{"id":4947,"date":"2026-04-24T15:48:02","date_gmt":"2026-04-24T13:48:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4947"},"modified":"2026-04-24T16:29:40","modified_gmt":"2026-04-24T14:29:40","slug":"was-in-sizilien-war-und-was-noch-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2026\/04\/24\/was-in-sizilien-war-und-was-noch-ist\/","title":{"rendered":"Was in Sizilien war und was noch ist"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie Ihr gleich merken werdet, vermeidet diese \u00dcberschrift Suchbegriffe zum Thema, um das es heute gehen soll: Meinen Zusammenbruch im Sizilienurlaub, gefolgt von einem 4-t\u00e4gigen Aufenthalt im italienischen Krankenhaus, der eigenwilligen &#8222;Flucht&#8220; aus diesem, dem Resturlaub im Schongang und der unbefriedigenden \u00c4rztetour seit meiner R\u00fcckkehr.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Erst wollte ich garnicht dar\u00fcber berichten, deshalb auch das lange Schweigen mit nur einem <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2026\/04\/06\/trumps-naechster-schritt-der-staatsstreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eintrag zum Weltgeschehen<\/a> bis heute. Aber es geht nicht! Mich r\u00fchrt, dass sogar jetzt noch hier kommentiert wird (danke daf\u00fcr!), es gibt also den Wusch, etwas von mir zu lesen, auch nach l\u00e4ngerer Zeit noch!<\/p>\n<p>&#8222;<strong>\u00dcber Krankheit schreiben<\/strong>&#8220; hei\u00dft ein Blogpost aus dem Jahr 2006: Meine Mutter war totkrank, was mich motiviert hat, ausnahmsweise \u00fcber die eigene Zukunft in Sachen Krankheit, Leiden, Elend und das Schreiben dar\u00fcber nachzudenken. Anstatt mich hier selbst zu zitieren: das Ergebnis steht im kurzen Kapitel <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/05\/05\/ueber-krankheit-schreiben\/#haltung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schreibend Haltung gewinnen &amp; mutwillige Ignoranz<\/a> &#8211; wobei genau diese Ignoranz immer noch meine Lieblingshaltung ist! Die l\u00e4sst sich jetzt aber nicht mehr durchhalten, sofern ich nicht meinen ganzen Blogstil ins &#8222;blo\u00df noch Magazinige&#8220; \u00e4ndern will. Will ich nicht!<\/p>\n<h2>Das Trapani-Ereignis: voller Kontrollverlust<\/h2>\n<p>Es war der erste Urlaubstag in Sizilien: Wir hatten Trapani per Fernbus vom Flughafen Palermo aus erreicht und die vorab gemietete Ferienwohnung bezogen.\u00a0 Nun wollten wir den Tag mit einem guten sizilianischen Essen beschlie\u00dfen und suchten ein Restaurant in der N\u00e4he auf: endlich Meeresfr\u00fcchte satt! W\u00e4hrend wir a\u00dfen, f\u00fcllte sich das Lokal mit Einheimischen, auch eine Fu\u00dfballmannschaft fand sich ein. Das Essen war k\u00f6stlich! Wir zahlten, ich erhob mich &#8211; und merkte, dass ich nicht mehr problemlos aufrecht gehen konnte! <strong>Ich schlingerte wie ein Schiff auf hoher See<\/strong>, wobei dieses v\u00f6llig unbekannte K\u00f6rpergef\u00fchl z\u00fcgig schlimmer wurde.<\/p>\n<p>An den R\u00fccklehnen besetzter St\u00fchle entlang hangelte ich mich Richtung Ausgang und setzte mich dort auf die Treppe, kein weiterer Schritt war mehr m\u00f6glich. Auch aufrecht sitzen ging bald nicht mehr, ich wurde mehr und mehr zu Gem\u00fcse, linksseitig schmerzte der Hinterkopf und von dort aus verlor der linke Arm z\u00fcgig jegliches Gef\u00fchl. (<em>Fun fact: Mein Liebster hob ihn an, w\u00e4hrend f\u00fcr mein (Rest-)Empfinden der Arm immer noch bewegungsunf\u00e4hig auf der steinernen Treppe lag!