{"id":5012,"date":"2026-07-20T13:43:04","date_gmt":"2026-07-20T11:43:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=5012"},"modified":"2026-07-20T13:53:53","modified_gmt":"2026-07-20T11:53:53","slug":"el-nino-krasse-temperaturen-im-mittelmeer-so-frueh-wie-nie-zuvor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2026\/07\/20\/el-nino-krasse-temperaturen-im-mittelmeer-so-frueh-wie-nie-zuvor\/","title":{"rendered":"El Ni\u00f1o: krasse Temperaturen im Mittelmeer, so fr\u00fch wie nie zuvor"},"content":{"rendered":"<p>Diese Grafik geh\u00f6re auf jede Titelseite, <a href=\"https:\/\/volksverpetzer.de\/aktuelles\/klimaschutz-el-nino-diese-grafik-sollte-auf-jede-titelseite\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schreibt der Volksverpetzer<\/a>:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5013\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/nino-650x465.jpg\" alt=\"El Nino 2026\" width=\"650\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/nino-650x465.jpg 650w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/nino-300x215.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/nino-768x549.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/nino.jpg 917w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Jede blaue Linie ist ein Jahr seit 1982. Die rote Linie ist 2026. Und sie sticht nicht nur wegen ihrer Farbe hervor. Die Meerestemperatur lag noch nie so weit \u00fcber dem Durchschnitt wie dieses Jahr. Mittlerweile seit \u00fcber einem Monat. Und noch ist kein Ende in Sicht&#8230;..<br \/>\n&#8230;.Da die globalen Temperaturen den El Ni\u00f1os um etwa drei bis f\u00fcnf Monate hinterhinken, erwartet Zeke Hausfather, dass wir die durch den diesj\u00e4hrigen El Ni\u00f1o verursachte Erw\u00e4rmung erst 2027 so richtig zu sp\u00fcren bekommen. Es k\u00f6nnte mit deutlichem Abstand als das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte eingehen. Und auch schon dieses Jahr hat mit 28 Prozent laut den Modellen keine unerhebliche Chance, 2024 den bisherigen Rekord abzunehmen. Mehr Hitzewellen, mehr Unwetter, h\u00f6here Lebensmittelpreise, teurere Versicherungen: Die Rechnung f\u00fcr den Klimawandel wird auch bei uns in Deutschland ankommen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dass dieses Ereignis durch den Klimawandel verst\u00e4rkt wird, liegt auf der Hand:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Aktuell <a href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/el-ni%C3%B1o--wie-das-phaenomen-entsteht-und-mit-welchen-folgen-34267212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geht die Forschung davon aus<\/a>, dass der Klimawandel El Ni\u00f1o-Ereignisse h\u00e4ufiger und st\u00e4rker auftreten l\u00e4sst. Aber auch <a href=\"https:\/\/climate.copernicus.eu\/copernicus-marine-and-copernicus-climate-change-daily-global-sea-surface-temperatures-break-records\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">El Ni\u00f1os k\u00f6nnen einen Einfluss auf die Folgen des Klimawandels haben<\/a>: Sie heizen die Atmosph\u00e4re auf und tragen damit zu h\u00f6heren globalen Temperaturen bei. Das erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr Extremwetter, warme Ozeane lassen das Eis schneller schmelzen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Artikel prangert der Autor dann die Bundesregierung an, die dabei ist, den in bisherigen Gesetzen enthaltenen Klimaschutz abzuwickeln. Angeblich, um die Bev\u00f6lkerung &#8222;nicht zu \u00fcberfordern&#8220;. Neue Studien haben diese Einsch\u00e4tzung, die insbesondere von rechtsau\u00dfen behauptet wird, mit breiten Umfrageergebnissen <a href=\"https:\/\/news.rub.de\/presseinformationen\/wissenschaft\/2026-06-23-studie-deutsche-politiker-unterschaetzen-die-unterstuetzung-fuer-klimaschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wiederlegt<\/a>. BILD hatte <a href=\"https:\/\/volksverpetzer.de\/analyse\/heizhammer-studie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit ihrer Heizungshammer-Kampagne<\/a> daran gro\u00dfen Anteil.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Und diese Kampagne fahren Medien nicht einfach so, nur weil es sich gut verkauft. Dahinter stehen Menschen mit knallharten Interessen. Bei der BILD zum Beispiel Mathias D\u00f6pfner, der seine Bl\u00e4tter nachweislich zur Wahlkampf-Beeinflussung einsetzt (\u201ePlease st\u00e4rke die FDP&#8220;) und an dessen Axel-Springer-Konzern damals der Private-Equity-Riese KKR beteiligt war \u2013 ein Unternehmen mit Investments in fossilen Energien. D\u00f6pfner ist auch eng mit dem Faschisten Elon Musk vernetzt, der in Springers WELT zur Wahl der AfD aufrief.