{"id":3280,"date":"2021-02-19T16:48:09","date_gmt":"2021-02-19T15:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=3280"},"modified":"2021-02-19T16:48:09","modified_gmt":"2021-02-19T15:48:09","slug":"wieder-webseiten-basteln-meine-geschichte-vom-lebenslangen-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2021\/02\/19\/wieder-webseiten-basteln-meine-geschichte-vom-lebenslangen-lernen\/","title":{"rendered":"Wieder Webseiten basteln? Meine Geschichte vom lebenslangen Lernen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieser Bericht handelt von 25 Jahren Erfahrung mit dem Gestalten von Webseiten und Blogs und ist inspiriert von den ersten Schritten im Kennenlernen des &#8222;Gutenberg-Projekts&#8220; von WordPress.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>1996 hab&#8216; ich meine erste Webseite gebaut. Das war einfach, denn HTML, die &#8222;Sprache des Web&#8220; war noch total simpel. Ein Nachmittag rumspielen gen\u00fcgte und die Seite stand! Ich war so fasziniert, dass ich mit Begeisterung weiter baute, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/archiv\/\">eine Seite nach der anderen<\/a>, diverse Magazine, Heimseiten, experimentelle &#8222;WebArt&#8220;. Es war eine tolle Zeit, denn im Web waren nur nette freundliche Menschen, keine Hater, Schwurbler, nur wenige Trolle, die eher in den Mailinglisten und Foren rumtobten. Mit Webseiten konnte man n\u00e4mlich noch kaum interagieren, f\u00fcr Kommentare schrieben wir E-Mails und setzten das h\u00e4ndisch ein!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3283\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/alte-webprojekte.jpg\" alt=\"Alte Webprojekte\" width=\"650\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/alte-webprojekte.jpg 650w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/alte-webprojekte-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/alte-webprojekte-500x278.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>1997 macht ich mich als &#8222;Webdesignerin&#8220; selbstst\u00e4ndig. Das hat sich aus Anfragen ganz locker so ergeben, Werbung musste ich nicht machen, damals nicht und auch sp\u00e4ter nicht.\u00a0 Webseiten bauen wurde allerdings schnell komplizierter, obwohl HTML noch immer einfach war.<\/p>\n<ul>\n<li>Kreative K\u00f6pfe lie\u00dfen sich &#8222;unsichtbare Tabellen&#8220; einfallen, mit denen endlich Spalten und &#8222;wildes Positionieren&#8220; der diversen Elemente m\u00f6glich war. Jede Seite musste einzeln mit allen Bestandteilen gebaut werden, was ziemlich aufwendig war, wenn es nur wieder ein neuer Text sein sollte.<\/li>\n<li>Sogenannte &#8222;Frames&#8220; kamen auf: dabei bestand eine Seite aus mehreren Fenstern, in die extra Seiten geladen wurden. Das wurde genutzt, um gleich bleibende Elemente auf mehreren Seiten ohne viel Mehrarbeit einzubinden, konnte aber auch missbraucht werden, indem fremde Seiten in eigene &#8222;Frames&#8220; geladen wurden. Kleine Teile einer Seite konnten auch mit einer anderen Technik (Server Side Includes \/ SSL) automatisiert eingebunden werden,\u00a0 auch mit einer gewissen Lernkurve, aber doch erleichternd.<\/li>\n<li>F\u00fcr Bewegung und Interaktives wurde zunehmend Javascript genutzt. Ich lernte zwar, solche Scripte einzubinden, aber nicht die Sprache selbst.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dann der gro\u00dfe Bruch:<\/strong> Die schon seit einiger Zeit genutzten &#8222;Styles&#8220; (css) zur Gestaltung einzelner Elemente l\u00f6sten das Tabellendesign ab und waren auf einmal auch f\u00fcr die Positionierung der Elemente zust\u00e4ndig. Der Hammer! Es war eine frustrierende \u00dcbergangszeit, denn &#8222;mit Tabellen konnten wir alles machen&#8220;, nicht aber mit den noch unvollkommenen Styles. Es war eine gro\u00dfe Zumutung im Stil &#8222;Vergiss fast alles, was du kannst und fang von vorne an!&#8220;.\u00a0 Viele sind da abgesprungen, denn das war nun wirklich zu komplex f\u00fcr Hobby-Webworker\/innen, die einfach nur Schreiben oder Bilder zeigen wollten. Auch mein Engagement erlahmte: Webdesign war immer nur EIN Standbein, das Schreiben und Publizieren war mir &#8211; eigentlich &#8211; viel wichtiger.<\/p>\n<p><strong>Und schlie\u00dflich: Blogs!<\/strong> Eine neue Welt, die das Publizieren im Web viel einfacher und f\u00fcr Neulinge \u00fcberhaupt erst wieder leistbar machte. Daf\u00fcr wurde die Seitengestaltung umso komplexer. Ein (WordPress-)Blog besteht aus vielen Dateien, die Optik wird durch das sogenannte &#8222;Theme&#8220; bestimmt, ebenfalls eine Anzahl Seiten, jeweils unterschiedliche f\u00fcr Header, Footer, Inhaltsseiten, Archive, Kommentare und und und.Plugins und Widgets mit wiederum eigener Herangehensweise kamen dazu.\u00a0 Einsteiger mussten nun ziemlich viel lernen, um dem Blog ein individuelles Aussehen zu geben mit Funktionen eigener Wahl.<\/p>\n<p>Es begann die Zeit der &#8222;Theme-Entwickler&#8220;, die zun\u00e4chst noch sehr spezifische Designs erstellten, die nur wenig durch die &#8222;User\/Anwender&#8220; ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnten. Mittlerweile dominieren jedoch gro\u00dfe &#8222;Themes&#8220; den Markt, die zu eierlegenden Wollmilchs\u00e4uen geworden sind: vielseitig gestaltbar mittels einer extra Administrationsseite (Theme Customizer), zur Not mit einem eigenen &#8222;Pagebuilder&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Und ich?