{"id":384,"date":"2009-11-19T11:53:22","date_gmt":"2009-11-19T09:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=384"},"modified":"2009-11-23T13:41:36","modified_gmt":"2009-11-23T11:41:36","slug":"kleine-medienlese-zwischendurch-streetart-information-overflow-leistungsschutzrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2009\/11\/19\/kleine-medienlese-zwischendurch-streetart-information-overflow-leistungsschutzrecht\/","title":{"rendered":"Kleine Medienlese zwischendurch: Streetart, Information-Overflow, Leistungsschutzrecht"},"content":{"rendered":"<p>Also ich finde den aus ein bisschen Pappe mal eben gebastelten <a href=\"http:\/\/urbanshit.de\/?p=979\">&#8222;starken Baum&#8220;<\/a> am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg k\u00fcnstlerisch wertvoller als den <a href=\"http:\/\/hausblog.taz.de\/2009\/11\/pimmel-ueber-berlin\/\">&#8222;Pimmel \u00fcber Berlin&#8220;<\/a>, mit dem sich die TAZ aufw\u00e4ndig und formatf\u00fcllend ihre Richtung Springer-Geb\u00e4ude zeigende Ostwand verzieren lie\u00df. Zwar darf Satire alles, na klar, aber damit haben sich die TAZler einen Schuss ins eigene Knie verpasst: der Gegner wird sich freuen, dass seine &#8222;Lieblings-Linken&#8220; nun t\u00e4glich unter seinem Gem\u00e4cht durchgehen m\u00fcssen, wenn sie zur Arbeit gehen &#8211; ein echter Flop! <!--more--><\/p>\n<h2>Schirrmachers Kopf kommt nicht mehr mit<\/h2>\n<p>Dass <a href=\"http:\/\/83273.homepagemodules.de\/t2485f14-Zettels-Meckerecke-Kulturkritiker-Schirrmacher.html\">Kommentatoren<\/a> den SPON-Artikel Frank Schirrmachers <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,661307,00.html\">&#8222;Intelligenz und Computer &#8211; mein Kopf kommt nicht mehr mit&#8220;<\/a> als <em>&#8222;vor allem anstrengend. Eine Qual, die kein Ende finden wollte&#8220;<\/em> bezeichnen,  best\u00e4tigt im Grunde nur, was er schreibt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Informationen fressen Aufmerksamkeit, sie ist ihre Nahrung. Aber es gibt nicht gen\u00fcgend Aufmerksamkeit f\u00fcr all die neuen Informationen, nicht einmal mehr in unserem eigenen pers\u00f6nlichen Leben. Unsere K\u00f6pfe sind die Plattformen eines \u00dcberlebenskampfes von Informationen, Ideen und Gedanken geworden, und je st\u00e4rker wir unsere eigenen Gedanken in das Netz einspeisen, desto st\u00e4rker werden wir selbst in diesen Kampf miteinbezogen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Artikel gibt einen Vorgeschmack auf das diese Woche erscheinende Buch <a class=\"nlink\"  title=\"mehr  dazu auf AMAZON (Partnerlink)\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FPayback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%25C3%25BCckgewinnen%2Fdp%2F389667336X%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1258622128%26sr%3D8-1&#038;site-redirect=de&#038;tag=daswildegarte-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742\">Payback<\/a><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=daswildegarte-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> &#8211; <em>warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle \u00fcber unser Denken zur\u00fcckgewinnen<\/em>. Darin beschreibt Schirrmacher seine Sicht auf die schier \u00fcberw\u00e4ltigende Macht der Informationstechnologie und warnt vor den Risiken des Freiheitsverlusts, der entsteht, wenn sich Menschen ganz in ihre eigene Berechenbarkeit f\u00fcgen. Wie man trotz der Datenflut die eigene Kreativit\u00e4t bewahren kann, soll ebenfalls Thema sein, doch im Vordergrund steht die Kritik, die den Leser zur Selbstreflektion zwingt: Stimmt das allles wirklich so? Lasse ich mich vom Info-Strom und meinen Ger\u00e4tschaften treiben? <\/p>\n<h2>Werden Links genehmigungspflichtig?<\/h2>\n<p>Dass sich Netz-User bez\u00fcglich der &#8222;Holzmedien&#8220; und ihrer Online-Ableger so gar nicht g\u00e4ngeln lassen und lieber per Google, Rivva und Co. gefundene Einzelartikel ansteuern als die &#8222;B\u00fcndelung&#8220; der Verlage zu goutieren, ist den Verlegern lange schon ein Dorn im Auge. Mit dem Hammer des <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Verlage-rechnen-mit-Gesetzentwurf-fuer-Leistungsschutzrecht-noch-in-diesem-Jahr-861101.html\">&#8222;Leistungsschutzrechts&#8220;<\/a> wollen sie ihre alten hohen Profite in die neue Zeit retten: Wer auch <a href=\"http:\/\/carta.info\/18429\/mathias-schwarz-blogs-rippen-qualitaetspresse-leistungsschutzrecht\">nur kurze Ausschnitte<\/a> aus ihren Artikeln zitiert und verlinkt, soll zahlen &#8211; wie genau, damit <a href=\"http:\/\/netzwertig.com\/2009\/11\/18\/leistungsschutzrecht-nichts-genaues-weiss-man-nicht\/\">halten sie noch hinterm Berg<\/a>, was nichts Gutes ahnen l\u00e4sst und <a href=\"http:\/\/www.netzpolitik.org\/2009\/verwirrung-ums-leistungsschutzrecht\/\">vielen Spekulationen<\/a> Raum bietet. <\/p>\n<p>Im schlimmsten Fall wird Zitieren und Verlinken genehmigungs- bzw. kostenpflichtig, was auf eine <a href=\"http:\/\/www.stilstand.de\/archives\/3879\/\">Beerdigung der \u00d6ffentlichkeit<\/a>, wie wir sie im Netz kennen, nutzen und sch\u00e4tzen hinaus l\u00e4uft. Auch dieser Beitrag w\u00e4re dann aufgrund der Zitate und Links illegal, und Blogs und kleine Medien w\u00e4ren von heute auf morgen verschwunden, denn niemand h\u00e4tte die Kapazit\u00e4ten, um all die alten Seiten an die neue Lage anzupassen &#8211; sofern \u00fcberhaupt m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Dass es nicht so weit kommt, ist zu hoffen: so d\u00e4mlich und hinterweltlerisch kann selbst Schwarz-Gelb nicht sein! Und so wird es wohl auf eine erweiterte VG-Wort, eine Abgabe wie f\u00fcr die GEZ bzw. eine Form der Kulturflatrate hinaus laufen &#8211; wir d\u00fcrfen gespannt sein! Sympathien gewinnen die alten Medien mit derlei Vorgehen jedenfalls nicht. Mal schauen, ob ihnen der Stein, den sie werfen wollen, nicht selber schwer auf die F\u00fc\u00dfe f\u00e4llt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also ich finde den aus ein bisschen Pappe mal eben gebastelten &#8222;starken Baum&#8220; am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg k\u00fcnstlerisch wertvoller als den &#8222;Pimmel \u00fcber Berlin&#8220;, mit dem sich die TAZ aufw\u00e4ndig und formatf\u00fcllend ihre Richtung Springer-Geb\u00e4ude zeigende Ostwand verzieren lie\u00df. 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