kann.<\/p>\n<p>Da der Mensch nicht vom Fleischersatz alleine lebt, erschloss ich mir nebenbei auch noch manch andere Neuerungen des Speisezettels, ich entwickelte <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2011\/01\/mein-erster-vegetarischer-brotaufstrich\/\">pflanzlichen Brotaufstrich<\/a>, lernte beim Kochen und Backen <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2011\/01\/pflanzliche-alternativen-fuer-ei\/\">Eier zu ersetzen<\/a> und fand auch Gefallen an manchem <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/11\/veganes-alltags-rezept-5-minuten-polenta\/\">K\u00f6rnergericht<\/a>, das zigmal besser schmeckt als traditionelle &#8222;S\u00e4ttigungsbeilagen&#8220;. <\/p>\n<h2>Noch n\u00e4her dran: Sojafleisch<\/h2>\n<p>Ich dachte, das w\u00e4re es nun im Prinzip gewesen mit der Umstellung auf &#8222;mehr pflanzliche Ern\u00e4hrung&#8220;. Doch eine weitere Entdeckung belehrte mich eines Besseren: All meinen Zubereitungen aus Seitan fehlte es zwar nicht am Geschmack, wohl aber am richtigen Kaugef\u00fchl. Weizengluten hat keine Faserstruktur, allenfalls kommt eine &#8222;Fleischk\u00e4se-Anmutung&#8220; zustande. Ich dachte, damit m\u00fcsste ich mich abfinden. Aber nein, auch hier verbl\u00fcffte mich die Reichhaltigkeit des veganen Universums: Texturiertes Sojafleisch, dass ich anf\u00e4nglich aufgrund einer falschen Zubereitung <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2010\/12\/sojafleisch-sojasteaks-sojamedaillons-faserige-genuesse\/\">als &#8222;zu faserig\/strohig&#8220; verworfen<\/a> hatte, erwies sich in einem zweiten Versuch als dem Seitan um Welten \u00fcberlegen!<\/p>\n<p>Das Video <a href=\"http:\/\/youtu.be\/DwEF9hDeboo\">&#8222;Sensationelle Schnitzel selbst gemacht&#8220;<\/a> brachte mich auf die Spur. Ich <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/2012\/02\/vegetarisch-vegane-wiener-schnitzel-aus-sojafleisch\/\">kochte das einfache Rezept nach<\/a> und veranstaltete mit meinem Liebsten sogleich ein Test-Essen: wir waren v\u00f6llig perplex, wie sehr nun auch die Faserstruktur stimmte. Jemand, der nicht wei\u00df, dass es Sojaschnitzel sind, w\u00fcrde es nicht erkennen (allenfalls w\u00fcrden \u00e4ltere Menschen es toll finden, dass es sich leichter kaut!) Und man kann deutlich MEHR davon essen, was wir auch begeistert taten. Nat\u00fcrlich probierte ich dann gleich auch Bolognese, Gulasch und Schnitzel ohne Pannade &#8211; alles mit gro\u00dfem Erfolg. DAS ist nun wirklich die Alternative der Wahl, mit der alles geht, was ich in der Welt traditioneller Fleischgerichte gesch\u00e4tzt hatte. Mit Ausnahme des halb blutigen Steaks vom &#8222;hochwertigen&#8220; frei laufenden Rind, klar! <\/p>\n<h2>Vom Ende des Elends: Wir k\u00f6nnten, wenn wir wollten!<\/h2>\n<p>Wenn aber NUR DAS bleibt als pflanzlich nicht zu ersetzender Fleisch-Genuss &#8211; ja um Himmels Willen, wozu braucht es da den ganzen widerlichen und uns\u00e4glich grausamen Umtrieb der Massentierhaltung? Mein Appetit auf so ein Steak war auch zu meinen Normalesser-Zeiten eher selten. Diese Art &#8222;natur-naher&#8220; Fleisch-Genuss macht bei den meisten &#8222;Omnivoren&#8220; ja nur einen winzigen Teil aus. Und der k\u00f6nnte durchaus bleiben und von Bio-Bauern befriedigt werden, die ihre Tiere so gut wie m\u00f6glich behandeln. Das mit dem Massenfleisch- und Milchproduktkonsum verbundene Elend f\u00fcr Tier, Mensch (Gesundheit!) und Umwelt (!) ist ENTBEHRLICH &#8211; und das ganz ohne Askese und Verzichtsgef\u00fchle. <\/p>\n<p>Vom K\u00e4se ist mir \u00fcbrigend der Parmesan geblieben, da hat mich die &#8222;vegane Variante&#8220; noch nicht \u00fcberzeugt. Auch Kr\u00e4uterquark aus Sojaghurt mundet mir nicht, so dass ich auch weiterhin ganz &#8222;unverbissen&#8220; gelegentlich ein Milchprodukt verwende. Allerdings viel viel weniger als zu Zeiten, da ich noch keine stimmigen Fleisch-Alternativen kannte. Sahne und Creme-Fraiche-\u00e4hnliches hab&#8216; ich verlustfrei ersetzen k\u00f6nnen &#8211; man muss halt in der Anfangszeit ein wenig forschen, was ja dank des Internets ganz einfach ist. <\/p>\n<h2>Ab jetzt gehts um die Wurst<\/h2>\n<p>Im Moment befasse ich mich mit der Frage, was aus dem noch unverbrauchten 5-Kilo-Sack mit Gluten werden soll, das ich f\u00fcr klassische Fleisch-Gerichte ja nun nicht mehr brauche. Ich sage nur: WURST!  F\u00fcr W\u00fcrstchen und Aufschnitt ist die &#8222;fleischk\u00e4seartige&#8220; Substanz genial &#8211; auf die anstehenden Koch-Experimente bin ich schon sehr gespannt, das vegane Universum bietet daf\u00fcr vielerlei spannende Rezepte. <\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr meine weiteren Forschungen interessiert, kann ja gelegentlich mal auf <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\">&#8222;Unverbissen vegetarisch&#8220;<\/a> schauen. Und wer von meinen Stammlesern bzw. Kommentierer\/innen mal nach Berlin kommt: Wenn Ihr Euch rechtzeitig anmeldet, ist durchaus mal ein &#8222;Demo-Essen&#8220; drin! Nur selbst erlebte Fakten sind ja wirklich \u00fcberzeugend. :-)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein pers\u00f6nlicher Bericht \u00fcber meine Ern\u00e4hrungsumstellung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Lust auf Fleisch. &#8222;\u2026flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!&#8220; &#8211; so hatte ich im Oktober 2010 mein funkelnagelneues Blog &#8222;Unverbissen-vegetarisch&#8220; untertitelt. 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