{"id":344,"date":"2009-09-19T11:49:43","date_gmt":"2009-09-19T09:49:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=344"},"modified":"2009-10-13T10:35:03","modified_gmt":"2009-10-13T08:35:03","slug":"ergebnisse-der-blog-umfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2009\/09\/19\/ergebnisse-der-blog-umfrage\/","title":{"rendered":"Ergebnisse der Blog-Umfrage"},"content":{"rendered":"<p>Erstmal herzlichen Dank allen 154 Leserinnen und Lesern, die an meiner <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2009\/09\/15\/was-ich-auch-noch-bloggen-koennte-eine-umfrage\/\">Blog-Umfrage<\/a> teilgenommen haben &#8211; und auch all denen, die mich ihre Meinung per Kommentar oder Mail wissen lie\u00dfen! Ich wei\u00df das sehr zu sch\u00e4tzen, ist es doch nicht selbstverst\u00e4ndlich in einer Webwelt, die unz\u00e4hlige Quellen anbietet: eigentlich immer zu viel, als dass man sich noch Gedanken \u00fcber ein MEHR machen m\u00f6chte. <!--more--><\/p>\n<p>Hier das Ergebnis:<\/p>\n<p style=\"text-align:center\"><img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/bilder\/blogumfrage.gif\" alt=\"Altern: 100 (64,94%); Wellness: 20 (12,99%); Buch-Blog: 34 (22,08%).\" title=\"Altern: 100 (64,94%); Wellness: 20 (12,99%); Buch-Blog: 34 (22,08%).\" \/><\/p>\n<p>Das ist ein recht klares Voting: F\u00fcnf mal soviel Stimmen f\u00fcr &#8222;Altern&#8220; wie zur &#8222;Wellness&#8220; zeigen, dass zumindest die dem Diary verbundenen Leser dieses Thema deutlich pr\u00e4ferieren. <\/p>\n<p>&#8222;Wellness mit Sinn&#8220; lege ich also schon mal zu den Akten &#8211; auch deshalb, weil der Begriff zu umstritten ist, als dass ich mir die sich daraus ergebenden <a href=\"http:\/\/www.das-wilde-gartenblog.de\/2009\/09\/15\/welches-blog-schreib-ich-als-naechstes-eine-umfrage\/#comment-2425\">Diskussionen um &#8222;Sinn und Unsinn&#8220;<\/a> mutwillig auf ein eigenes Blog ziehen wollte. Die Themen lassen sich auch anders unterbringen &#8211; hier oder in dem neuen Projekt, wie immer es dann auch hei\u00dfen mag. (Und f\u00fcr meine auch beruflich bedingten Info- und Kommunikationsbed\u00fcrfnisse reicht mir mein Twitter-Stream <a href=\"http:\/\/twitter.com\/wellnessinfos\">&#8222;Wellnessinfos&#8220;<\/a>).<\/p>\n<h2>\u00dcberlegungen zum &#8222;Breitband-Blog&#8220;<\/h2>\n<p>Es wundert mich nicht, dass einige sich vehement f\u00fcr den Erhalt des &#8222;Gemischtwarenladens&#8220; Digital Diary in seiner ganzen Bandbreite aussprechen. Zum einen m\u00f6chte man immer gerne, dass etwas, das man auch nur ein wenig sch\u00e4tzt, bleibt, wie es war, zum anderen neigt zum &#8222;mach mal weiter so&#8220;, wer selber ein \u00e4hnliches Querbeet-Blog f\u00fchrt.  Dazu passend war es immer schon mein Anliegen in diesem Diary, dem fortw\u00e4hrenden schnellen Wandel im Web etwas Bleibendes entgegen zu setzen &#8211; es nervt mich selber ohne Ende, wenn gesch\u00e4tzte Projekte pl\u00f6tzlich verschwinden oder nur noch als Webleiche in der virtuellen Landschaft stehen.