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<h2>Schrumpfen statt Wachstum?<\/h2>\n<p>Was folgt aus alledem? Erstmal nicht viel, auch in meiner Wahrnehmung ist &#8222;die Bev\u00f6lkerung&#8220; ersch\u00f6pft von vielen, sich gleichzeitig zuspitzenden Krisen und Ver\u00e4nderungszumutungen. Dass dennoch nach wie vor relevante Zustimmungswerte f\u00fcr mehr Klimaschutz abgefragt werden k\u00f6nnen, steht dem nicht entgegen.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich hab&#8216; ich mir ein Gespr\u00e4ch mit Ulrike Herrmann im Kanal DER STANDARD angesehen:<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IAIRwBmvJ_0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> USA vor B\u00fcrgerkrieg, China am Abgrund, Russland zerf\u00e4llt<\/a>, in dem Herrmann auch ihr Konzept des &#8222;Schrumpfens&#8220; erl\u00e4utert: Um klimaneutral zu werden, m\u00fcssten wir voll auf erneuerbare Energien setzen, die jedoch niemals so billig sein k\u00f6nnten wie die fossilen. Statt Wachstum sei also wirtschaftliches Schrumpfen angesagt. Ein bisschen spricht sie auch dar\u00fcber, wie es dazu kommen k\u00f6nnte, z.B. \u00fcber erste Rationierungen von Lebensmitteln, wenn in mehreren &#8222;Versorgerstaaten&#8220; gleichzeitig gro\u00dfe D\u00fcrren die Ernten vernichten.<\/p>\n<p>Erst in den letzten zehn Jahren hab&#8216; ich so richtig verstanden, wie sehr dieses Wirtschaftssystem WACHSTUM ben\u00f6tigt, um zu funktionieren. Deshalb hielt ich Herrmanns Ausblick f\u00fcr komplett irreal, nicht machbar. Dass wir dazu gezwungen sein k\u00f6nnten, wird sich allerdings herausstellen, meint Herrmann.<\/p>\n<p>Was mir aufgefallen ist: <strong>Sie wirkt recht fr\u00f6hlich<\/strong> und kommt positiv und sympathisch r\u00fcber, was ich nicht erwartet hatte. Und am Ende sagt sie dazu, sie sei zwar &#8222;intellektuell pessimistisch&#8220;, aber &#8222;emotional optimistisch&#8220;.\u00a0 Wie sie das schafft, bleibt mir ein R\u00e4tsel!<\/p>\n<h2>Stell dir vor&#8230;<\/h2>\n<p>Manchmal versuche ich, mir ein Leben in der Schrumpfung vorzustellen. Das k\u00f6nnte ich mir einfach machen, indem ich sage: Laut Statistischem Bundesamt betrug das durchschnittliche Bruttogehalt 4851 Euro im Jahr 2025 . In meinem ganzen langen Leben habe ich nur einmal w\u00e4hrend drei Monaten mehr verdient, sonst sehr viel weniger, ich befand mich eher bei einem Drittel davon, manchmal noch darunter. Dennoch war ich deshalb nie ungl\u00fccklich, f\u00fchlte mich nicht mal besonders arm und hatte keinen Grund zur Klage, denn meine Arbeitsvita und mein Lebensstil basierte auf freiwilligen Entscheidungen, Karriere garnicht erst anzustreben.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich Quatsch, denn so etwas wie &#8222;Durchschnittsgehalt&#8220; gibt es eigentlich nicht bzw. beschreibt die Realit\u00e4t nicht, denn schon mit einem Nettoeinkommen von 3.440 Euro im Monat geh\u00f6ren Singles zu den <strong>zehn Prozent mit dem h\u00f6chsten Einkommen<\/strong> in Deutschland. (Mehr dazu <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/mit-diesem-einkommen-zahlen-sie-zur-gehalts-oberschicht-4090597.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Tagesspiegel<\/a>),13,3 Millionen Menschen gelten gar als armutsgef\u00e4hrdet. Und: je mehr Menschen in schlecht bezahlten prek\u00e4ren Jobs arbeiten oder von sozialen Sicherungssystemen leben, desto weniger kann auf &#8222;Wachstum&#8220; verzichtet werden, denn das w\u00e4re doch eine Absage an jegliche positive Perspektive f\u00fcr ihre Zukunft.<br \/>\n<strong><br \/>\nDennoch: Es gibt ein Leben abseits des Rattenrennens<\/strong>, des stetigen Strebens nach besserer Performance, steigendem Einkommen und einem &#8222;gehobenen&#8220; Lebensstil, bezahlt mit st\u00e4ndigem Stress, vielf\u00e4ltigen Abh\u00e4ngigkeiten, aufreibender Konkurrenz und der Sorge, durch einen wirtschaftlichen Einbruch (individuell oder kollektiv) den Standard nicht mehr halten zu k\u00f6nnen. Ich kann mir nur nicht vorstellen, wie das &#8222;gro\u00dffl\u00e4chig&#8220; organisiert werden k\u00f6nnte!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Grafik geh\u00f6re auf jede Titelseite, schreibt der Volksverpetzer: &#8222;Jede blaue Linie ist ein Jahr seit 1982. 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