{"id":4270,"date":"2000-04-27T13:51:43","date_gmt":"2000-04-27T11:51:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4270"},"modified":"2024-02-07T13:55:18","modified_gmt":"2024-02-07T12:55:18","slug":"creative-writing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2000\/04\/27\/creative-writing\/","title":{"rendered":"Creative Writing"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Es ist als br\u00e4che das Gemeinte, der Sinn, die Message aus den Worten aus, sobald ich sie aneinanderreihe&#8220;. Dieser Satz aus einer E-Mail bringt mich ins Gr\u00fcbeln. Ich bin mir n\u00e4mlich nicht mehr sicher, ob ich \u00fcberhaupt etwas meine, bevor ich schreibe &#8211; oder ob es erst im Schreiben entsteht. Die gew\u00f6hnliche Sicht der Dinge ist: ich will etwas sagen, das dr\u00fccke ich schreibend aus. Die &#8222;Message&#8220; geht der Produktion voraus. Mittlerweile erlebe ich faktisch stets das Gegenteil: schreibend entwickeln sich Gedanken und ich w\u00e4hle aus, welche davon ich &#8222;rauslasse&#8220;.<!--more--><\/p>\n<p>Als ich vor ca. 10 Jahren die Creative Writing-Techniken kennenlernte, war ich ungeheuer fasziniert: Endlich ein Ansatz, der diesem Erleben entspricht, ihn entwickelt, damit spielt. Es wird dabei ein &#8222;Schreibanla\u00df&#8220; gesetzt: ein kurzer Blick auf ein Bild, ein St\u00fcck Musik, ein bi\u00dfchen tanzen und pl\u00f6tzlich in der Bewegung stoppen. Dann ein Assoziations-Cluster: ohne jede Ordnung werden auftauchende Worte zu Papier gebracht, nicht linear, sondern in sternf\u00f6rmigen Assoziationsketten. Dabei kristallisiert sich ein Thema heraus, Aspekte und Blickwinklel sammeln sich. Ausgehend von diesem Wortbild ist das Schreiben dann sehr leicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/wortbild-inspiration.jpg\" alt=\"Wortbild\" width=\"485\" height=\"482\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4271\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/wortbild-inspiration.jpg 485w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/wortbild-inspiration-300x298.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/wortbild-inspiration-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><\/p>\n<p>Eine andere Methode ist das Schreiben nach der Uhr: Ab dem &#8222;Start&#8220; wird 10 Minuten geschrieben, alles, was in den Kopf kommt, niemals den Stift absetzen, sondern in Bewegung bleiben, nicht zensieren.<\/p>\n<p>Was mich reizte an diesen Schreib\u00fcbungen war das Risiko des Kontrollverlustes. Ich wollte sehen, was sich da aufschreibt, wenn &#8222;ich&#8220; mich nicht einmische. Leider hatte ich dabei schlechte Karten: mein innerer Kontrollbeamter ist sehr sehr m\u00e4chtig und in der Lage, praktisch jede Geschwindigkeit mitzuhalten. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Es ist als br\u00e4che das Gemeinte, der Sinn, die Message aus den Worten aus, sobald ich sie aneinanderreihe&#8220;. Dieser Satz aus einer E-Mail bringt mich ins Gr\u00fcbeln. Ich bin mir n\u00e4mlich nicht mehr sicher, ob ich \u00fcberhaupt etwas meine, bevor ich schreibe &#8211; oder ob es erst im Schreiben entsteht. Die gew\u00f6hnliche Sicht der Dinge [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[414],"tags":[903],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4270"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4270"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4270\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}