{"id":3992,"date":"2000-08-09T13:27:00","date_gmt":"2000-08-09T11:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=3992"},"modified":"2023-12-02T13:32:51","modified_gmt":"2023-12-02T12:32:51","slug":"interna-kommerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2000\/08\/09\/interna-kommerz\/","title":{"rendered":"Interna: Kommerz?"},"content":{"rendered":"<p>Es ist nicht leicht, der <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2000\/08\/08\/die-dritte-traegheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;dritten Tr\u00e4gheit&#8220;<\/a> zu entkommen! mein Bed\u00fcrfnis nach Klarheit und Konzentration nimmt zu, doch jeder Versuch, zum Beispiel auch nur meine Weblandschaft einzudampfen, st\u00f6\u00dft auf Widerst\u00e4nde. Immerhin sind die Seiten vernetzt, unbekannte und bekannte Quellen linken ihrerseits auf meine Projekte &#8211; einfach l\u00f6schen w\u00e4re eine S\u00fcnde gegen\u00fcber dem Netz. Ich hasse es ja auch, wenn ich irgendwo hinklicke und es erscheint nur &#8222;File not found&#8220;.<!--more--><br \/>\nDennoch kann und will ich verschiedene Dinge nicht mehr pflegen und aktualisieren, meine Vergangenheit wird ja &#8211; allein der Menge an Zeit nach &#8211; immer gr\u00f6\u00dfer und w\u00fcrde mehr und mehr meine Gegenwart durch die aufgelaufenen Pflichten belegen, wenn ich keinen Weg da &#8218;raus finde.<\/p>\n<p>Ich werde also die Projekte &#8222;abschliessen&#8220;, definitiv auf alle Leitseiten schreiben: &#8222;Dieses Projekt ging (zum Beispiel) von 1996 bis 1998, wer Aktuelles lesen will, soll ins Digidiary sehen!&#8220;. Wenn ich daran denke, wie lange es gedauert hat, bis ich bei dieser Form gelandet bin, mich endlich traute, mein Publishing an meinem Namen aufzuh\u00e4ngen (https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/) und nicht an einem abstrakten Projektnamen, kann ich mich nur wundern! Dabei ist es so naheliegend: Wenn ich ein Online-Magazin unter einem Projektnamen einf\u00fchre, muss ich ganz bestimmte Themen und Bereiche bedienen, eben die, die ich zur Zeit der Gr\u00fcndung als wichtig und reizvoll empfand. Das \u00e4ndert sich jedoch von Monat zu Monat und hat bei mir dazu gef\u00fchrt, im Lauf der Jahre eine Unzahl von Cyberzines und Einzelprojekten ins Leben zu rufen, denen ich nie lange gerecht werden kann &#8211; und nat\u00fcrlich auch nicht mu\u00df, denn dabei handelt es sich ja um Just-for-fun-Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Die Diary-Form finde ich sehr befriedigend: keine festen Themen, alles ist m\u00f6glich. Der Nachteil: Artikel, die vielleicht \u00fcber den Tag hinaus von Interesse w\u00e4ren, versinken in der Vergangenheit und werden von einschl\u00e4gig (=thematisch) interessierten Leuten nicht gefunden. Ein L\u00f6sung w\u00e4re, alle Diary-Beitr\u00e4ge in eine Datenbank zu schreiben und sie zus\u00e4tzlich mit Stichworten zu versehen. Sie k\u00f6nnten dann zum einen hier erscheinen wie bisher, zus\u00e4tzlich aber auch unter einer &#8211; Magazin-artigen &#8211; anderen Oberfl\u00e4che, nach Themenbereichen sortiert und so leichter findbar. Die Technik einer solchen L\u00f6sung ist mir allerdings fremd und ich werde in die Richtung auch vermutlich nicht viel lernen. Br\u00e4uchte also jemand Kundigen, um das zu verwirklichen, den ich BEZAHLEN m\u00fc\u00dfte. Und das ist nun doch eine H\u00fcrde bei einem Projekt, das f\u00fcr mich v\u00f6llig nonkommerziell ist und auch bleiben mu\u00df!