{"id":4019,"date":"1999-04-26T12:17:03","date_gmt":"1999-04-26T10:17:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=4019"},"modified":"2023-12-03T12:20:01","modified_gmt":"2023-12-03T11:20:01","slug":"ich-ziehe-doch-aufs-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/1999\/04\/26\/ich-ziehe-doch-aufs-land\/","title":{"rendered":"Ich ziehe DOCH aufs Land!!!"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich gestern den wohl langweiligsten Beitrag seit je in dieses Diary gschrieben und dabei noch verk\u00fcndet hatte, der &#8222;Moloch Stadt&#8220; sei der einzige Ort, an dem ich leben k\u00f6nne, hat sich nachmittags die Welt gedreht.<!--more--><\/p>\n<p>Sehr wahrscheinlich zieh&#8216; ich DOCH aufs Land. Und zwar nicht nur so ein paar Kilometer vor Berlin, in diese dicht zersiedelte Brandenburger Nah-Umgebung &#8211; sondern RICHTIG in den WILDEN OSTEN! Nach Mecklenburg, wo sich noch heute Fuchs und Hase gute Nacht sagen und wo auf einem Quadratkilometer nur 53 Menschen wohnen! Und ich zieh auch nicht in einen umgebauten Bauernhof, wie ich es zur Jahreswende noch vorhatte, sondern nach Schlo\u00df Gottesgabe, ein ehemaliges Gutsherrenhaus in einem 200-Seelendorf 9 Kilometer von Schwerin.<\/p>\n<p>Wie kommts? Gestern waren mein liebster Feund und ich zum Grillen bei Freunden eingeladen. Wolfgang, Zehra und ihre 3 Kinder wohnen nicht sehr weit von uns, doch sehen wir uns nicht oft, wie es eben in der Stadt normal ist, wo sich der Alltag der Menschen kaum ber\u00fchrt, wenn nicht absichtlich etwas &#8222;veranstaltet&#8220; wird. Nach der Wende hatten die beiden Schlo\u00df Gottesgabe gekauft und liebevoll restauriert, modernisiert und modernen Wohnbed\u00fcrfnissen angepa\u00dft &#8211; jetzt ziehen sie auch wirklich dorthin, auch die Kinder w\u00fcnschen es sich. Zudem wollen sie auf einem Areal mit riesigen still gelegten Schweinest\u00e4llen eine Siedlung mit preiswerten H\u00e4usern errichten. Ein gro\u00dfes Vorhaben! Und sie laden uns ein, mitzuziehen &#8211; am besten gleich, sp\u00e4testens aber zum Juli.<\/p>\n<p>Das Haus bietet 1000 M\u00f6glichkeiten, sich &#8222;aush\u00e4usig&#8220; zu besch\u00e4ftigen: einen Garten anlegen, ein Gew\u00e4chshaus bauen, ein Nebengeb\u00e4ude ausbauen, den Wald und den hinter dem Haus gelegenen Park pflegen. Im Haus sind 11 Wohneinheiten, die meisten als Maisonette-Wohnung angelegt, also jeweils Erdgescho\u00df und 1.Stock. Wir haben die Wahl zwischen einer gro\u00dfen und einer kleinen Wohnung &#8211; ich denk, wir nehmen die gro\u00dfe! In n\u00e4chster N\u00e4he ist ein Badesee, ein Naturschutzgebiet, das Meer ist nicht weit &#8211; ach, traumhaft!<\/p>\n<p>H\u00e4tte ich nicht 5 Monate im Gedanken gelebt, nach Brandenburg zu ziehen (was sich ja dann zerschlagen hat), w\u00e4re ich jetzt wohl kaum in der Lage, die Entscheidung zu treffen, Berlin zu verlassen! Doch es ist, als w\u00fcrde mich die Existenz darin unterst\u00fctzen, das zu tun, was angesagt ist, indem sie es mir leicht macht und alle Umst\u00e4nde so arragiert, da\u00df ich kaum noch nein sagen kann, nicht nein sagen will &#8211; auch wenn die Tr\u00e4gheit und die Gewohnheiten, die 20 Jahre in diesem Berliner Kiez dagegen sprechen. Nie war es leichter, einfacher und selbstverst\u00e4ndlicher, dieses Leben noch einmal zu \u00e4ndern und aufs Land zu ziehen, als jetzt, mit unseren Freunden, bei denen wir uns auch ein bi\u00dfchen n\u00fctzliche machen k\u00f6nnen.  <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich gestern den wohl langweiligsten Beitrag seit je in dieses Diary gschrieben und dabei noch verk\u00fcndet hatte, der &#8222;Moloch Stadt&#8220; sei der einzige Ort, an dem ich leben k\u00f6nne, hat sich nachmittags die Welt gedreht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[471,895],"tags":[896,526],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4019"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4019\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}