{"id":785,"date":"2012-01-06T11:56:47","date_gmt":"2012-01-06T10:56:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=785"},"modified":"2022-12-29T19:21:46","modified_gmt":"2022-12-29T18:21:46","slug":"kampf-der-plastiktuete-tipps-fuer-alternativen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2012\/01\/06\/kampf-der-plastiktuete-tipps-fuer-alternativen\/","title":{"rendered":"Kampf der Plastikt\u00fcte &#8211; Tipps f\u00fcr Alternativen"},"content":{"rendered":"<p>Allein im Mittelmeer treiben rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,763465,00.html\">schrieb der SPIEGEL<\/a> im Mai 2011. Jeder EU-B\u00fcrger &#8222;verbraucht&#8220; im Schnitt 500 St\u00fcck pro Jahr, die der Welt bis zu 1000 Jahren erhalten bleiben.  100 Milliarden Plastikt\u00fcten j\u00e4hrlich sind es in den USA, deren Herstellung wiederum 12 Million Barrel \u00d6l  verbraucht &#8211; und das in Zeiten von <a href=\"http:\/\/www.peak-oil.com\/\">&#8222;Peak Oil&#8220;<\/a>. Meeresschildkr\u00f6ten und andere Meereslebewesen verwechseln die T\u00fcten bzw. deren Restpartikel mit Nahrung und sterben daran. Werden die Plastikt\u00fcten verbrannt,  setzen sie giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole frei. <\/p>\n<p>Die Aufz\u00e4hlung der Umweltsch\u00e4den durch Plastikt\u00fcten lie\u00dfe sich fortsetzen, doch hier soll es um Alternativen gehen, die im Alltag wirklich machbar sind. Zum Beispiel sagt sich leicht: Nimm doch einen Einkaufskorb! Aber wer will schon dauernd einen Korb mitschleppen? Viele Eink\u00e4ufe geschehen spontan, auf dem Nachhauseweg von irgendwo &#8211; und zack, hat man wieder zwei T\u00fcten im Gep\u00e4ck! <!--more--><\/p>\n<h2>Alternativen zum M\u00fcllbeutel<\/h2>\n<p>Neben der Nutzung als Transportmittel f\u00fcr Eink\u00e4ufe nutzte ich viele Jahr die anfallenden T\u00fcten als M\u00fcllt\u00fcten. Zeitweise hab&#8216; ich es mit einem traditionellen M\u00fclleimer versucht, doch br\u00e4uchte ich davon mehrere (f\u00fcr Restm\u00fcll und &#8222;Leichtverpackungen&#8220;), die nicht in meine K\u00fcche passen. Zudem versiffen die Eimer schnell und ich m\u00fcsste dauernd M\u00fclleimer putzen &#8211; und dazu bin ich zu bequem, bzw. mag mich mit den stinkenden Beh\u00e4ltnissen nicht befassen. <\/p>\n<p>Was also? Wo die Gefahr ist, w\u00e4chst das Rettende auch: durch die zunehmenden Eink\u00e4ufe per Internet fallen immer mehr kleine, mittlere und gro\u00dfe Kartons an, die bei uns regelm\u00e4\u00dfig die Papiertonne \u00fcberfordern. Zeitweise hab&#8216; ich die im Keller gesammelt, einige auch in der Wohnung gestapelt &#8211; f\u00fcr den Fall, dass ich selber mal was versenden m\u00f6chte. Das aber kommt nur selten vor, also bin ich jetzt darauf gekommen, kleine und mittlere Kartons f\u00fcr den Restm\u00fcll zu verwenden. Zuunterst kommt eine Schicht Wochenbl\u00e4tter (kostenlos, aus dem Briefkasten) rein, damit der Karton nicht gleich durchfeuchtet. Das klappt sehr gut, sofern man keine zu gro\u00dfen Kartons nimmt. Sollten mir die Pappen ausgehen, kann ich mich locker im meist \u00fcberquellenden Papp-M\u00fclleimer bedienen. Meine Mitmieter sind da diszipliniert, die Tonne ist nicht mit anderem M\u00fcll verdreckt, es gibt jederzeit saubere Kartons, denn nicht jeder zerreisst die Kartons auch gleich. <\/p>\n<p>Papierbeutel sind eine weitere Alternative. Die gibts im Bioladen und manchen Superm\u00e4rkten, zudem kann man sie sich in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen bestellen, auch in einer Variante f\u00fcr Bio-M\u00fcll. F\u00fcr Rest- und Bio-M\u00fcll nehme ich auch bei den S\u00e4cken eher kleine Gr\u00f6\u00dfen, da ist die Gefahr geringer, dass etwas durchweicht. Da ich jeden Tag mal das Haus verlasse, muss ich M\u00fcll ja nicht ewig ansammeln. <\/p>\n<h2>Alternativen zur Plastikt\u00fcte beim Einkauf<\/h2>\n<p>Statt einer &#8222;damenhaften&#8220; Handtasche trage ich einen Rucksack mit mir &#8218;rum. Und zwar immer, egal, wo ich hingehe. Damit stehe ich nicht alleine, der Rucksack ist l\u00e4nger schon \u00fcblich, es gibt ihn in vielen, durchaus auch attraktiven Formen und Farben. Steckt man noch einen Stoffbeutel in die Seitentasche, sind auch umfangreichere Spontan-Eink\u00e4ufe kein Problem. <\/p>\n<h2>Leider nur in Biol\u00e4den: Lebensmittel-T\u00fcten aus Papier<\/h2>\n<p>Fast \u00fcberall  in den Gem\u00fcse-Abteilungen der Superm\u00e4rkte und kleinen L\u00e4den finden sich die d\u00fcnnen Plastikt\u00fctchen f\u00fcr die Verpackung loser Fr\u00fcchte oder Br\u00f6tchen. Leider sind sie noch ziemlich alternativlos, nur Biol\u00e4den stellen hierf\u00fcr Papiert\u00fcten zur Verf\u00fcgung. Auch f\u00fcr frisch aufgebackene Br\u00f6tchen sind die T\u00fcten im Einsatz, es gibt aber einige Superm\u00e4rkte, die Papiert\u00fcten mit &#8222;Plastikfenster&#8220; aush\u00e4ngen &#8211; immerhin ein kleineres \u00dcbel. Hier wird sich vermutlich erst etwas \u00e4ndern, wenn der Gesetzgeber auch hierzulande die Verwendung von Plastikt\u00fcten beschr\u00e4nkt oder teuer macht. Und das ist seit letztem Jahr <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/oel\/nachrichten\/artikel\/eu_erwaegt_plastiktueten_verbot\/\">auf Betreiben der EU<\/a> ja im Gange. <\/p>\n<p>Da wir alle unterschiedlich viel M\u00fcll produzieren und auch die Einkaufsgewohnheiten nicht gleich sind, wird auch das &#8222;Plastikt\u00fcten vermeiden&#8220; bei jedem etwas anders aussehen. Mit diesem Beitrag will ich dazu anregen, mal wieder dr\u00fcber nachzudenken, ob nicht doch mehr geht als bisher. :-)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allein im Mittelmeer treiben rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen, schrieb der SPIEGEL im Mai 2011. Jeder EU-B\u00fcrger &#8222;verbraucht&#8220; im Schnitt 500 St\u00fcck pro Jahr, die der Welt bis zu 1000 Jahren erhalten bleiben. 100 Milliarden Plastikt\u00fcten j\u00e4hrlich sind es in den USA, deren Herstellung wiederum 12 Million Barrel \u00d6l verbraucht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[634],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/785"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=785"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/785\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}