<\/em>). Es dauerte dann schreckliche 15 Minuten bis endlich eine Ambulanz kam (im Restaurant hatten sie drei verschiedene angerufen!), mich auf eine Liege verfrachtete und ins \u00f6rtliche Krankenhaus fuhr.<\/p>\n<h2>Das sizilianische Krankenhaus: zu kalt!<\/h2>\n<p>Ganz sicher verdienen es die dort angestellten \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte nicht, dass ich Schlechtes \u00fcber sie schreibe! In der Regel (nicht immer) waren sie freundlich und hilfsbereit und taten, was sie konnten bzw. gem\u00e4\u00df ihrer Arbeitsplatzbeschreibung tun mussten. Auch habe ich keinen Vergleich, denn in einem deutschen Krankenhaus war ich nur mal kurz als Besucherin. Ich kam also in die Notaufnahme, wo sie mir &#8222;Zug\u00e4nge legten&#8220; und mich an den Tropf h\u00e4ngten. Was genau alles geschah, wei\u00df ich nicht mehr: zwar war ich zu keiner Zeit bewusstlos, aber insgesamt doch v\u00f6llig durch den Wind! Zum Gl\u00fcck war ich wach genug, um einen Katheder zu verweigern, den sie mir auch gleich verpassen wollten! (Ist ja am bequemsten f\u00fcrs Personal!)<br \/>\nIch f\u00fchlte mich furchtbar, soweit ich noch etwas f\u00fchlte &#8211; es hat mir aber gereicht! Nach und nach stellte sich\u00a0 das Empfinden im linken Arm wieder her, nicht ganz, aber das bisschen &#8222;pelzig&#8220; war ja sehr ertr\u00e4glich!<\/p>\n<p>Dann die Odysse von Station zu Station, denn eigentlich hatten sie dort, wo ich hingeh\u00f6rte (die Neurologische), nichts frei. Es war saukalt (15.M\u00e4rz), das Krankenhaus heizte offensichtlich nur die Zimmer, nicht die G\u00e4nge &#8211; und ich war nur mit einer d\u00fcnnen Alu-Folie bedeckt. Mein Liebster versuchte nat\u00fcrlich die ganze Zeit, in meiner N\u00e4he zu bleiben und schaffte es irgendwann\/irgendwo, meinen Mantel \u00fcber mich zu legen, was ein wenig W\u00e4rme brachte. (Es gab dort nur eine Stunde Besuchszeit pro Tag, wie wir sp\u00e4ter erfuhren!). Immerhin kam ich recht schnell zum MRT, dann zu einem CT mit Kontrastmittel, das zu einer unangenehmen &#8222;W\u00e4rme von innen&#8220; f\u00fchrte.<\/p>\n<p><strong>Die Behandlung, die mir in den Folgetagen zuteil wurde<\/strong>, waren zun\u00e4chst viele weitere Infusionen. Die seien n\u00f6tig, erkl\u00e4rten sie,\u00a0 um die Wirkung des Kontrastmittels auszugleichen. Bedeutete: h\u00e4ufige Toilettenbesuche, die ich in den ersten zwei Tagen &#8222;selbst\u00e4ndig in Begleitung&#8220; machen durfte. Nur dass garnicht immer Pflegepersonal da war, um mich zu begleiten, wenn es sein musste. Ich ging trotzdem, wof\u00fcr sie mich dann lautstark zurechtwiesen.