{"id":3069,"date":"2020-05-02T10:29:59","date_gmt":"2020-05-02T08:29:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=3069"},"modified":"2020-05-02T10:41:28","modified_gmt":"2020-05-02T08:41:28","slug":"selbstschutz-bloss-nicht-nahe-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2020\/05\/02\/selbstschutz-bloss-nicht-nahe-kommen\/","title":{"rendered":"Selbstschutz: Blo\u00df nicht nahe kommen!"},"content":{"rendered":"<p>Erstaunlich, wie die Zeit der massiven Einschr\u00e4nkungen auf Dauer das eigene Verhalten beeinflusst. Zwar hat sich nach wie von an <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2020\/03\/10\/bald-leben-alle-wie-ich\/\">meinem Alltag<\/a> nichts ge\u00e4ndert, doch verhalte ich mich jetzt durchaus ein wenig anders, ganz ohne dar\u00fcber nachzudenken.<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/mitmaske4-300x137.jpg\" alt=\"mit Maske\" width=\"300\" height=\"137\" style=\"margin-top:0.6em\" class=\"alignright size-medium wp-image-3070\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/mitmaske4-300x137.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/mitmaske4-768x349.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/mitmaske4-500x228.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/mitmaske4.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>W\u00e4hrend der ersten Corona-Wochen waren kaum Menschen auf der Stra\u00dfe, die Pl\u00e4tze und Gr\u00fcnanlagen g\u00e4hnend leer, der \u00d6PNV ebenso. Auch im Supermarkt verteilten sich die wenigen Leute so, dass auf Abstand nicht extra geachtet werden musste.  Das ist jetzt anders: Es fahren wieder deutlich mehr Autos herum, die Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze sind belebter und in Gesch\u00e4ften gilt Maskenpflicht, die zumindest in den Superm\u00e4rkten auch beachtet wird. Abstand an der Kasse wird durch Markierungen auf dem Boden gef\u00f6rdert, aber ansonsten begegnet man sich in den G\u00e4ngen wieder in mittlerweile ungewohnter N\u00e4he. Auf den B\u00fcrgersteigen sind wieder Gruppen unterwegs, aneinander &#8222;auf Abstand&#8220; vorbei gehen ist oft unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Und ich merke: das passt mir nicht. Unwillk\u00fcrlich weiche ich aus soweit es geht, drehe den Kopf weg, atme nicht, bis die Leute im Gang bzw. auf der Stra\u00dfe vorbei sind. Der Mitmensch ist mir zur potenziellen Gefahr geworden und entsprechend verhalte ich mich. Fasse drau\u00dfen m\u00f6glichst nichts an, was auch andere anfassen, schiebe den Einkaufskorb schon mal mit \u00fcber die H\u00e4nde gezogenen \u00c4rmeln, dr\u00fccke den T\u00fcrknopf in der U-Bahn mit dem Ellenbogen und wasche mir zuhause erstmal die H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Das ist eine Ver\u00e4nderung, die nicht abh\u00e4ngig ist von meinen schwankenden Meinungen zu diversen Corona-Ma\u00dfnahmen und ihren Lockerungen. Die Gefahr und das angesagte Verhalten ist ins Unbewusste gesickert und hat Abwehrma\u00dfnahmen automatisiert, die ich nicht wirklich bewusst beschlossen habe (au\u00dfer das mit dem &#8222;H\u00e4nde waschen&#8220;). <\/p>\n<p>Vermutlich bin ich kein Einzelfall, es geht sicher vielen so, vor allem, wenn sie sich selbst zur Risikogruppe z\u00e4hlen. Dass junge Menschen sich anders verhalten und auf manche Corona-Regel pfeiffen, kann ich gut nachvollziehen, denn ihr Risiko ist <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/medizin\/coronavirus-wie-gefaehrdet-sind-juengere\/\">deutlich geringer<\/a>, an einer Corona-Infektion zu sterben. Es liegt nicht bei Null, klar &#8211; aber hey, mit 20 h\u00e4tte ich auch gesagt: Leben ist nun mal Risiko! Mein Zuhause war damals f\u00fcr mich faktisch nur Schlafplatz, von morgens bis sp\u00e4t Nachts war ich unterwegs. kaum vorstellbar, dass ich durchweg zuhause geblieben w\u00e4re. <\/p>\n<p>Am Montag machen die Berliner Museen auf. Vielleicht eine gute Gelegenheit, mal hin zu gehen, ohne dem \u00fcblichen Gedr\u00e4ngel zu begegnen. Touristen sind ja noch kaum in der Stadt.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>P.S. Schade \u00fcbrigens, dass ein L\u00e4cheln mit Maske nicht sichtbar ist!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstaunlich, wie die Zeit der massiven Einschr\u00e4nkungen auf Dauer das eigene Verhalten beeinflusst. 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