{"id":66,"date":"2007-05-19T11:51:56","date_gmt":"2007-05-19T09:51:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2007\/05\/19\/was-hat-der-arbeitskampf-bei-der-telekom-mit-mir-als-unzufriedener-kundin-zu-tun\/"},"modified":"2007-05-30T15:21:26","modified_gmt":"2007-05-30T13:21:26","slug":"was-hat-der-arbeitskampf-bei-der-telekom-mit-mir-als-unzufriedener-kundin-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2007\/05\/19\/was-hat-der-arbeitskampf-bei-der-telekom-mit-mir-als-unzufriedener-kundin-zu-tun\/","title":{"rendered":"Was hat der Arbeitskampf bei der Telekom mit mir als unzufriedener Kundin zu tun?"},"content":{"rendered":"<p>50.000 Mitarbeiter will die Telekom los werden, outsourcen, geringer bezahlen und l\u00e4nger arbeiten lassen. Einerseits verstehe ich, dass die Betroffenen sich wehren und w\u00fcnsche ihnen viel Erfolg, andrerseits ist meine Geduld mit diesem Unternehmen mittlerweile nahe Null. Ich zahle (immer schon und immer noch) MEHR als anderswo und bekomme eine Leistung, die mir oft genug den letzten Nerv raubt &#8211; und das habe ich gr\u00fcndlich satt!<\/p>\n<p><!--more-->Doch immer noch bin ich Telekom-Kundin, allerdings nicht wirklich freiwillig. Bis zum Mai letzten Jahres hatte es gedauert, bis ich endlich DSL bekam &#8211; und das mitten in Berlin! Monat f\u00fcr Monat zahlte ich bis dahin ca. 150 bis 180 Euro im Monat an die Telekom und T-Online, Kosten, die nicht zu senken waren. Wehm\u00fctig schaute ich zu, wie immer mehr Freunde und Bekannte es sich mit den g\u00fcnstigen DSL-Flat-Rates gem\u00fctlich machten: schrankenloses Surfen, w\u00e4hrend ich noch immer auf die Uhr schauen musste, um die Pauschalen nicht zu \u00fcberschreiten und noch mehr zu zahlen. Ein Wechsel zu anderen Anbietern war nicht m\u00f6glich, denn die Telekom ist in meinem Stadtviertel ausschlie\u00dfliche Herrscherin der Netze und lie\u00df sich sehr viel Zeit, endlich die technischen Voraussetzungen zu schaffen: mindestens zwei Jahre lang hie\u00df es: vielleicht im \u00fcbern\u00e4chsten Quartal&#8230;<\/p>\n<p>Als ich dann endlich DSL bekam, merkte ich schnell, dass es auch weiterhin ein teurer Spass war, mit dem lila T im Netz zu sein. Zwar zahlte ich jetzt nur noch 50 bis 70 Euro, doch die Angebote der Konkurrenz befanden sich im Sinkflug. Wechseln ging nicht, denn mit dem DSL hatte mir die Telekom auch  eine vertragliche Bindung \u00fcber ein Jahr aufgedr\u00fcckt. Also weiter MEHR zahlen, ohne MEHR zu bekommen &#8211; f\u00fcr T-Com-Kunden eine ganz gew\u00f6hnliche Erfahrung.<\/p>\n<p><strong>Die &#8222;gute Tat&#8220; des neuen Chefs <\/strong><\/p>\n<p>Doch halt! Ich war ja angenehm \u00fcberrascht, als mich letzten Oktober ein T-Com-Mitarbeiter anrief und mir mitteilte, dass &#8222;der neue Chef&#8220; den Kunden etwas Gutes tun wolle und deshalb die DSL-Geschwindigkeit kostenneutral verdoppelt w\u00fcrde. Ich m\u00fcsse gar nichts tun, den neuen Router, der mir zugestellt w\u00fcrde, k\u00f6nne ich gerne bei Ebay verkaufen, es sei keinerlei Action meinerseits n\u00f6tig (was f\u00fcr eine Ressourcenverschwendung!). Na klar, da sagte ich doch zu &#8211; und handelte mir damit ab dem Wechsel auf den neuen DSL-Tarif eine Reihe von Problemen ein, wie konnte es anders sein! Mein Internet-Telefon war nicht mehr zu benutzen, die Stimmen der Gespr\u00e4chspartner kamen verzerrt an, so dass ich wieder \u00fcbers normale Netz telefonieren musste. Zudem erreichte die &#8222;verst\u00e4ndliche Telefonrechnung&#8220; neue H\u00f6hen und einen undurchschaubaren Komplexit\u00e4tsgrad, dessen Aufkl\u00e4rung und Bereinigung mich im Januar viele Stunden mit den Support-Mitarbeitern von T-Com und T-Online kostete.