{"id":365,"date":"2009-10-13T10:23:42","date_gmt":"2009-10-13T08:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=365"},"modified":"2009-10-14T12:14:18","modified_gmt":"2009-10-14T10:14:18","slug":"internet-im-liegen-aber-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2009\/10\/13\/internet-im-liegen-aber-wie\/","title":{"rendered":"Internet im Liegen &#8211; aber wie?"},"content":{"rendered":"<p>Noch immer hab&#8216; ich keinen Netbook. Eigentlich wollte ich schon vor einem halben Jahr zuschlagen, doch konnte ich mich nicht f\u00fcr ein Modell entscheiden. Erstmal warten, ob die handlichen Ger\u00e4te nicht doch noch etwas leistungsf\u00e4higer werden, schlie\u00dflich bin ich von meinem schnellen PC verw\u00f6hnt. Mit ihm kann ich immer schon &#8222;alles machen&#8220;, deshalb f\u00fcrchte ich den Sturz in die Steinzeit, wenn ich mir so ein langsames Maschinchen zulege, mit dem man wieder warten, warten, warten muss, bis sich ein Bild aufgebaut oder ein PDF ge\u00f6ffnet hat. <!--more--><\/p>\n<h2>Im Liegen surfen<\/h2>\n<p>Naja, vielleicht ist das \u00fcbertrieben, vielleicht sollte ich einfach irgend ein gut bewertetes Teil kaufen und es eben wieder abgeben, wenn sich heraus stellt, dass es meinen Bedarf nicht deckt. Der ist gar nicht so exotisch und nur begrenzt auf &#8222;Mobilit\u00e4t&#8220; ausgerichtet: ich will im Liegen surfen, kommentieren, bookmarken und bloggen k\u00f6nnen. Denn ich bin ein wandelnder Sitzschaden nach sovielen Jahren &#8222;vor dem Ger\u00e4t&#8220;. Da hilft auch kein Yoga, kein <a href=\"http:\/\/www.das-wilde-gartenblog.de\">Garten<\/a>, kein gar nichts: wer als &#8222;Default-Haltung&#8220; immer wieder auf dem Stuhl vor dem Bildschirm landet, muss nun mal mit entsprechenden Gebrechen rechnen. Nicht gleich, aber auf die Dauer ganz bestimmt. <\/p>\n<p>Ach ja, die PC-St\u00fchle und Schreibtische wurden im Lauf der Jahre auch immer komfortabler. Ein Blick unter meinen Super-duper-ergo-irgendwas-Stuhl verschl\u00e4gt mir fast die Sprache: vor lauter Einstellungshebeln, R\u00e4dern, Ebenen und frei in alle Richtungen schwingenden Teilen ist jegliches &#8222;mal eben verstellen&#8220; eigentlich nicht drin. Da m\u00fcsste ich erst die Gebrauchsanleitung wiederfinden, doch daran liegt es sowieso nicht: die Einstellungen stimmen, ich kann nur nicht mehr normal sitzen, lange schon nicht! <\/p>\n<h2>Gequetschte Nerven<\/h2>\n<p>Also hocke ich auf dem Stuhl, wechsle gelegentlich in den Schneidersitz oder in die ertr\u00e4glichste aller Stellungen: Beine lang und hoch gelegt auf einen Papierkorb, auf dem ein festes Kissen liegt. Gerade das mag allerdings der untere R\u00fccken gar nicht, doch schmerzt er nicht etwa, wie beim viel zitierten &#8222;Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung&#8220;, sondern kappt den Durchfluss der Nervenimpulse. &#8222;Spinale Enge&#8220; hei\u00dft das Leiden, wie ich aus einem herum liegenden Heftchen beim Zahnarzt erfuhr. Es tut erst gar nicht weh und stellt sich schleichend ein: seltsame Taubheiten am Oberschenkel, die das Gef\u00fchl vermitteln, ein Teil der Beinmuskulatur geh\u00f6re einem nicht und sei besser abzusch\u00fctteln. <\/p>\n<p>Es stellt sich bei l\u00e4ngerem Stehen oder Laufen ein, also dann, wenn der K\u00f6rper nicht in der gewohnten 90 Grad-Knickung sitzt. Und es bleibt nicht beim tauben Gef\u00fchl, sondern verdichtet sich zu einem hei\u00df-kalten Schmerz, der mich wahrlich gehbehindert macht: ich muss mich dann vorbeugen oder absetzen und die Beine hoch legen, dann stellt sich binnen einer halben bis ganzen Minute das &#8222;richtige&#8220; Gef\u00fchl wieder her. Ganz klar: da werden Nervenleitungen gequetscht und das &#8222;Signal&#8220; wird unterbrochen &#8211; bis ich mich wieder in die gewohnte &#8222;Sitz-Beuge&#8220; begebe und der Durchfluss wieder klappt. \u00c4rgerlich, denn ohne diese Erscheinung, mit der ich seit fast 10 Jahren lebe, h\u00e4tte aus mir noch ein Wander-Fan werden k\u00f6nnen! <\/p>\n<p>Na klar, man kann das operieren &#8211; auch das wei\u00df ich aus dem informativen Heftchen. Die mecklenburger \u00c4rztin, bei der ich vor 10 Jahren halbwegs alarmiert einlief, wusste es damals nicht. Sie kannte keine Therapie-Perspektive au\u00dfer &#8222;Nerv kappen, wenn es zu schlimm wird&#8220;.  Na danke! Dann hab&#8216; ich das, was jetzt als Nerverei beim Stehen und Laufen auftritt, immer &#8211; klasse Idee! Auch jetzt bin ich lange noch nicht so weit, mir an der Wirbels\u00e4ule rumschnippeln lassen zu wollen. Es k\u00f6nnte ja sein, ich wache auf und sp\u00fcr&#8216; vom Bein gar nichts mehr. <\/p>\n<p>Kurzum: Internet im Liegen ist das n\u00e4chste, was ansteht. Nicht f\u00fcr dauernd, sondern nur f\u00fcr die Stunden, die \u00fcber einen Halbtagsjob hinaus gehen. Und dazu brauch ich ein Ger\u00e4t, dass mich nicht st\u00e4ndig wieder vor den PC treibt, weil es mir viel zu langsam ist &#8211; und zus\u00e4tzlich ein (evtl. selbst zu bauendes) dreh- und schwenkbares Halte-Tablett zum abstellen bzw. drauf feststellen. <\/p>\n<p>Ich denke da schon lange dr\u00fcber nach und freu mich \u00fcber Ideen und Vorschl\u00e4ge f\u00fcrs passende Equipment &#8211;  auch Beitr\u00e4ge von Leidensgenossen in Sachen Sitzsch\u00e4den sind herzlich willkommen!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch immer hab&#8216; ich keinen Netbook. Eigentlich wollte ich schon vor einem halben Jahr zuschlagen, doch konnte ich mich nicht f\u00fcr ein Modell entscheiden. 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