{"id":3289,"date":"2021-03-02T12:08:16","date_gmt":"2021-03-02T11:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=3289"},"modified":"2021-03-02T20:42:12","modified_gmt":"2021-03-02T19:42:12","slug":"taeglich-20-minuten-aufraeumen-ein-weg-zur-ordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2021\/03\/02\/taeglich-20-minuten-aufraeumen-ein-weg-zur-ordnung\/","title":{"rendered":"T\u00e4glich 20 Minuten aufr\u00e4umen &#8211; ein Weg zur Ordnung?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieser Blogpost handelt vom unordentlichen Status Quo und einer Idee aus Japan, nachhaltig (!) Ordnung zu schaffen.<\/strong><\/p>\n<p>Die physische Umwelt liegt bei mir durchaus im Argen. Zwar lebe ich in zwei gro\u00dfen Zimmern, an Platz mangelt es nicht, jedoch verbringe ich die meiste Zeit im &#8222;Arbeitszimmer&#8220; vor dem PC.\u00a0 Der \u00dcbergang vom Digitalen ins Analoge ist etwas, zu dem ich mich aufraffen muss. Dabei ist die PC-Zeit im Lauf der Jahre schon weniger geworden, ich wechsle irgendwann dann doch ins Wohnzimmer oder in die K\u00fcche, koche mir was und werde dann auf dem Sofa &#8222;sesshaft&#8220;.\u00a0 Dort werfe ich meist das TV an: wieder mediale Wirklichkeit statt handfeste physische Realit\u00e4t.<!--more--><\/p>\n<p>Es wundert mich gelegentlich, dass trotz meiner geringen Nutzung der physischen Welt diese die starke Tendenz zeigt, ihre Ordnung zu verlieren und zu verstauben. Da sind zum einen die Papierd\u00fcnen, die sich rechts von meinem gro\u00dfen Schreibtisch \u00fcber zwei direkt angrenzende Tische erstrecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3290\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unordnung.jpg\" alt=\"Unordnung\" width=\"640\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unordnung.jpg 640w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unordnung-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unordnung-500x309.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Schriftverkehr mit allerlei Institutionen, der \u00fcber den Briefkasten kommt, Ausdrucke, die &#8222;wegen Steuer&#8220; irgendwann sein mussten. Dazwischen sammelt sich Kleinkram wie Brillen, Masken, Digicam, Kabel, Schreibzeug &#8211; eben alles, was ich &#8222;mal&#8220; kurz brauche und dann &#8222;irgendwohin&#8220; lege.\u00a0 Wirklich nicht sch\u00f6n, von Ordnung weit entfernt!<\/p>\n<p>Dabei ist die Infrastruktur f\u00fcr Ordnung durchaus vorhanden! Zum Beispiel seht Ihr auf dem Foto einen typischen Schreibtisch-Unterschrank f\u00fcr Akten. Die oberen beiden Schubladen sind gef\u00fcllt mit noch kleinerem Kleinkram, das Fach f\u00fcr H\u00e4ngeordner darunter enth\u00e4lt URALTE Papiere und Dokumente, so wie ich sie mal vor Jahren einsortiert habe &#8211; in einer der (selten aber doch!) wieder kehrenden Anwandlungen, jetzt mal richtig Ordnung zu schaffen.<\/p>\n<p>Dieser Aktenschrank ist nicht der einzige. Noch einer, sogar gr\u00f6\u00dfer, enth\u00e4lt \u00e4hnlich altes Zeug und dient nurmehr als Kommode, um DARAUF etwas abzulegen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3291\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/kommode.jpg\" alt=\"Kommode\" width=\"640\" height=\"446\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/kommode.jpg 640w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/kommode-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/kommode-500x348.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Immerhin wacht hier eine holzgeschnitzte Apsara \u00fcber das Chaos, ein Mitbringsel aus Kambodscha. Sie sollte eigentlich ganz alleine dort stehen, doch immer wieder sammelt sich &#8222;Zeugs&#8220; &#8211; und bleibt eher l\u00e4nger als k\u00fcrzer da liegen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Stauraum sind die beiden \u00fcberf\u00fcllten Billy-Regale, in denen sich B\u00fccher, Akten und allerlei K\u00e4sten stauen. MEHR passt da nicht rein und was drin ist, vergilbt und verstaubt und l\u00e4sst sich nur mit gro\u00dfem Aufwand wieder vom Staub befreien.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3292\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/regale.jpg\" alt=\"Regale\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/regale.jpg 640w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/regale-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/regale-500x375.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>DIe Akten reichen zur\u00fcck bis 1997, dem Beginn meiner Selbst\u00e4ndigkeit. Und dass nurmehr vier Regalbretter mit B\u00fcchern gef\u00fcllt sind, darauf war ich mal richtig stolz!