<\/p>\n<p>Andrerseits hab&#8216; ich schon \u00f6fter daran gedacht, zum Beispiel von mir empfohlene B\u00fccher oder Software, die ich selber nutze, in so einer Art &#8222;Claudia&#8217;s Web-Shop&#8220; anzubieten und hier zu verlinken. Das bringt vielleicht ein paar Mark, die ich dann in &#8222;Extensions&#8220; f\u00fcrs Diary fliessen lassen k\u00f6nnte, die jenseits meines Schreibens liegen und eben einen Programmierer brauchen. Mir geht es ja auch so, dass ich zum Beispiel schon gern mal ein Buch bei Dr.Web kaufe, wenn es dort positiv rezensiert wird, oder mir eine CD zulege, weil sie ein Online-Freund empfiehlt.<\/p>\n<p>Mein Leben lang hab&#8216; ich versucht, mit dem, was ich GERNE tue, auch mein Geld zu verdienen. Dabei bin ich ziemlich weit gekommen, ja, so weit, dass ich festgestellt habe: Der Kern der Freude ist IMMER nonkommerziell. Die sch\u00f6nste Arbeit, die kreativste T\u00e4tigkeit, die freieste Form von Dienstleistung befriedigt letztlich niemals, weil sie Dienstleistung f\u00fcr jemand bestimmten zu konkreten Zwecken ist. Mal angenommen, jemand w\u00fcrde das Webdiary sponsern: Ab sofort M\u00dcSSTE ich an 6 Tagen die Woche Diary-schreiben, es w\u00e4re nicht mehr freiwillig. Zudem w\u00fcrde ich automatisch darauf achten, dass die Inhalte und Aussagen die Person bzw. das Unternehmen des Sponsors nicht in Verlegenheit bringen &#8211; unter diesen Umst\u00e4nden w\u00e4re das Diary unm\u00f6glich!<\/p>\n<p>Es ist EINE Sache, zu lernen und zu akzeptieren, ja, sogar sehr zu SCH\u00c4TZEN, dass ein bestimmter Bereich der eigenen Aktivit\u00e4t jeder Kommerzialisierung widerstrebt. Schlie\u00dflich hatte ich nie die Idee, dass all die Dinge, die mir Spa\u00df machen, Geld bringen m\u00fcssen. Etwas anderes ist es, f\u00fcr dieses eigene freie Arbeiten auch noch Geld auszugeben, Geld, dass ich anderwo in weniger freier Arbeit ja erst verdienen mu\u00df. Wenn ich mir ansehe, wie sehr es mich lockt, das Diary auszubauen, bzw. freie Webwerke zu schaffen, die keinem Zweck dienen, dann mach&#8216; ich mir schon mal Gedanken, wie ich dieses &#8222;Umfeld&#8220; selbst nutzen kann, um zu meiner Finanzierung beizutragen &#8211; nicht durch inhaltliche Fron-Dienste, sondern durch Ad-Ons wie eben &#8222;Claudia&#8217;s Web-Shop&#8220;.<\/p>\n<p>Mal sehen, ob aus diesem Gedankenspiel was wird&#8230; :-)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nicht leicht, der &#8222;dritten Tr\u00e4gheit&#8220; zu entkommen! mein Bed\u00fcrfnis nach Klarheit und Konzentration nimmt zu, doch jeder Versuch, zum Beispiel auch nur meine Weblandschaft einzudampfen, st\u00f6\u00dft auf Widerst\u00e4nde. Immerhin sind die Seiten vernetzt, unbekannte und bekannte Quellen linken ihrerseits auf meine Projekte &#8211; einfach l\u00f6schen w\u00e4re eine S\u00fcnde gegen\u00fcber dem Netz. Ich hasse [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[148,9,7,414],"tags":[854,853],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3992"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3992"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3992\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}