<\/p>\n<p>Am dritten Tag kam ich endlich in die Neurologische, wo mir eine resolute Pflegerin allen Ernstes eine Windel verpasste! Dass ich die Lizenz zum selbstst\u00e4ndigen Toilettengang hatte, interessierte sie nicht, sie habe ihre Weisungen. Zum Gl\u00fcck kam der Arzt eine Stunde sp\u00e4ter und hob ihre Weisungen auf, was sie lautstark grummelnd zur Kenntnis nahm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-4950\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/kkh.jpg\" alt=\"Krankenhausessen\" width=\"280\" height=\"374\" \/>Ansonsten bekam ich morgens und mittags Tabletten, durfte nicht aufstehen, anfangs nicht mal aufsitzen, wodurch ich von Tag zu Tag schw\u00e4cher wurde. Dazu trug auch das Essen bei: Morgens gab es Zwieback, Marmelade und die Wahl zwischen Milch und Tee (armer italienischer S\u00fcden, Kaffee nur im Automat, von dem ich nichts wusste!). Mittags dann typisch italienisches 3-G\u00e4nge-Essen: Pasta, Hauptgericht (z.B. ein d\u00fcnner Fleischlappen), danach ein hartes Br\u00f6tchen plus Marmelade-Pack. Erst bekam ich das eingeschwei\u00dfte Essen nicht mal auf, dann entschied ich mich grunds\u00e4tzlich dagegen, schob \u00dcbelkeit als Erkl\u00e4rung vor, was nur halb gelogen war. Das Foto rechts ist das einzige Foto aus dem Krankenhaus, ich war selbst zum Fotografieren und Dokumentieren zu lustlos und schwach. (Ein bisschen \u00dcbergewicht wird in solchen Situationen zum Vorteil!)<\/p>\n<p>Die Verst\u00e4ndigung im Krankenhaus klappte nur so mittelgut bis schlecht. Zwar kann ich Italienisch f\u00fcr den Alltag ganz gut, aber nicht gut genug, um medizinische Themen mit \u00c4rzten und Pflegenden zu diskutieren! (Immerhin verstand ich die Diagnose: Eine von vier Halsadern zum Kopf hatte sich geschlossen, was zum linksseitigen Kleinhirninfarkt f\u00fchrte, woraufhin sich auch gleich eine Armarterie schloss)<\/p>\n<p>Englisch kann auf Sizilien kaum jemand, der nicht direkt im Tourismus arbeitet. Ich stellte also auf Italienisch den Sinn des Bleibens in Frage, denn Tabletten k\u00f6nne ich doch auch drau\u00dfen nehmen. Tja, angeblich sollte ein Eingriff am linken Arm erfolgen, wo sich eine Arterie geschlossen hatte &#8211; das sei in der einfachsten Form keine gro\u00dfe Sache, vielleicht ein Stent, aber: Daf\u00fcr m\u00fcsse ich wieder in eine andere Abteilung, nat\u00fcrlich erst, wenn dort etwas frei w\u00fcrde. Wie lange sie dann f\u00fcr diesen Eingriff brauchen wollten, wussten sie noch garnicht zu sagen. Auch ein 24-st\u00fcndiger Herz-Check auf der Suche nach der Ursache des kleinen Schlaganfalls st\u00fcnde noch aus&#8230;. wo und wann? Keine Ahnung&#8230; .<\/p>\n<h2>Wie ein Urlaubsplan pl\u00f6tzlich nur noch Zwang ist<\/h2>\n<p>Mir mir nicht! Wir hatten die Fewo in Trapani nur wenige Tage, danach noch eine f\u00fcr drei Tage in Marsala, dann vier Tage in Palermo. Der R\u00fcckflug nach Berlin war erst am 27. M\u00e4rz. Daf\u00fcr hatten sie im Krankenhaus kein Verst\u00e4ndnis: ich m\u00fcsse<strong> sofort zur\u00fcck nachhause<\/strong>, wenn ich das KH verlassen w\u00fcrde. Tja, das ging aber nicht! Selbst wenn wir willig gewesen w\u00e4ren , einen zeitlich n\u00e4heren Flug zu bezahlen &#8211; es gab keinen! Nicht mal mit einer Auslandskrankenversicherung w\u00e4re das gegangen, die zahlt den R\u00fccktransport (zigtausende Euro!) auch nur, wenn es medizinisch zwingend notwendig ist und man vor Ort nicht behandelt werden kann.