\u00a0 Bzw. es waren nur drei, als ich hier von <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2012\/09\/24\/vom-aufraumen-und-der-entwohnung-von-der-welt-des-materiellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einer Aufr\u00e4umorgie<\/a> berichtete. Das war im Jahr 2012, kein gro\u00dfes Wachstum also &#8211; wenn man vom Regal im Wohnzimmer absieht, wo sich weitere 2 x 100 cm B\u00fccher und zwei frei liegende Stapel auf einer Kommode angesammelt haben.<\/p>\n<h2>Unordnung nervt!<\/h2>\n<p>Meine Unordnung nervt mich, weil ich beim drauf schauen immer wieder denke: Jetzt wirds aber mal Zeit! Ich sollte hier dringend den ganzen Verhau, der offen liegt oder im Regal steht, aufl\u00f6sen, sortieren und sinnvoll einr\u00e4umen. Dabei jede Menge Papierkram, Akten, altes Zeugs und B\u00fccher, die ich sicher nicht mehr lese, endlich los werden, wieder problemlos cleane Oberfl\u00e4chen entstauben k\u00f6nnen. Das w\u00e4r es doch, ist jetzt wirklich schwer angesagt!<\/p>\n<p>Das denke ich, dann setze ich mich an den PC und gehe meiner Arbeit nach oder lese die News, Twitter, Blogs&#8230; Aber irgendwann ist es dann soweit, ich &#8222;opfere&#8220; einen halben oder ganzen Tag und schaffe Ordnung, entsorge und putze. F\u00fcr kurze Zeit freue ich mich \u00fcber die neue, \u00fcbersichtliche Optik, dann geht es weiter wie bisher. Die D\u00fcnen wachsen wieder an, der Staub sammelt sich, der Ordnungslevel sinkt ins Bodenlose. Bis sich &#8211; nach langer langer Zeit &#8211; eine neue Aufr\u00e4umaktion nicht mehr vermeiden l\u00e4sst. Do it again, Sam &#8211; na toll, so wird das nie &#8218;was mit der Ordnung!<\/p>\n<p>Mit so wenig &#8222;Zeugs&#8220; und ganz wenigen M\u00f6beln bin ich hier Anfang 2003 eingezogen (<em>damals brauchte das Web noch deutlich kleinere Fotos<\/em>):<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3294\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/alles_ausser_moebel.jpg\" alt=\"wenig Umszugslast\" width=\"240\" height=\"202\" \/><\/p>\n<h2>T\u00e4glich 20 Minuten aufr\u00e4umen: ich bin dran!<\/h2>\n<p>Gestern nach dem Aufstehen war ein St\u00fcck K\u00fcche dran: ein gro\u00dfer Stapel leerer Kartons ist nun zerkleinert und teils schon raus in die Papiertonne gewandert. Der Rest steht in gut tragbaren T\u00fcten zum Abtransport bereit. Heute fr\u00fch war es eine Ecke vom Wohnzimmer: ein weiterer Kartonstapel im Arbeitszimmer, der noch gestern den Blick auf die Regale fast verstellt hat, musste weichen, dann konnte ich da putzen. Immer nur 20 Minuten r\u00e4ume ich herum, wenns 30 werden ist es auch ok, aber dann ist Ende!<\/p>\n<p>Ein lieber Freund hat mir vom <strong>Rat eines Japaners<\/strong> berichtet: T\u00e4glich gleich nach dem Aufstehen 20 Minuten aufr\u00e4umen und putzen! Grunds\u00e4tzlich, also auch dann, wenn schon alles in Ordnung zu sein scheint (Staub ist ja immer!). Bis dahin wird es bei mir zwar dauern, aber die Herangehensweise gef\u00e4llt mir. Die Gewissheit, schon nach kurzer Zeit wieder wie gewohnt an den PC zu kommen, macht die Sache ziemlich leicht. Man beginnt den Tag mit physischen Handlungen, deren Erfolg sofort sichtbar wird. Das ergibt auch das gute Gef\u00fchl, bereits etwas Sinnvolles geleistet zu haben: zwar nicht wahnsinnig viel, aber immerhin.<\/p>\n<p>Ich bin fest entschlossen, so weiter zu machen! Weil ich meine &#8222;D\u00fcnen&#8220; nicht wegr\u00e4umen kann, ohne die Staur\u00e4ume aufzur\u00e4umen, ist als n\u00e4chstes das Regal dran, bretterweise! L\u00e4nger als zehn \/ elf Jahre muss ich alte Akten nicht aufheben, die werde ich also nach und nach h\u00f6chst pers\u00f6nlich h\u00e4ndisch schreddern! Bisher hat mich der Gedanke abgehalten, dass ich mir erstmal einen kleinen Schredder kaufen sollte &#8211; aber wozu? Soviel ist das nun auch nicht und mit der Methode &#8222;nach und nach&#8220; ist es gut leistbar. Auch mit der n\u00f6tigen Aufmerksamkeit, ob nicht hier und da doch etwas Erhaltenswertes drin ist. (Irgendwo ist z.B. auch mein Impfpass und mein Original-Mietvertrag).<\/p>\n<p>20 Minuten am Tag, da gilt die Ausrede &#8222;keine Zeit!&#8220; einfach nicht. Das Verstreichen von 20 Minuten sp\u00fcre ich kaum, wenn ich am PC durch die virtuellen Welten streife. Da verplempere ich locker Stunden &#8211; etwas, das ich mir nicht verbieten muss, wenn ich nur 20 Minuten davon abzweige.<\/p>\n<p>Im Moment freue ich mich sogar auf das n\u00e4chste Aufr\u00e4umen und werde vielleicht sogar eine Pause am Nachmittag f\u00fcr nochmal 20 Minuten nutzen. Aber blo\u00df nicht \u00fcbertreiben, das f\u00fchrt in die Aufr\u00e4umorgie, die &#8211; wie sich gezeigt hat &#8211; auf Dauer nicht viel bringt.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Und Ihr so? Immer alles &#8222;in Ordnung&#8220;? :-)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Blogpost handelt vom unordentlichen Status Quo und einer Idee aus Japan, nachhaltig (!) Ordnung zu schaffen. Die physische Umwelt liegt bei mir durchaus im Argen. 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