{"id":718,"date":"2011-07-19T12:51:26","date_gmt":"2011-07-19T10:51:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=718"},"modified":"2011-08-23T21:55:01","modified_gmt":"2011-08-23T19:55:01","slug":"mir-birst-der-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2011\/07\/19\/mir-birst-der-kopf\/","title":{"rendered":"Mir birst der Kopf&#8230;."},"content":{"rendered":"<p>&#8230;vor lauter Input! Na klar, ich bin selber schuld, wenn ich mich von Posting zu Posting, Artikel zu Artikel, Statusmeldung zu Statusmeldung klicke, dazwischen mal diverse Mail-Accounts checke und dann noch einen Blick riskiere, was in meinen sieben Blogs so kommentiert wurde.  Bei Facebook war ich zwar schon seit zwei Wochen kaum mehr, schaue auch nur noch selten nach, was so getwittert wird, doch verschlingt statt dessen <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/+\">Google+<\/a> soviel Zeit, wie ich zuvor auf FB und Twitter zusammen noch nie verbracht habe.  <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/teilen3.jpg\" alt=\"\" title=\"Social Media Overflow...\" width=\"470\" height=\"144\" class=\"aligncenter size-full wp-image-720\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/teilen3.jpg 470w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/teilen3-300x91.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/p>\n<p>Den RSS-Reader und die Google-News mag ich deshalb aber auch nicht ignorieren, ebenso wenig wie <a href=\"http:\/\/rivva.de\/\">Rivva<\/a>, die &#8222;Meme-Schleuder&#8220; der Blogosph\u00e4re. Von all diesen Quellen aus lese ich nat\u00fcrlich so manchen Beitrag im einen oder anderen Blog, verfolge Kommentargespr\u00e4che und klicke zu weiteren, hier verlinkten Seiten. Einmal am Tag guck ich auch noch gerne TAGESSCHAU, zur Not aus der Mediathek. Damit ich auch wei\u00df, was das \u00d6R-TV f\u00fcr &#8222;wichtig f\u00fcr die Massen&#8220; h\u00e4lt &#8211; inhaltlich kenne ich das Gemeldete ja alles schon. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Nein, dieser Zustand ist nicht ok!  Keinesfalls darf das so bleiben!!! <\/strong><\/p>\n<p>Es ist auch nicht mein Normalzustand, eher bewege ich mich in einer Art Pendel- oder Wellenbewegung  &#8218;rein in den Informations- und Kommunikations-Tsunami, um schon bald im nicht-mehr-Leistbaren zu stranden. Erst ist alles paletti, ich f\u00fchle mich wohl &#8222;im Fluss&#8220;, dann beginnt mich die allzu gro\u00dfe Auswahl zu frustrieren: bei anhaltendem Interesse f\u00fcrs Einzelne macht mich die Vielfalt zunehmend fertig. Schlie\u00dflich hab&#8216; ich gef\u00fchlt nur noch Watte im Kopf und komme zu nichts mehr. Trotz des Wissens um andere Notwendigkeiten packe ich das Wegschauen einfach nicht. Zwar z\u00e4hlt mir mein Freund dann oft netterweise auf, was ich ja doch noch erledigt bekommen habe &#8211; aber hey, das sind Tropfen auf einen Strand aus hei\u00dfen Steinen! <\/p>\n<p>Fast verzweifelt male ich riesige ToDo-Listen H\u00c4NDISCH auf mein Flip-Chart und rette mich dann doch immer \u00f6fter und l\u00e4nger in den Garten. Dort bin ich komplett offline, lege mich auf den Liegestuhl und starre in den Himmel. Beobachte das beruhigend langsame nicht per Mausklick zu beschleunigende Ziehen der Wolken, konzentriere mich auf den physischen K\u00f6rper und lasse die Gedanken str\u00f6men, die zun\u00e4chst wie verr\u00fcckt vorbei wirbeln. Fetzen von Erinnerungen, Vorhaben, Aufgaben, Ideen, Eindr\u00fccke, Botschaften, Profilgesichter, Namen, Ereignisse, Meldungen, Meinungen, Weltzust\u00e4nde, und und und&#8230;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/himmel.jpg\" alt=\"\" title=\"Himmel \u00fcber dem Garten\" width=\"470\" height=\"354\" class=\"aligncenter size-full wp-image-719\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/himmel.jpg 470w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/himmel-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/p>\n<p>&#8230;.bis langsam immer weniger nachkommt und das Gewahrsein des physichen K\u00f6rpers das einzige ist, was bleibt.  Ein Str\u00f6men im rechten Fu\u00df &#8211; UND SONST GAR NCHTS. Wieder einmal bin ich gerettet!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck am Monitor erledige ich dann schnell mal dies und jenes, was dringlich anliegt. Und dann, nach nicht allzu langer Zeit, g\u00f6nn&#8216; ich mir eine &#8222;Pause&#8220;. Nur mal gucken, was grade so los ist&#8230; und der Mahlstrom hat mich wieder.<\/p>\n<blockquote><p>\u201cLesen hei\u00dft, mit einem fremden Kopf statt dem eigenen denken. Nun ist aber dem eigenen Denken, aus welchem allemal ein zusammenh\u00e4ngendes Ganzes, ein wenn auch nicht streng abgeschlossenes System sich zu entwickeln trachtet, nichts nachteiliger als ein verm\u00f6ge best\u00e4ndigen Lernens zu starker Zustrom von Gedanken.\u201d<br \/>\nArthur Schopenhauer (1788-1860)<\/p><\/blockquote>\n<p>via <a href=\"http:\/\/leanderwattig.de\/index.php\/2011\/07\/18\/3-zitate-die-fur-blogger-relevante-punkte-beruhren\/\">Leanderwattig.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;vor lauter Input! 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