<\/p>\n<p>Unbefriedigend! Ich wollte raus&#8230; Nachdem mich an Tag 4 eine freundliche Gef\u00e4\u00dfchirurgin aus Lettland per Ultrasachall ausf\u00fchrlich untersucht hatte und meinte, das mit dem Eingriff k\u00f6nne ich auch noch zuhause machen, beschloss ich, das Krankenhaus am Tag 5 zu verlassen. Die \u00c4rzte waren nicht begeistert, ich unterschrieb den Abgang auf eigene Wunsch &#8211; und immerhin gaben sie mir einen ausf\u00fchrlichen Bericht mit, die MRT- und CT-CDs, sowie eine Liste mit Medikamenten mit, die mein Liebster dann noch in Trapani besorgte &#8211; alle f\u00fcnf zusammen kosteten \u00fcbrigens nur knapp 50 Euro, nur eines war verschreibungspflichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Der Resturlaub im Schongang<\/h2>\n<p>Wie war ich froh, als ich drau\u00dfen war! Bis auf ganz wenige kurze Spazierg\u00e4nge lag ich jetzt in der Ferienwohnung ab, anders als im Krankenhaus immerhin mit WLAN! Hier mal der Ausblick nach hinten hinaus, sehr typisch die Wasserbeh\u00e4lter auf den D\u00e4chern:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4951\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/auablick-fewo-trapani.jpg\" alt=\"Ausblick aus Fewo Trapani\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/auablick-fewo-trapani.jpg 600w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/auablick-fewo-trapani-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Trapani erschien mir als recht h\u00e4sslicher Ort (kein Wunder! Es gibt aber auch <a href=\"https:\/\/dishes-delicious.de\/12065\/trapani-malerische-altstadt-und-salinen-im-abendlicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">andere Ansichten!<\/a>), wir hatten urspr\u00fcnglich vor, uns ein Auto zu mieten und Ziele im Inland anzufahren, die mit Bus odert Bahn nicht erreichbar sind. Das musste nun leider ausfallen! Nach ein paar ruhigen Tagen wechselten wir ins benachbarte Marsala, das nur f\u00fcr die Freunde des gleichnamigen S\u00fc\u00dfweins wirklich interessant ist, dann endlich nach Palermo.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/in-palermo.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4952\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/in-palermo-650x410.jpg\" alt=\"in Palermo\" width=\"650\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/in-palermo-650x410.jpg 650w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/in-palermo-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/in-palermo-768x484.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/in-palermo.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Endlich daheim (und im defizit\u00e4ren deutschen Gesundheitssystem)<\/h2>\n<p>Zu den Medikamenten hatte mir das Krankenhaus in den Bericht geschrieben, diese seien nur provisorisch und dringend nach fach\u00e4rztlicher Neubewertung zu ersetzen. Tja, aber krieg erstmal einen Facharzttermin, drauf wartet man hierzulande Wochen und Monate, es sei denn, man ist Priovatpatient oder Selbstzahler! Zudem hat mein Hausarzt im letzten Herbst dicht gemacht, also gab es auch keine Chance auf eine &#8222;\u00dcbverweisung mit Dringlichkeitsvermerk&#8220;. Ich mailte also ausf\u00fchrlich an die Cardiologische Praxis, bei der ich schon einmal gewesen war. So mit der ganzen Geschichte, der Medikamentenliste, dem (extra \u00fcbersetzten) Krankenhausbericht &#8211; aber erst einmal keine Reaktion. Nochmal gesendet und ich bekam den Bescheid, mein Anliegen werde &#8222;den \u00c4rzten vorgelegt&#8220;. Man bitte um Geduld und sei im \u00fcbrigen ab Mitte April im Urlaub &#8211; am Telefon dann ein Terminangebot im Mai, nach Verweis auf Dringlichkeit (Leute, ich hatte einen SCHLAGANFALL!) dann schlie\u00dflich doch etwas zeitn\u00e4her in einer Akut-Sprechstunde.