{"id":4370,"date":"2000-07-17T14:18:32","date_gmt":"2000-07-17T12:18:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4370"},"modified":"2024-02-29T14:20:39","modified_gmt":"2024-02-29T13:20:39","slug":"endlich-fertig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2000\/07\/17\/endlich-fertig\/","title":{"rendered":"Endlich fertig?"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1.Februar arbeite ich &#8222;am St\u00fcck&#8220; im Rahmen diverser Brot-Jobs. Das ist die l\u00e4ngste Zeit, seit ich das Netz entdeckte und ich merke, es geht mir an die Knochen, nicht erst seit gestern. So ein Online-Arbeitstag hat ja keine acht Stunden, sondern einige mehr, wobei nat\u00fcrlich alles miterledigt wird, was nicht direkt zu Auftr\u00e4gen geh\u00f6rt: Mailinglisen, Privatmail und hier und da mal ein Anfall von Just-for-fun-Kreativit\u00e4t, der mich f\u00fcr Stunden von allem anderen abh\u00e4lt.<!--more--><\/p>\n<p>Auf die Dauer geht nicht nur das st\u00e4ndige Vor-dem-Ger\u00e4t-sitzen auf die Nerven, sondern auch das ununterbrochene Vorhandensein der &#8222;Liste zu erledigender Dinge&#8220; empfinde ich als bedr\u00fcckend. Ein Grund, warum ich nie ein &#8222;ordentliches Arbeitsleben&#8220; f\u00fchrte, war ja der Abscheu davor, niemals wirklich FERTIG zu sein, sondern immer eingespannt in einen Strom von Arbeiten, der niemals endet. Ich brauche den freien Raum, die L\u00fccke, die Leere. Wie man es nennt, ist egal, jedenfalls kommt aus diesem Nichts alle Kreativit\u00e4t, alle Ideen, ja, das ber\u00fchmte Gef\u00fchl von Freiheit und Abenteuer. Und wie lange hab&#8216; ich das schon nicht mehr gehabt!<\/p>\n<p>Urlaubsreif? Vermutlich, ich kenne das bisher nicht, war ja nie eine &#8222;In-Urlaub-Fahrerin&#8220;, denn ich wollte immer hier &amp; jetzt Spa\u00df an der Sache und am Leben insgesamt haben, keine nervigen Reise-Organisationen, Jet-Lags, Besichtigungsturen oder langweiliges Abliegen an irgendwelchen Traumstr\u00e4nden dieser Welt, an denen ich einfach nicht wei\u00df, was ich da soll. Einen Strand hab ich jetzt ganz in der N\u00e4he: 10 Minuten bis zum D\u00fcmmer See, ich glaube, heute mu\u00df es sein, es sieht ja auch so aus, als w\u00fcrde es tats\u00e4chlich ein Sommertag!<\/p>\n<p>Absurd, wie der Trotz gegen das Arbeiten zunimmt: anstatt nun wirklich FERTIG zu werden, neige ich in den letzten Tagen dazu, letzte Aktionen an einem aktuellen Projekt vor mir herzuschieben und mal ein bisschen Nichts zu tun. Ist ja verst\u00e4ndlich, verl\u00e4ngert aber nur die Zeit, in der etwas unabgeschlossen bleibt. Andrerseits: Der Glaube, ich w\u00fcrde wirklich mal wieder FERTIG, ist ja auch Illusion. Allenfalls bringe ich heute mein Umweltprojekt auf den aktuellen Stand (alles drin, was der Auftraggeber &#8218;r\u00fcbergegeben hat), dann folgt die Liste des Organisatorischen (Papierkram) und dann warten die Projekte, die ich mir selber vorgenommen habe: Die Aktualisierung des <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/goto.gif\" alt=\"\" width=\"10\" height=\"10\" border=\"0\" \/> <a href=\"http:\/\/www.netzlexikon.de\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">Online-ABC<\/a> und die Weiterentwicklung eines WebMags zum Thema Webwriting. Der Break, nach dem ich mich sehne, besteht einfach darin, wenigstens die &#8222;kommerziellen&#8220; T\u00e4tigkeiten hinter mir zu haben, f\u00fcr ein paar Wochen das &#8222;Eigene&#8220; zu tun, wobei auch diese Dinge angesichts der langen Warterei auf &#8222;freie&#8220; Zeit schon wie eine Pflicht aussieht, und nicht mehr wie eine Lust. Ganz zu schweigen von meinen W\u00fcnschen in Richtung Net.Art und freien Experimenten, die im Hintergrund aller &#8222;Zu-erledigen-Listen&#8220; stehen, in der Hoffnung, in diesem Leben nochmal eine L\u00fccke zu finden.<\/p>\n<p>Und weil das alles ist, wie es ist, stehe ich immer \u00f6fter auf und meide den Monitor &#8211; das aber kann kein Dauerzustand sein, irgendwie mu\u00df ich &#8218;raus aus dem Trott!<\/p>\n<p>Eine neue Idee zur Auflockerung des Alltags: Ich werd&#8216; mir eine WebCam zulegen und mit Online-Freunden und Kollegen \u00fcber Netmeeting kommunizieren. Dann wird vielleicht das Plaudern als Pause irgendwie realer: echte Menschen gucken mich aus dem Monitor heraus an&#8230; bin mal gespannt, wie das ist!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1.Februar arbeite ich &#8222;am St\u00fcck&#8220; im Rahmen diverser Brot-Jobs. Das ist die l\u00e4ngste Zeit, seit ich das Netz entdeckte und ich merke, es geht mir an die Knochen, nicht erst seit gestern. 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