<\/p>\n<p>Na klar, das Digital Diary BLEIBT. Dass ich aber auch bisher schon gewisse Themen ausgelagert habe, hat sich bew\u00e4hrt. Ich m\u00f6chte hier nicht die <a href=\"http:\/\/www.das-wilde-gartenblog.de\/2009\/09\/11\/unsere-tomaten-2009-teil-5-rote-murmel\/\">Tomaten des Jahres 2009<\/a> vorstellen, <a href=\"http:\/\/www.lustgespinst.de\/2009\/09\/15\/witziges-video-ueber-kreatives-profiling-in-kontakboersen\/\">Erotisches Kabarett<\/a> anpreisen, auf <a href=\"http:\/\/www.modersohn-magazin.de\/2009\/09\/07\/zeitzeugenwerkstatt-gewinn-und-verlust-im-kulturraum-zwingli-kirche\/\">Veranstaltungen in meinem Kiez<\/a> hinweisen oder <a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\/technorati-zaehlt-nur-noch-links-im-newsfeed\/\">nerdige Themen<\/a> besprechen, die die weniger &#8222;Netz-Affinen&#8220; vergraulen. <\/p>\n<p>Beitr\u00e4ge, die auch Diary-Leser interessieren k\u00f6nnten, melde ich gelegentlich als Link-Tipp \u00fcber den Diary-Artikeln &#8211; das werde ich auch weiter so halten. <\/p>\n<h2>Neues Blog oder Redesign des Diary?<\/h2>\n<p>Ich neige im Moment dazu, das Bed\u00fcrfnis nach gr\u00f6\u00dferer \u00dcbersichtlichkeit und mehr &#8222;Themenorientierung&#8220; doch durch ein Redesign angzugehen. Verdichtete Kategorien mit den letzten Beitr\u00e4gen k\u00f6nnten auf der Startseite sichtbar werden, zudem w\u00e4r&#8216; es sicher sinnvoll, einzelne <a href=\"http:\/\/benediktrb.de\/rss-feed-erklaerung\/\" title=zur Erkl\u00e4rung, was das ist\">Newsfeeds<\/a> f\u00fcr die Kategorien anzubieten: So k\u00f6nnte z.B. jemand, den nur das Politische interessiert, ausschlie\u00dflich den Politik-Feed abonnieren.<\/p>\n<p>Ganz sicher werde ich das Thema &#8222;Altern&#8220; in Zukunft verst\u00e4rkt behandeln &#8211; dazu f\u00e4llt mir ja auch  jede Menge ein! Ob es allerdings wirklich ein extra Blog daf\u00fcr geben wird, das wei\u00df ich auch jetzt noch nicht. Ich will nicht schnell mal was Neues starten, um dann doch bald zu merken, dass es nicht DAS war, was ich eigentlich brauchte. <\/p>\n<p>Mir ist im Zuge dieser Umfrage und der Gespr\u00e4che, die sich daraus ergaben, klarer geworden, was eigentlich mein Wunsch ist: ich m\u00f6chte eine Plattform haben, auf der ich zu bestimmten Themen vertiefende Artikel leicht findbar (!) versammle, die quasi das Fazit meiner bisherigen Lebenserfahrung darstellen. Andere w\u00fcrden da eben B\u00fccher machen, doch darauf steh&#8216; ich als Netz-Urgestein einfach nicht so. <\/p>\n<p>Wie ich das verwirkliche, wird sich ergeben &#8211; ich muss sowas l\u00e4nger mit mir herum tragen, bevor ich mit der Umsetzung beginne. <\/p>\n<h2>Nutzungsvarianten im heutigen Web<\/h2>\n<p>Auch im Kommentargespr\u00e4ch zur Umfrage hat es sich wieder gezeigt: die Art, wie Menschen das Netz nutzen, entwickelt sich schnell und driftet aufgrund dieser Geschwindigkeit drastisch auseinander. Man kann etwa folgende &#8222;Nutzer-Generationen&#8220; benennen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Projekt-Surfer:<\/strong>  das Web wird als virtueller Raum gesehen, in dem man verschiedene &#8222;Orte&#8220;, n\u00e4mlich einzelne Webprojekte &#8222;besucht&#8220;. Um nach Neuem zu schauen, werden die Seiten im Browser aufgerufen, gemerkt wird der Projektname (z.B. Digital Diary).