<\/p>\n<p>Dort verschrieb mir der Arzt die deutschen Versionen der Medikamente, das sei so Standard. Immerhin ein Termin zu diesem 24-Stunden-EKG, ambulant &#8211; und daf\u00fcr wollten die mich in Italien station\u00e4r behalten! Aus dem Wartezimmer nahm ich mir eine Erk\u00e4ltung mit, wie ich gleich am \u00e4chsten Tag sp\u00fcrte. Erstmalig lie\u00df ich mir auch von eine KI die verschriebenen Medikamente beschreiben &#8211; oha, ein Statin dabei, sogar die Apothekerin meinte, das sei aber recht hoch dosiert. Nun legte mich nicht nur die Erk\u00e4ltung wieder flach, es kaum auch ein furchtbarer Husten dazu, den ich als h\u00e4ufige (1 von 10!) Nebenwirkung des Statins dingfest machen konnte. Gleich abgesetzt und tags drauf war der Husten weg! (Die Cardio-Praxis, die ich von der Absetzung und der Nebenwirkung informiert hatte, glaubt mir einfach nicht: alles nur die Erk\u00e4ltung &#8211; warum blieb aber die Erk\u00e4ltung, w\u00e4hrend der Husten verschwand?).<\/p>\n<p>Ach ja, den deutschen Normalpreis (den Menschen mit Privatrezept bezahlen) der Medikamente hab&#8216; ich jetzt mal zum Vergleich ermitteln lassen: Schlappe\u00a0<span data-path-to-node=\"3,5,3,0\">133,51 \u20ac alles zusammen, dabei sind hier vier von f\u00fcnf verschreibungspflichtig &#8211; und das eine frei Verk\u00e4ufliche kostet in der Apotheke weniger als die H\u00e4lfte des Listenpreises.\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><span data-path-to-node=\"3,5,3,0\">Da war doch noch was&#8230;<\/span><\/h2>\n<p><span data-path-to-node=\"3,5,3,0\">Ach ja, der kleine Eingriff, der VIELLEICHT meine Armartherie entstopfen k\u00f6nnte &#8211; daf\u00fcr bekam ich vom Cardiologen eine \u00dcberweisung in ein riesiges \u00c4rztezentrum. Dort sind jede Menge selbst\u00e4ndige Arztpraxen ans\u00e4ssig, jedoch nur eine internistische. Dort mailte ich hin, wieder so ausf\u00fchrlich wie n\u00f6tig, die Vorgeschichte, die Medi-Liste, die Kopie der \u00dcberweisung &#8211; keine Antwort. Mehrere Tage sp\u00e4ter nachgehakt aus einem anderen Mailaccount, meine Hauptadresse k\u00f6nnte wegen diversem Missbrauch im SPAM landen. Aber nix: Keine Antwort! Ich fragte also Gemini, wie man zu dieser Praxis Kontakt bekommen k\u00f6nne. Sie wusste, dass Mails meist nicht bearbeitet werden und riet mit zum Telefon (das auf der Webseite garnicht angegeben war), sowie zum FAX!<\/span><\/p>\n<p>Yeah, FAX, das hat doch sicher Chancen, ist nicht so ekliges Neuland. Ich bem\u00fchte also einen Online-Fax-Dienst, holte mir einen Gutschein f\u00fcr drei Probefaxs und sendete gestern nochmal alles mit Verweis auf die Emails plus Anh\u00e4nge.<\/p>\n<p>Und siehe da, heute ruft mich tats\u00e4chlich eine medizinische Fachangestellte aus der Praxis an! Sie berichtet, der Arzt h\u00e4tte mein Fax gelesen und ihr aufgetragen, einen Termin zu machen &#8211; ob mir der 22 Mai passe?