{"id":4484,"date":"2019-05-16T13:11:42","date_gmt":"2019-05-16T11:11:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4484"},"modified":"2024-04-15T13:15:00","modified_gmt":"2024-04-15T11:15:00","slug":"der-alltag-als-beziehungskiller-muss-das-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2019\/05\/16\/der-alltag-als-beziehungskiller-muss-das-sein\/","title":{"rendered":"Der Alltag als Beziehungskiller \u2013 muss das sein?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4485\" aria-describedby=\"caption-attachment-4485\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4485\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/paar.jpg\" alt=\"Paar am Felsenstrand\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/paar.jpg 600w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/paar-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4485\" class=\"wp-caption-text\">Auf Pixabay gibt es zum Thema \u201ePaar\u201c kein einziges Bild in einer Alltagssituation \u2013 ja warum wohl?<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Magazin EROSA wird die Frage gestellt: \u201e<a href=\"https:\/\/erosa.de\/beziehung-retten-oder-beenden-lohnt-es-sich-noch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beziehung retten oder beenden? Lohnt es sich noch?<\/a>\u201e. Irgendwie scheint mir das Kriterium, dass Beziehung \u201esich lohnen muss\u201c zwar etwas seltsam, doch ist die dann folgende Empfehlung einer Kosten-Nutzen-Rechnung (nein, es hei\u00dft da nicht so) vermutlich nicht weit entfernt vom wahren Beziehungsleben. Sp\u00e4testens ab dann, wenn einer der Partner zu leiden beginnt, liegt es ja nahe, sich mal im Detail zu fragen: Warum tue ich mir das eigentlich noch an?<!--more--><\/p>\n<p>All diese durchaus lesenswerten Abw\u00e4gungen sind jetzt aber nicht mein Thema, sondern ein Aspekt, der gleich am Anfang zur Sprache kommt, dann aber nicht weiter verfolgt wird:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSobald die erste Verliebtheit verfliegt, betrachten wir unser Gegen\u00fcber kritischer und entdecken pl\u00f6tzlich Schw\u00e4chen und Fehler, die wir vorher vielleicht gar nicht wahrgenommen haben. Der gr\u00f6\u00dfte Beziehungskiller in langen Beziehungen ist der Alltag. Die meisten Beziehung zerbrechen daran \u2013 oft langsam, still und unwiderruflich. Was anf\u00e4ngt mit wilden Streits und Diskussionen, endet oft in un\u00fcberbr\u00fcckbarer Stille und gro\u00dfer Unzufriedenheit.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die fette Hervorhebung ist von mir, denn was mir immer wieder auff\u00e4llt, ist dieses scheinbar zwanghafte Teilen des Alltags in Beziehungen. Klar, wer zusammen eine Familie gr\u00fcnden will, teilt am besten diesselbe Wohnung und managt das Familienleben gemeinsam \u2013 aber alle anderen? Warum meinen so viele Paare, mit dem Geliebten die Wohnung, wom\u00f6glich auch noch st\u00e4ndig das Bett teilen zu m\u00fcssen? Damit holt man sich doch massenweise Steine des Ansto\u00dfes in die Beziehung, z.B.<\/p>\n<ul>\n<li>Unterschiedliche Ordnungsvorstellungen bzw. Unordnungstoleranzen<\/li>\n<li>Alltagsarbeitsverteilungskonflikte: Wer sp\u00fclt, kauft ein, kocht?<\/li>\n<li>\u00dcberwachungsautomatismen: Auf einmal muss man ansagen, wohin man geht und wie lange.<\/li>\n<li>Gemeinsames Bett: Schwitzen, Schnarchen, Morgenmuffeligkeit \u2013 na toll, das alles zu teilen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie sieht das nun aus, wenn der gemeinsame Alltag vermieden wird? Ganz einfach: Man trifft sich zu alledem, was zusammen Freude macht \u2013 und alles allzu Allt\u00e4gliche erspart man sich lieber! Selbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6rt zu einer liebevollen Beziehung auch, dass man sich gegenseitig hilft und unterst\u00fctzt, wenn n\u00f6tig. Das meine ich nicht mit dem \u201eallzu Allt\u00e4glichen\u201c, sondern all das und noch viel mehr, was in o.g. Aufz\u00e4hlung angesprochen ist: Routinen, gelebte Gewohnheiten \u2013 aber auch eigene Freunde, die nicht zwingend zu Freunden des Partners werden m\u00fcssen. Manche leben ja nurmehr in einer P\u00e4\u00e4rchen-Welt, sind allenfalls mit anderen Paaren befreundet. Eine Trennung wird dann besonders schmerzhaft, weil man sich freiwillig sozial isoliert hat.<\/p>\n<p>Klar, in frischer Verliebtheit will man am Liebsten gar nicht von der Seite des Geliebten weichen. Aber das ist eine Phase, die relativ schnell vor\u00fcber geht \u2013 mal sind es Wochen, mal Monate. Ein gemeinsames Leben sollte man nicht auf diesem Ausnahmezustand aufbauen, denn damit legt man oft schon den Grund daf\u00fcr, dass die Liebe nicht lange h\u00e4lt!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Magazin EROSA wird die Frage gestellt: \u201eBeziehung retten oder beenden? Lohnt es sich noch?\u201e. Irgendwie scheint mir das Kriterium, dass Beziehung \u201esich lohnen muss\u201c zwar etwas seltsam, doch ist die dann folgende Empfehlung einer Kosten-Nutzen-Rechnung (nein, es hei\u00dft da nicht so) vermutlich nicht weit entfernt vom wahren Beziehungsleben. 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