{"id":4029,"date":"1999-06-03T12:42:28","date_gmt":"1999-06-03T10:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4029"},"modified":"2023-12-03T12:44:30","modified_gmt":"2023-12-03T11:44:30","slug":"vom-umzug-in-den-zeiten-des-netzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/1999\/06\/03\/vom-umzug-in-den-zeiten-des-netzes\/","title":{"rendered":"Vom Umzug in den Zeiten des Netzes"},"content":{"rendered":"<p>Seit wenigen Tagen genie\u00dfe ich wieder &#8222;Freizeit&#8220;, ein umfangreicher Auftrag ist weitgehend fertig. Erleichterung! Irgendwie schaffe ich es nie, diese Endphasen heftiger Arbeit mit Termindruck zu vermeiden. Ich will es garnicht, so scheint es, denn diese Zeiten entfalten eine eigene Qualit\u00e4t: ich erlebe dann eine ungewohnte Leistungsf\u00e4higkeit, produziere gewaltigen Output pro Tag und fange schon an, mir Gedanken zu machen: wenn ich immer so arbeiten w\u00fcrde &#8211; du lieber Himmel, was k\u00f6nnte ich da alles auf die Beine stellen!<!--more--><\/p>\n<p>Das sind nat\u00fcrlich nur realit\u00e4tsfremde Gedanken eines Workaholics w\u00e4hrend des &#8222;Arbeitsanfalls&#8220;! Sobald das Ende erreicht ist, lasse ich alles stehen und liegen und lungere ein bis zwei Tage herum, lese und schreibe Mails, bastle an Webseiten, die wirklich v\u00f6llig frei vom &#8222;Um-zu&#8220; sind (&#8230;noch im Bau!) und frage mich, warum es eigentlich nicht reicht, f\u00fcr das N\u00f6tigste zu arbeiten und ansonsten in der Sonne zu sitzen!<\/p>\n<p>Na, schon bald kann ich das ausprobieren. Ab 15.Juni k\u00f6nnen wir in die neue Wohnung auf Schloss Gottesgabe. Mein Lebensgef\u00e4hrte wird zuerst hinfahren und die Leitungen checken: ISDN an die richtige Stelle, TV-Kabel in beide Zimmer. Ab 1.Juli kann es dann losgehen, und ich bin langsam wirklich gespannt, freu mich riesig auf Wiese, Wald, Pflanzen und Getier, auf die Erforschung der Umgebung und auf all die Abenteuer, die so eine Ver\u00e4nderung des Lebensstils (von der Metropole ins winzige Dorf) mit sich bringt.<\/p>\n<p>So ein Umzug in die Fremde ist ja nicht dasselbe wie vor den Zeiten des Netzes. Meine Online-F\u00fchler sind lange schon ausgestreckt und ich bin \u00fcber alles im Bilde:<\/p>\n<ul>\n<li>kenne die Hauptlinklisten &amp; Portale von Schwerin und Mecklenburg,<\/li>\n<li>hab mir einen \u00dcberblick \u00fcber die Stadt Schwerin, ihre EDV-L\u00e4den, Provider, kulturellen Einrichtungen und Sehensw\u00fcrdigkeiten verschafft<\/li>\n<li>mir private Homepages angesehen<\/li>\n<li>ein paar Leute angemailt<\/li>\n<\/ul>\n<p>und lasse die Worte &#8222;Schwerin&#8220; und &#8222;Mecklenburg&#8220; von Tracerlock \u00fcberwachen, bekomme also t\u00e4glich Mails, welche Webseiten sich angemeldet haben.<\/p>\n<p>Ungerufen haben sich aufgrund dieser Tagebucheintr\u00e4ge mehrere Leute eingefunden, die meine alte Wohnung \u00fcbernehmen wollen &#8211; ich brauch da garnix mehr machen&#8230;<\/p>\n<p>Eine wundersch\u00f6ne Site entdeckte ich gestern: www.duemmer.de ist die Seite des Naturschutzgebiets D\u00fcmmersee, etwa 10 km von meinem k\u00fcnftigen Wohnort. Die Bildergalerie ist ein Traum! Ich kann es kaum erwarten, in diesen Landschaften leibhaftig herumzulaufen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit wenigen Tagen genie\u00dfe ich wieder &#8222;Freizeit&#8220;, ein umfangreicher Auftrag ist weitgehend fertig. Erleichterung! Irgendwie schaffe ich es nie, diese Endphasen heftiger Arbeit mit Termindruck zu vermeiden. 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