<\/p>\n<p>Nun ja, meinte ich, das Gef\u00e4\u00df sei halt verstopft und brauche vielleicht einen Stent, ob das denn solange warten k\u00f6nne? Prompt bekam ich einen Termin n\u00e4chste Woche, ich glaub es kaum!<\/p>\n<h2>Fazit: Zeitnahes Behandeln unm\u00f6glich<\/h2>\n<p>Mich w\u00fcrde mal interessieren, wieviele Leute pro Jahr sterben, kr\u00e4nker oder behindert werden weil unser Gesundheitssystem keine zeitnahen Behandlungen erm\u00f6glicht? Kein Wunder, dass die Notaufnahmen \u00fcberquellen, was sollen die Menschen denn machen, die akute Probleme haben und eine &#8222;fach\u00e4rztliche Bewertung&#8220; brauchen?<\/p>\n<p>Ich hab mich sowieso drauf eingestellt, dass von \u00e4rztlicher Seite nichts weiter kommt. Mit dem leicht pelzigen Gef\u00fchl im linken Arm kann ich leben, vor allem immer noch gut tippen. Sollte das mit dem &#8222;kleinen&#8220; Eingriff nicht gehen oder Gefahren mit sich bringen, lasse ich alles so und lebe damit.<\/p>\n<p>Dass Kraft und Ausdauer nicht von alleine wiederkommen, wei\u00df ich denk meiner Befassung mit Fitnessthemen. Da ist also Training angesagt, wof\u00fcr ich im FitnessCenter eine Beratung wollte. Gerne, am 5.Mai &#8211; und bis dahin halt spazieren gehen, da regeneriert sich der K\u00f6rper ja auch schon&#8230; :-)<\/p>\n<p><strong>So, jetzt hab ich alles erz\u00e4hlt<\/strong> &#8211; bis in die degoutanten Einzelheiten hinein. Und erst jetzt f\u00fchle ich mich &#8222;im Diary angekommen&#8220;. Dieses &#8222;\u00fcbers Pers\u00f6nliche schweigen, wenns mal weniger sch\u00f6n ist&#8220; ist nichts, was ich auf Dauer praktizieren kann. Und schlie\u00dflich herrscht kein Lesezwang, schon gar nicht zum Lesen derart langer Artikel! (Vorab wusste ich nicht, dass der so lang wird! :-)<\/p>\n<p><strong>Und jetzt?<\/strong> Jetzt k\u00fcmmere ich mich verst\u00e4rkt darum, Dinge loszuwerden, die ich nicht mehr brauche.\u00a0 Und darum, soweit aufzur\u00e4umen (auch im PC), dass es f\u00fcr Hinterbliebene einfacher wird, meine Hinterlassenschaften zu bereinigen. Die Gartenarbeit wird diese Saisan etwas weniger werden m\u00fcssen, aber die vorgezogenen Tomaten stehen schon auf der Fensterbank! :-)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tomatenanzucht.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4953\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tomatenanzucht.jpg\" alt=\"Tomantenanzucht\" width=\"600\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tomatenanzucht.jpg 600w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tomatenanzucht-300x214.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Ihr gleich merken werdet, vermeidet diese \u00dcberschrift Suchbegriffe zum Thema, um das es heute gehen soll: Meinen Zusammenbruch im Sizilienurlaub, gefolgt von einem 4-t\u00e4gigen Aufenthalt im italienischen Krankenhaus, der eigenwilligen &#8222;Flucht&#8220; aus diesem, dem Resturlaub im Schongang und der unbefriedigenden \u00c4rztetour seit meiner R\u00fcckkehr.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[471,243,414],"tags":[392,1603,1604,817],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4947"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4947"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4947\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}