{"id":3857,"date":"2023-06-20T13:43:02","date_gmt":"2023-06-20T11:43:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=3857"},"modified":"2023-06-20T13:44:22","modified_gmt":"2023-06-20T11:44:22","slug":"ki-musik-und-ki-bilder-verletzen-keine-urheberrechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2023\/06\/20\/ki-musik-und-ki-bilder-verletzen-keine-urheberrechte\/","title":{"rendered":"KI-Musik und KI-Bilder verletzen keine Urheberrechte!"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>&#8222;Wie aus internen E-Mails, die der &#8222;Financial Times&#8220; vorliegen, hervorgeht, verlangt Universal Music, dass Plattformen wie Spotify oder Apple gezielt gegen die Verbreitung von KI-generierter Musik vorgehen. &#8222;Wir werden nicht z\u00f6gern, Schritte zu unternehmen, um unsere Rechte und die unserer K\u00fcnstler zu sch\u00fctzen&#8220;, schrieb Universal Music bereits im M\u00e4rz an die Streamingdienste.&#8220; <\/p><\/blockquote>\n<p>\u00b4(<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ki-musikindustrie-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Welche Rechte werden denn durch die KI verletzt?<\/strong> Ja, zum Training lesen Bilder-KIs von Kreativen geschaffene Bilder und Fotos ein, die urheberrechtlich gesch\u00fctzt sind. Ebenso verh\u00e4lt es sich bei Musik. Allerdings ist das, was die KI aus den Materialien und den Anforderungen (Prompts) der User erstellt, KEIN PLAGIAT. Sondern eine eigenst\u00e4ndige Kreation &#8222;im Stil von&#8230;.&#8220; &#8211; und ein Stil ist nun mal nicht urheberrechtlich sch\u00fctzbar, ebensowenig wie die Informationen in Presseartikeln. Gesch\u00fctzt ist immer nur das konkrete Werk, die spezifische Gestalt, die Urheber\/innen den Formen, Farben, T\u00f6nen und Texten geben.<!--more--><\/p>\n<p>Lest dazu den Artikel auf Heise zu KI und Urheberrecht &#8222;<span class=\"dh1 head5\"><a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/ki-und-urheberrecht-informationen-als-solche-sind-nicht-geschuetzt-2303-172694.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Informationen als solche sind nicht gesch\u00fctzt<\/a>&#8220; &#8211; ein Interview mit der Rechtsprofessorin Anne Lauber-R\u00f6nsberg. Sie best\u00e4tigt, dass Stile und Informationen nicht sch\u00fctzbar sind, also auch nicht KI-Erzeugnisse, die auf urheberrechtlich gesch\u00fctztem Material basieren, sagt aber auch:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p id=\"gpar27\">&#8222;Ich sehe das auch so, dass wir eine Tech-Regulierung brauchen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das eine urheberrechtliche Regulierung sein soll. Ich vermute, wir brauchen eine umfassendere Regulierung. Gleichzeitig kann eine rechtliche Regulierung nur in sehr begrenztem Ma\u00dfe den Wandel von Gesch\u00e4ftsmodellen aufhalten. Es ist eine disruptive Entwicklung zur Frage, unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen zuk\u00fcnftig Inhalte angeboten werden.<\/p>\n<p id=\"gpar28\">Die Schutzmechanismen sollen auch Informationen gar nicht erfassen und hiermit monopolisieren, weil ja Informationen gerade frei sein sollen. Diese Begrenztheit des Schutzes kann dazu f\u00fchren, dass KI-Anbieter als Trittbrettfahrer von den frei nutzbaren Informationen profitieren k\u00f6nnen, die andere mit erheblichem finanziellen Aufwand aufbereitet haben. Wenn man allerdings den Schutz ausweiten w\u00fcrde, so dass auch Information als solche erfasst w\u00fcrde, dann bef\u00fcrchte ich gro\u00dfe Kollateralsch\u00e4den. Denn die Freiheit der Information als solche ist ja auch eine Errungenschaft. Das ist eben das Dilemma.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Weil ich selbst alles lesen, h\u00f6ren und sehen darf, was so alles produziert wird und daraus eigene Werke erschaffen, bin ich schwer dagegen, dass dieses Recht &#8222;wegen KI&#8220; eingeschr\u00e4nkt wird. Schlie\u00dflich sind es wir Menschen, die die KI anweisen, das f\u00fcr uns zu tun, was wir selbst immer schon tun d\u00fcrfen, nur eben mit deutlich mehr Aufwand.<\/p>\n<p>Gegen \u00dcberlegungen, wie man etwas von dem Geld, das mit KIs verdient wird, f\u00fcr den Kulturbereich absch\u00f6pft, habe ich allerdings nichts, ganz im Gegenteil: Auf irgend eine Weise m\u00fcssen die Hersteller und Eigent\u00fcmer der KIs zum Gemeinwohl beitragen &#8211; und dazu geh\u00f6rt eben auch, das kreative Erschaffen von Texten, Bildern und Musik zu f\u00f6rdern. Einerseits tun sie das bereits, n\u00e4mlich indem sie ihre KIs in gewissem Umfang kostenlos zur Verf\u00fcgung stellen &#8211; das f\u00fchrt ja schon jetzt zu einer Explosion kreativen Schaffens. Andrerseits sollten auch die rein menschlichen Urheber der Basismaterialien auf irgend eine Weise profitieren &#8211; aber bitte nicht mittels des komplizierten Urheberrechts!<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Und sonst: Ich empfehle Euch die beeindruckende ARTE-Doku: <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/110331-003-A\/twist\/\">TWIST: Kann KI Kunst?<\/a><br \/>\n&#8222;Videos, Fotos und Literatur kommen heute in beeindruckender Qualit\u00e4t von KI-Programmen. Welches Potential steckt darin und welche Bedrohung geht f\u00fcr die Kulturwelt davon aus? &#8222;Twist&#8220; fragt den Fotografen Boris Eldagsen, warum er den Preis f\u00fcr sein KI-Bild abgelehnt hat und schaut auf die Digitalkunst-Schau &#8222;Dimensions&#8220; in Leipzig, die vom Datenanalysten Palantir gesponsert wird.&#8220;<\/p>\n<p>Absolut sehenswert!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wie aus internen E-Mails, die der &#8222;Financial Times&#8220; vorliegen, hervorgeht, verlangt Universal Music, dass Plattformen wie Spotify oder Apple gezielt gegen die Verbreitung von KI-generierter Musik vorgehen. &#8222;Wir werden nicht z\u00f6gern, Schritte zu unternehmen, um unsere Rechte und die unserer K\u00fcnstler zu sch\u00fctzen&#8220;, schrieb Universal Music bereits im M\u00e4rz an die Streamingdienste.&#8220; \u00b4(Tagesschau) Welche Rechte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[687],"tags":[685,717,715,473,723,722],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3857"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3857"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3857\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}