<\/p>\n<p>Kopfsch\u00fcttelnd stellte ich dabei wieder einmal fest, dass die durchaus bem\u00fchten Mitarbeiter nicht einmal die eigene PC-Technik im Griff hatten &#8211; und auch selbst durch das &#8222;Rechnungswesen&#8220; nicht durchblickten. Tagelang rief ich immer wieder bei T-Com und T-Online an, doch schafften es meine Gegen\u00fcber einfach nicht, meine Daten vollst\u00e4ndig aufzurufen. &#8222;Ich komm&#8216; da nicht rein, versuchen Sie es morgen noch einmal&#8220;, &#8222;ich muss erst den PC warten, gerade geht es einfach nicht&#8220;, &#8222;ich kann ihren Tarif nicht finden&#8220;, &#8222;ich sehe ihre Daten, kann da aber nichts \u00e4ndern&#8220;, &#8222;dieser Posten ist von T-Online falsch berechnet, dazu m\u00fcssen Sie T-Online anrufen&#8220;. Es war nervig, zeitfressend, unerfreulich in jeder Hinsicht &#8211; und Schuld waren schlichte Fehler und die Falschinformationen, die mir derjenige gegeben hatte, der mir den &#8222;neuen Tarif mit gedoppeltem Speed&#8220; aufgedr\u00fcckt hatte, nat\u00fcrlich wieder mit neuer Vertragsbindung f\u00fcr ein Jahr.<\/p>\n<p>Schlussendlich &#8211; das soll nicht verschwiegen sein &#8211; erhielt ich in der Mai-Rechnung Gutschriften f\u00fcr alle doppelt und zuviel berechneten Geb\u00fchren. (Die Mai-Rechnung selbst suchte ich nach der Abbuchung vergeblich, im Kundenbereich fand sich nur der April).  Das durch die Festnetz-Flatrate \u00fcberfl\u00fcssig gewordene Internet-Telefon hatte ich abbestellt, also gab es damit auch keinen technischen \u00c4rger mehr. ABER ich zahle weiterhin MEHR als anderswo f\u00fcr dieselbe Leistung: angeblich denkt die Telekom \u00fcber einen neuen Tarif um die 40 Euro nach&#8230;  Den bekomme ich dann vermutlich wieder per Telefon angeboten, als gute Tat des neuen Chefs mit neuer Bindung f\u00fcr ein weiteres Jahr &#8211; w\u00e4hrend die Angebote der Konkurrenz bereits jetzt stellenweise darunter liegen!<\/p>\n<p><strong>Klagen unzufriedener Kunden<\/strong> \u00fcber die Telekom sind seit Jahren so allt\u00e4glich, dass ich mich bisher nicht veranlasst sah, da noch eine weitere Leidensgeschichte dran zu h\u00e4ngen. Immerhin ist mir insgesamt kein gr\u00f6\u00dferer Schaden entstanden als der, dass ich halt IMMER mehr bezahle als bei der Konkurrenz mittlerweile \u00fcblich. Dazu noch der jeweilige \u00c4rger und die Zeit, die es mich kostet, mich mit den Fehlfunktionen des Mega-Organismus Telekom herum zu schlagen. Das ist NICHTS im Vergleich zum Schaden, den manch andere erlitten haben und immer noch erleiden, an mir wurde ja nur &#8222;ganz normales Marketing&#8220;  verbrochen:  nach mir die Sintflut, Hauptsache neuer Vertrag!<\/p>\n<p>Dass ich jetzt doch mal \u00fcber das leidige T-Com-Thema schreibe, verdankt sich dem aktuellen Arbeitskampf, der bei mir eben ambivalente Gef\u00fchle ausl\u00f6st. Denn das Telekom-Management sagt zu diesem Konflikt, dass die Ma\u00dfnahmen unverzichtbar seien, um konkurrenzf\u00e4hig zu bleiben. Und wenn es denn so ist, dass die bisherigen Arbeitsstrukturen (wo oft die eine Hand nicht wei\u00df, was die andere anrichtet&#8230;) und das Gehaltsniveau dieser 50.000 Mitarbeiter genau jene MEHRKOSTEN ausmachen, die ich seit Jahren als T-Com-Kundin mehr bezahle als anderswo, dann hat das Management in diesem Punkt recht. Derzeit sind es zehn bis zwanzig Prozent, man kann sich leicht ausrechnen, was das &#8211; hochgerechnet auf alle T-Com-Kunden &#8211; f\u00fcr ein Polster ergibt! Allerdings eines, das im rapiden Abschmelzen begriffen ist, wenn ich von mir und meiner n\u00e4heren Umgebung ausgehe.<\/p>\n<p>600.000 Kunden haben im ersten Quartal dieses Jahres dem rosa Riesen den R\u00fccken gekehrt &#8211; es wundert mich nicht, ich werde mich da bald einreihen! N\u00e4mlich nicht mehr auf das n\u00e4chste zu teure Angebot mit Jahresbindung eingehen, sondern definitiv k\u00fcndigen und dahin wechseln, wo &#8222;Kundenzufriedenheit&#8220; nicht nur ein Werbespruch ist und man mich nicht vor allem binden statt korrekt bedienen will.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50.000 Mitarbeiter will die Telekom los werden, outsourcen, geringer bezahlen und l\u00e4nger arbeiten lassen. 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