{"id":4140,"date":"1999-11-26T14:59:59","date_gmt":"1999-11-26T13:59:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4140"},"modified":"2024-01-11T15:13:08","modified_gmt":"2024-01-11T14:13:08","slug":"schaufelmaennchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/1999\/11\/26\/schaufelmaennchen\/","title":{"rendered":"Schaufelm\u00e4nnchen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-4143\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/1999\/11\/an-claudia-klinger.jpg\" alt=\"Rose f\u00fcr Claudia\" width=\"200\" height=\"160\" \/>Das R\u00e4tsel hat sich gel\u00f6st! Herzlichen Dank an Ulrich und Piet, die mich auf die Spiegel-Netzwelt aufmerksam machten &#8211; da wird mir im Artikel &#8222;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/netz-literatur-ii-eine-weltbuergerin-zieht-aufs-land-a-53445.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Weltb\u00fcrgerin zieht aufs Land<\/a>&#8222;, speziell f\u00fcr das Webdiary ein &#8222;<strong>goldenes Schaufelm\u00e4nnchen<\/strong>&#8220; verliehen, was mich nat\u00fcrlich sehr freut! Auch f\u00fcr Maximilians <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/rose.htm\">Rose<\/a> und einige wirklich nette Lob-Mails bedanke ich mich! Dieses Diary ist mein Lieblingsprojekt, weil ich hier am allermeisten das schreiben und zeigen kann, was halt gerade anliegt. Ohne gro\u00dfe \u00dcberlegungen, ob es nun f\u00fcr eine Zielgruppe pa\u00dft oder ob es &#8222;n\u00fctzlich&#8220; oder &#8222;literarisch&#8220; genug ist, um im Web zu stehen. Umso mehr motiviert es mich, wenn ich ab und an mitbekomme, da\u00df das einigen gef\u00e4llt. <!--more--><\/p>\n<p>Auch in mir lebt ja noch eine kleine &#8211; mittlerweile zum Gl\u00fcck stark geschrumpfte &#8211; Journalistenseele. Nichts gegen Journalisten! Nur ist das journalistische Schreiben in den letzten Jahren zu einem &#8222;Skandalisieren um jeden Preis&#8220; geworden: verk\u00fcrzen, verdichten, atemloses originell-Sein &#8211; und immer mu\u00df jemand DER B\u00d6SE sein und medial gen\u00fc\u00dflich geschlachtet werden (sofern die Anzeigenabteilung nicht abwinkt!).<\/p>\n<p>Dadurch bekommt das Zeitungen- und Magazine-Lesen eine ganz andere Funktion: Man liest vor allem, um sich Kicks und Emotionen zu verschaffen, kaum noch, um sich zu informieren. Nichts dagegen &#8211; aber WAS F\u00dcR EMOTIONEN sind das? Nicht gerade die freudvollen und positiven. Und FOLGEN hat die Lekt\u00fcre in der Regel auch keine: man wei\u00df, \u00fcber was man heute mit Fug und Recht schimpfen kann&#8230;.<\/p>\n<p>Interessant in diesem Zusammenhang: 42% der Surfer lesen im Web niemals redaktionelle Inhalte etablierter Medien. Und das, obwohl die Aufmerksamkeits\u00f6konomie in den Netzen sowieso dazu f\u00fchrt, da\u00df &#8222;positiver&#8220; geschrieben wird (ein Surftip macht nur Sinn, wenn die Site auch empfehlenswert ist, ansonsten wird sie eben ignoriert. Wer zahlt schon gern f\u00fcr Schrott?). Offenbar merken auch die Millionen Newcomer \u00fcber kurz oder lang, da\u00df das Netz GANZ ANDERE Qualit\u00e4ten zu bieten hat, n\u00e4mlich echte Kommunikation zwischen Menschen, ehrlichen Austausch, gegenseitige Hilfe. Private Homepages vermitteln die &#8222;Lizenz zum Ansprechen&#8220;, Mailinglisten bieten \u00f6ffentliche R\u00e4ume f\u00fcr Gruppen, die sich um die unterschiedlichsten Interessen zusammenfinden und gemeinsam ihre M\u00f6glichkeiten erweitern &#8211; ganz ohne Commerce-Stress und ohne den steten Zwang zur Originalit\u00e4t bzw. zur journalistischen oder wissenschaftlichen Schreibe.<\/p>\n<p>Und jetzt ruft mich die Arbeit&#8230;. heute ist ein typischer grauer Novembertag, an dem das Gl\u00fcck besonders sp\u00fcrbar wird, eine angenehm warme und weitl\u00e4ufige Wohnung zu haben! Da braucht es garnicht &#8222;mehr&#8220;&#8230; :-)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das R\u00e4tsel hat sich gel\u00f6st! 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