<\/li>\n<li><strong>Feed-Leser:<\/strong>  angesichts der allzu vielen Quellen wird nicht mehr das Projekt &#8222;angesurft&#8220;, sondern es werden die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/RSS\">RSS-Feeds<\/a> abonniert (eine von allem Design befreite, sich automatisch aktualisierende Liste mit den letzten Artikeln). Die Feeds \u00fcberschaut man in einem Feedreader und sieht so schnell, ob es etwas gibt, was man gerne lesen m\u00f6chte. Feeds gibt es als Volltext-Feeds (MIT dem ganzen Artikel) oder nur mit \u00dcberschrift und ersten S\u00e4tzen. Im ersteren Fall braucht die Website gar nicht mehr besucht zu werden: viele Leser pr\u00e4ferieren diese Variante, wogegen viele Autoren die andere bevorzugen (man will ja noch &#8222;besucht werden&#8220;). Das Web ist hier kein &#8222;Raum&#8220;, sondern ein Inhalte-Speicher, der ordentlich sortiert im &#8222;eigenen&#8220; Programm zur Ansicht gebracht wird. Gemerkt werden meist Artikel, nicht Projekte: sie landen in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Social_Bookmarking\">Social Bookmarking-Tools<\/a> wie z.B. <a href=\"http:\/\/www.mister-wong.de\/\">Mr. Wong<\/a>.<\/li>\n<li><strong>Web 2.0-Affine:<\/strong>  f\u00fcr sie ist das Web weder Raum noch Speicher, sondern <a href=\"http:\/\/rette-sich-wer-kann.com\/web20\/streamst-du-schon-oder-bloggst-du-noch\/\">Strom<\/a> (von Nachrichten) und <a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\/twitter-vom-raum-zum-schwarm\/\">Schwarm<\/a> (von Sendern). Wer nicht mitschwimmt und nichts sendet, existiert nicht. Man taucht in den Strom mittels Nutzung unterschiedlichster Dienste und Communities (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/\">Twitter<\/a>, <a href=\"http:\/\/de-de.facebook.com\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"http:\/\/friendfeed.com\/\">Friendfeed<\/a>, etc.), deren jeweilige Inhalts-Str\u00f6me man ganz individuell zur Ansicht bringt, wof\u00fcr es unz\u00e4hlige Progr\u00e4mmchen gibt. Blogartikel werden nicht in deren Kommentarspalte kommentiert, sondern in den jeweiligen Communities. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer jetzt meint, die letzte Variante sei nur was f\u00fcr jugendliche Nerds, der irrt: <em>&#8222;Aktuellen Zahlen des Webportals Inside Facebook zufolge erzielt die Social-Networking-Community derzeit in den USA die h\u00f6chsten Userzuwachsraten bei Frauen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren&#8220;<\/em> (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ablesbar.de\/2009\/03\/14\/generation-50plus-erobert-facebook\/\">Ables Bar<\/a>)<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass es nicht leicht ist, heute ein Projekt zu machen, das die unterschiedlichen Nutzergruppen gleicherma\u00dfen &#8222;bedient&#8220;.  Der Trend weg vom Projekt hin zum einzelnen Artikel bzw. zur \u00fcberall herum schw\u00e4rmenden &#8222;Person als Marke&#8220; ist mir auch nicht grade sympathisch, denn noch ist alles derart in Entwicklung begriffen, dass die Ablenkungen durch Lernen und Ausprobieren oft die Auseinandersetzung mit den Inhalten \u00fcbersteigen. Und es war ja so sch\u00f6n gem\u00fctlich mit nur einem, klar abgegrenzten Webprojekt, das man &#8222;besuchte&#8220;! <\/p>\n<p>Ein solches zu verbessern, ist aber immer noch m\u00f6glich &#8211; und das wird das N\u00e4chste sein, was ich mache!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmal herzlichen Dank allen 154 Leserinnen und Lesern, die an meiner Blog-Umfrage teilgenommen haben &#8211; und auch all denen, die mich ihre Meinung per Kommentar oder Mail wissen lie\u00dfen! 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