{"id":698,"date":"2011-05-15T11:10:22","date_gmt":"2011-05-15T09:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=698"},"modified":"2011-06-15T22:50:00","modified_gmt":"2011-06-15T20:50:00","slug":"14-tage-rauchfrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2011\/05\/15\/14-tage-rauchfrei\/","title":{"rendered":"14 Tage rauchfrei: nur mal eben &#8222;Kupplung treten&#8220;?"},"content":{"rendered":"<p>Mir scheint, gerade bricht eine neue Phase in meinem neuen rauchfreien Leben an: <\/p>\n<p>Bisher sa\u00df ich ziemlich paralysiert herum, arbeitete nur das allern\u00f6tigste und hatte alle Zukunfts-orientierten Aktivit\u00e4ten auf Null gefahren: <i>&#8222;Erstmal der Rauchstopp!&#8220; <\/i> dachte ich, dann w\u00fcrde ich sehen, wie es weiter geht. Ich tat so, als sei der Rauchstopp eine aufw\u00e4ndige, komplizierte und besch\u00e4ftigungsintensive Unternehmung, der ich mich voll widmen muss, damit es klappt.<!--more--><\/p>\n<h2>Die Kupplung treten<\/h2>\n<p>Gut, das kann man so sehen und wenn es dann klappt, ist die Befreiung vom Rauchen den Einsatz allemal wert.  Mittlerweile aber wird deutlich, dass ich das nur so gehalten habe, weil ich es so wollte und brauchte. Der ganze Rauchstopp erscheint mir auf einmal dadurch motiviert, dass ich endlich mal einen STOPP brauchte, irgendwie die &#8222;Kupplung treten&#8220;, um aus allen Aktivit\u00e4ten und Vorhaben heraus zu treten, die insgesamt lange schon ZU VIELE sind, als dass ich sie durch ein &#8222;weiter so&#8220; befriedigend abarbeiten k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Mir f\u00e4llt soviel MEHR ein, als ich umsetzen kann. Und das, was ich bereits umgesetzt habe, ist auch schon zu viel als dass ich es alleine zur Zufriedenheit &#8222;bedienen&#8220; k\u00f6nnte.  Ganz zu schweigen von Vorhaben au\u00dferhalb der Arbeit &#8211; wie etwa Wohnung renovieren und dergleichen. <\/p>\n<p>Mittels &#8222;erstmal eine rauchen&#8220; dr\u00fcckte ich mich vor der Notwendigkeit, Priorit\u00e4ten zu setzen, Zeit sinnvoll zu strukturieren, Hilfe zu holen, neue Dinge anzugehen und nicht leistbare Vorhaben auch definitiv zu verwerfen.  Das Rauchen machte eine gewisse Tr\u00e4gheit bzw. viele PAUSEN m\u00f6glich, bewahrte mich &#8222;gef\u00fchlt&#8220; vor der \u00dcberarbeitung, an der ich mir schon mal im Leben die Finger verbrannt habe (=Burnout mit 39).<\/p>\n<p>Ich brauche lange schon eine &#8222;Generalsanierung&#8220; quer durch alle Aktivit\u00e4ten, bzw. den Elan dazu!<\/p>\n<p>Deshalb wohl der spontane Entschluss, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren. Wenn ich den Kitt entfernte, der das &#8222;weiter so&#8220; leicht macht, w\u00fcrde irgend etwas passieren, das alles ver\u00e4ndert &#8211; so in etwa das unbewusste (!) Kalk\u00fcl.<\/p>\n<p>Nun, das klappt auch ganz gut. Langsam aber sicher weicht der anf\u00e4ngliche Stupor von mir und ich sehe: <\/p>\n<p>ich muss nicht gleich ALLES anders machen und f\u00fcr ALLES sofort einen kompletten Erneuerungsplan haben, sondern kann <b>einfach mal anfangen<\/b> mit dem \u00c4ndern und Ordnung machen. Und zwar da beginnend, wo ich lange schon recht gut wei\u00df, WAS anders werden muss bzw. als n\u00e4chstes ansteht.<\/p>\n<h2>Neu: Ein Fitzelchen Nichtraucher-Identit\u00e4t<\/h2>\n<p>Gestern fand ich zum ersten Mal den Anblick zweier Raucher seltsam: liebe Freunde, die es n\u00f6tig hatten, die \u00fcblichern Stinker zu entz\u00fcnden und sich ins Gesicht zu stecken &#8211; wie eigenartig&#8230; Ich sp\u00fcrte Verwunderung, sogar ein bisschen Mitgef\u00fchl &#8211; mir total neu! <\/p>\n<p>Das hatte ich in bisherigen Aufh\u00f6r-Phasen noch nie. Da bewegte mich eher der Gedanke: wird es f\u00fcr mich &#8222;Schmacht&#8220; bedeuten, dass der\/die mir da jetzt was vorraucht? (oder gar Neid: ach, wenn ich doch auch noch rauchen d\u00fcrfte&#8230;)<\/p>\n<p>Alsdenn: ich bin gespannt auf die n\u00e4chsten 14 Tage!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir scheint, gerade bricht eine neue Phase in meinem neuen rauchfreien Leben an: Bisher sa\u00df ich ziemlich paralysiert herum, arbeitete nur das allern\u00f6tigste und hatte alle Zukunfts-orientierten Aktivit\u00e4ten auf Null gefahren: &#8222;Erstmal der Rauchstopp!&#8220; dachte ich, dann w\u00fcrde ich sehen, wie es weiter geht. 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