{"id":53,"date":"2007-03-03T12:48:38","date_gmt":"2007-03-03T10:48:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2007\/03\/03\/krank-2-what-the-bleep-do-we-know\/"},"modified":"2009-06-16T09:00:25","modified_gmt":"2009-06-16T07:00:25","slug":"krank-2-what-the-bleep-do-we-know","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2007\/03\/03\/krank-2-what-the-bleep-do-we-know\/","title":{"rendered":"Krank 2:  What the Bleep do we know&#8230;."},"content":{"rendered":"<p>Kaum zu glauben: nun ist eine Woche verstrichen, doch bin ich immer noch nicht wieder gesund. Dabei hab&#8216; ich mich brav &#8222;geschont&#8220;, bin die ersten Tage im Bett geblieben, dann immer nur stundenweise an den PC gesessen, um das Allern\u00f6tigste zu arbeiten, ohne Stress, ja, mit Vergn\u00fcgen.  Und jetzt ist es schon wieder Samstag, 10 Uhr fr\u00fch, aber ich f\u00fchl&#8216; mich immer noch matschig und schwach &#8211; eine Zumutung!<\/p>\n<p>WAS wird mir da zugemutet? Was mute ICH mir da zu? Fortgesetzte Besinnung, ich komme daran nicht vorbei.  Das Erkennen, wie sehr ich an meinen Aktivit\u00e4ten h\u00e4nge und wie weitgehend entkoppelt dieses blo\u00dfe &#8222;Machen&#8220;  bzw. t\u00e4tig sein von irgend  einem Sinn bereits ist, habe ich geahnt, aber nicht wirklich ins Bewusstsein dringen lassen. Im Gegenteil: jede &#8222;L\u00fccke&#8220;, die sich irgendwo zwischen dieser und jener Aktivit\u00e4t auftat, sch\u00fcttete ich eilig zu, meistens mit dem Konsum irgendwelcher Medien.  Blo\u00df nicht den Blick vom Au\u00dfen abwenden und nach innen richten, lieber der n\u00e4chste sch\u00f6ne Naturfilm bei Ph\u00f6nix \u00fcber die neuen Nomaden in Sibirien oder das Abschmelzen des Eises in der Arktis.<\/p>\n<p><!--more-->Warum? Was gibt es da zu f\u00fcrchten? In mir lauert kein verdr\u00e4ngtes Leiden, meine Leichen im Keller hab ich lange schon exhumiert und ordentlich begraben. Ich bin einverstanden mit meiner Arbeit, bin gl\u00fccklich mit meinen N\u00e4chsten und in Frieden mit den Ferneren &#8211; was fehlt? Da ist doch nichts&#8230;.<\/p>\n<p>Eben! Ich laufe vor der Leere weg, der ich begegne, wenn ich nach innen schaue. Wohl dem, der ein Problem hat, an dem er sich abarbeiten kann &#8211; was aber ist, wenn so etwas gar nicht in Sicht ist?? Dann droht die &#8222;lange Weile&#8220;, ein Zustand, den ich mit aller Macht vermeiden m\u00f6chte. Erst wenn ich mich fiebrig-schwach f\u00fchle, kann ich dieses &#8222;einfach da sein&#8220; ertragen, das die Zeit nicht <em>tot schl\u00e4gt<\/em>, sondern aush\u00e4lt, und all die Fragen, die dann aufkommen, einfach mal zur Besichtigung vortreten l\u00e4sst, ohne gleich in Aktionismus zu verfallen.<\/p>\n<p>Da ich aber auch im kranken Zustand nicht lange &#8222;im Nichts verweilen&#8220; kann, hat mir die Existenz in dieser Woche den Film <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bleep.de\/Inhalt.6.0.html\">&#8222;What the Bleep do we know&#8220;<\/a> aufgedr\u00e4ngt. Ich sage &#8222;aufgedr\u00e4ngt&#8220;, denn als der Film erschien, hab&#8216; ich ihn nicht angeschaut, sondern nur ein paar Kritiken gelesen und ihn innerlich abgehakt:  wieder mal so eine Vermanschung von Wissenschaft &#038; Esoterik, ein paar spirituelle Plattit\u00fcden plus die Wunderlichkeiten der Ouantenphysik. Brauch&#8216; ich nicht, kenn&#8216; ich alles schon&#8230;. (!).