<\/strong> Ich bin aus dem Selber-Coden ausgestiegen, als die Blogs &#8222;responsive&#8220; werden mussten, also auf kleinen und gro\u00dfen Bildschirmen (Handy, Tablet, PC) gleicherma\u00dfen gut aussehen sollten.Das bedeutet: f\u00fcr fast jedes Element m\u00fcssen die Anweisungen zur Optik und Positionierung mindesten dreimal geschrieben werden, nat\u00fcrlich immer unterschiedlich, passend zur jeweiligen Bildschirmgr\u00f6\u00dfe. Nein Danke! Soweit geht meine Liebe zum Code nun wirklich nicht.<\/p>\n<p>Meine aktuellen Blogs und Kundenseiten habe ich zwar selbst entworfen, doch programmiert \/ gecodet hat sie ein lieber Freund, der das sehr gut kann. Ich war nicht wirklich traurig \u00fcber diese Ver\u00e4nderung, obwohl ich den Kontrollverlust durchaus sp\u00fcrte. Aber schlie\u00dflich ist der Umgang mit Code nicht wirklich das, was mich am Web fasziniert, und auftragstechnisch bin ich sowieso haupts\u00e4chlich als Schreiberin (&#8222;Content-Erstellerin&#8220;) unterwegs.<\/p>\n<h2>Projekt Gutenberg: Doch wieder mitmachen?<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3281\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/blocks.jpg\" alt=\"Symbolbild: Blocks\" width=\"960\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/blocks.jpg 960w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/blocks-300x135.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/blocks-768x346.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/blocks-500x225.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>Dass sich das noch einmal \u00e4ndern k\u00f6nnen w\u00fcrde, hab&#8216; ich nicht vermutet. Aber siehe da: Wenn die Dinge zu komplex f\u00fcr gestaltungsfreudige Anwender\/innen werden, kommt WordPress mit etwas Neuem daher! Das &#8222;<strong>Projekt Gutenberg<\/strong>&#8220; bedeutet ein komplett neues Konzept, wie Blogseiten erstellt werden. Nicht mehr mit einem klassischen Text-Editor, sondern mit einem WYSIWYG-Block-Editor. Um diese Bl\u00f6cke zu gestalten, muss man keinen Code mehr k\u00f6nnen, sondern klickt sich das Aussehen der Bl\u00f6cke (Textabs\u00e4tze, \u00dcberschriften, Bilder&#8230;) aus Auswahlboxen zusammen!<\/p>\n<p>Aber damit nicht genug: <strong>der neue &#8222;Hammer&#8220;<\/strong> kommt im Lauf des Jahres: dann wird n\u00e4mlich der Block-Editor, mit dem man bisher nur den Inhaltsbereich gestalten konnte, zum Pagebuilder (FullSiteEditing, FSE). Es wird keine extra Dateien f\u00fcr Header, Footer und Sidebar mehr geben, alles wird im Block-Editor gestaltet. Die Widgets und viele Plugins werden verschwinden, auch die &#8222;Customizer&#8220; zur abweichenden Theme-Gestaltung werden perspektivisch \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n<p>F\u00fcr Anwender ist das gro\u00dfartig, f\u00fcr Theme-Entwickler hei\u00dft es wieder <strong>&#8222;Vergiss fast alles, was du kannst und fang von vorne an!&#8220;<\/strong>. Kein Wunder, dass die Widerst\u00e4nde gro\u00df sind, doch angesichts meiner Erfahrungen denke ich: Nur so geht es wirklich weiter! Nur so hat WordPress eine Zukunft, die auch das Einarbeiten f\u00fcr kreative Neulinge wieder erm\u00f6glicht, die nicht vorhaben, das Gestalten zum Beruf zu machen!<\/p>\n<p>Bei mir ist der Groschen gefallen, als ich sah, wie bequem sich &#8222;resonsive&#8220; Seitenansichten mit dem Block-Editor gestalten lassen: optisch, ohne Code auch nur sehen zu m\u00fcssen &#8211; und sehr sehr schnell.<\/p>\n<p>Derzeit <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/themetest\/2021\/02\/04\/zum-spielen\/\">experimentiere ich<\/a> ein wenig in einer Testumgebung. Demn\u00e4chst werde ich dann <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/\">meine Startseite<\/a> (die im Grunde nur eine Linkliste, keine richtige &#8222;Homepage&#8220; ist), ein wenig modernisieren werden und optisch aufpeppen. Und danach? Mal schauen!<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Siehe auch:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.webwriting-magazin.de\/wordpress-entwicklung-gutenberg-blocks-fse-lese-und-lernliste\/\">WordPress-Entwicklung: Gutenberg, Blocks, FSE \u2013 Lese- und Lernliste<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Bericht handelt von 25 Jahren Erfahrung mit dem Gestalten von Webseiten und Blogs und ist inspiriert von den ersten Schritten im Kennenlernen des &#8222;Gutenberg-Projekts&#8220; von WordPress. 1996 hab&#8216; ich meine erste Webseite gebaut. Das war einfach, denn HTML, die &#8222;Sprache des Web&#8220; war noch total simpel. Ein Nachmittag rumspielen gen\u00fcgte und die Seite stand! [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3281,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9,414],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3280"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3280"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3280\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}