{"id":4124,"date":"1999-11-05T13:10:48","date_gmt":"1999-11-05T12:10:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4124"},"modified":"2024-01-11T13:45:05","modified_gmt":"2024-01-11T12:45:05","slug":"vom-selbstbestimmten-ableben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/1999\/11\/05\/vom-selbstbestimmten-ableben\/","title":{"rendered":"Vom selbstbestimmten Ableben"},"content":{"rendered":"<p>Mein gestriges Gedankenspiel \u00fcber das Sterben und den finalen Mausklick, der eigentlich immer m\u00f6glich sein m\u00fc\u00dfte, hat Ulrike zu einem engagierten <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/briefe.htm#ulrike1\">Leserbrief<\/a> angeregt. In der immer mal wieder aufkommenden Diskussion um die Sterbehilfe sagt \u00fcbrigens selten jemand, da\u00df wir Menschen uns u.a. gerade dadurch als solche definieren, da\u00df wir vom eigenen Ende wissen und jeder Zeit in der Lage sind, dieses Leben aus eigenem Wunsch zu beenden. Doch ausgerechnet dann, wenn wir dieses wichtige &#8222;Feature&#8220; unseres Daseins am dringendsten br\u00e4uchten, geraten wir in die f\u00fcrsorglichen H\u00e4nde unseres medizinisch-technischen Komplexes, der uns die wichtigste Freiheit nimmt, n\u00e4mlich Schlu\u00df zu machen, wenn&#8217;s genug ist.<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4128\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelbank.jpg\" alt=\"Bank im Nebel\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelbank.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelbank-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/> <\/p>\n<p>Zuf\u00e4llig &#8211; na, es ist halt November! &#8211; begegnete mir gerade ein Artikel mit dem Titel &#8220; Zu fr\u00fch? Zu sp\u00e4t?&#8220;, der vom &#8222;richtigen Zeitpunkt zum Sterben&#8220; handelt. Darin beeindruckte mich die Passage:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Helmut hinterliess ein Haus, das vom Keller bis unters Dach vollgestopft war mit M\u00f6beln, alten Akten und Gegenst\u00e4nden, die man sp\u00e4ter vielleicht einmal h\u00e4tte brauchen k\u00f6nnen. Die Finanzen waren nicht geregelt, es gab kein Testament, und niemand wusste dar\u00fcber Bescheid, wie der Verstorbene sein Begr\u00e4bnis w\u00fcnschte. Tod und Sterben waren bei ihm nie ein Thema gewesen&#8220;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn ich mir \u00fcberlege, was wohl geschieht, wenn mich zum Beispiel ein Unfall pl\u00f6tzlich dahinrafft &#8211; also, es w\u00e4re nicht ganz unproblematisch f\u00fcr meinen Lebensgef\u00e4hrten, meine Existenz &#8222;abzuwickeln&#8220;. Auf welchen Banken ist mein Geld? Gibt es ein Testament? Wo sind die Telefonnummern derjenigen, die man benachrichtigen mu\u00df? Was wird mit meiner &#8222;virtuellen&#8220; Seite? Welche Beh\u00f6rden und Gesch\u00e4ftspartner sind zu kontakten? Das ist alles v\u00f6llig ungeregelt, und ich denke, ich werde das in diesem November \u00e4ndern. Es reicht nicht, die materiellen Gegenst\u00e4nde zu verringern, das &#8222;Horten&#8220; f\u00fcr sp\u00e4ter zu verlernen &#8211; ich m\u00f6chte auch auf meiner Festplatte, meinen Servern und in der Welt der Papiere und Akten Ordnung sehen: Klarheit, Einfachheit, Transparenz.<\/p>\n<p>Naja, vielleicht hab&#8216; ich ja noch ein bi\u00dfchen Zeit, um das zu \u00fcben!<\/p>\n<p>Hier noch ein paar neue Bilder vom Schlo\u00df im nebligen Novembermorgen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4129\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss2.jpg\" alt=\"Schloss Gottegabe im Nebel\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss2.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4130\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss3.jpg\" alt=\"Schloss Gottegabe im Nebel\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss3.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss3-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4131\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss4.jpg\" alt=\"Schloss Gottegabe im Nebel\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss4.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/nebelschloss4-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein gestriges Gedankenspiel \u00fcber das Sterben und den finalen Mausklick, der eigentlich immer m\u00f6glich sein m\u00fc\u00dfte, hat Ulrike zu einem engagierten Leserbrief angeregt. 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