<\/p>\n<p>Als ich den Film nun ansah, bin ich auch prompt in der H\u00e4lfte eingeschlafen. Oberfl\u00e4chlich betrachtet, ist er f\u00fcr seine eigene Machart auch tats\u00e4chlich zu lang, trotzdem fand ich es recht seltsam, dass ich die n\u00f6tige Aufmerksamkeit nicht aufbringen konnte und schaute ihn mir ein zweites Mal an. Dann bekam ich auch noch das &#8222;Buch zum Film&#8220; geschenkt und so vergingen zwei, drei Tage unter stetigem &#8222;What the Bleeb&#8220;-Einfluss &#8211; filmisch und schriftlich. Und jetzt wei\u00df ich auf einmal, was los ist: Mein Glaube, schon alles zu kennen, meine fertigen Meinungen und Haltungen zu all diesen Wundern, zu den R\u00e4tseln unserer Existenz und zum Mysterium des Bewusstseins in diesem seltsamen Kosmos gebiert die &#8222;lange Weile&#8220;, vor der ich fliehe!<\/p>\n<p>Ich merke es auch im Alltag:  kaum je erlebe ich etwas Neues, denn ich wei\u00df immer schon Bescheid. Meine Zuh\u00f6rer-Qualit\u00e4ten bauen sich tendenziell ab, denn ich glaube immer schon zu wissen, was mein Gegen\u00fcber sagen will, und auch gegen\u00fcber den eigenen Gef\u00fchlen pflege ich eine abgekl\u00e4rte Haltung:  nichts festhalten, es geht eh&#8216; alles vor\u00fcber, nichts Bestimmtes erstreben, dann geschieht alles wie von selbst&#8230; Ich k\u00f6nnte noch eine ganze Menge solcher &#8222;aktiver \u00dcberzeugungen&#8220; anf\u00fchren, die meiner Welt jedes Geheimnis rauben, bzw. jegliches Streben nach &#8222;mehr&#8220; als komplett irre und \u00fcberfl\u00fcssig erscheinen lassen.<\/p>\n<p>All diese Haltungen kommen nicht von ungef\u00e4hr. Sie sind Ergebnisse fr\u00fcherer Leidensgeschichten, die mich ver\u00e4nderten und mir einen Riesengewinn an Lebensqualit\u00e4t und innerer Gelassenheit einbrachten. Allerdings waren und sind diese &#8222;Fr\u00fcchte&#8220; vergangener Krisen nicht f\u00fcr die Ewigkeit gedacht gewesen, sondern dazu, sie zu essen und gest\u00e4rkt weiter zu gehen. Statt dessen halte ich daran fest, als g\u00e4be es ein Wissen &#8222;f\u00fcr die Ewigkeit&#8220;! Und wenn ich dann den Blick vom Au\u00dfen l\u00f6se, kommt gleich die Frage auf:  warum eigentlich noch zehn, zwanzig, drei\u00dfig Jahre so weiter machen? Wenn es doch gar nichts gibt, was dir noch ein R\u00e4tsel ist, das die Erforschung lohnt?<\/p>\n<p>&#8222;Holz hacken &#8211; Wasser holen &#8211; bloggen &#8211; Webseiten bauen&#8220; steht als FAZIT und Motto schon viele Jahre \u00fcber diesem Diary.<\/p>\n<p>Mir scheint, das ist NICHT genug!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum zu glauben: nun ist eine Woche verstrichen, doch bin ich immer noch nicht wieder gesund. 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