{"id":2990,"date":"2020-02-02T15:23:28","date_gmt":"2020-02-02T14:23:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2990"},"modified":"2020-02-03T16:15:09","modified_gmt":"2020-02-03T15:15:09","slug":"vom-unbehagen-am-gedenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2020\/02\/02\/vom-unbehagen-am-gedenken\/","title":{"rendered":"Vom Unbehagen am Gedenken"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche hat sich die Befreiung von Ausschwitz zum 75. mal gej\u00e4hrt. Einer von vielen Zeitpunkten f\u00fcr das Gedenken an die dunkelste Vergangenheit. Ein Anlass, um auf Veranstaltungen und in vielen Medien auf die Verbrechen der Deutschen in jenen Jahren hinzuweisen, die die Welt ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzten.<!--more--><\/p>\n<p>Die in noch nie da gewesener gro\u00dfindustrieller Manier in extremster Menschenverachtung geplante und durchgef\u00fchrte Vernichtung von Millionen Juden aus fast ganz Europa, von Sinthi und Roma, Schwulen, Kommunisten und anderen, die dem Regime als irgendwie widerst\u00e4ndlerisch vorkamen, verdient es, wieder und wieder erz\u00e4hlt zu werden. Warum?<\/p>\n<p>Damit es nicht noch einmal geschieht, nicht so und auch nicht in \u00e4hnlicher Form. Und aus Entsetzen \u00fcber das, was da <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/dokumentation-sonstige\/ein-tag-in-auschwitz-108.html\">im Detail passiert<\/a> ist und dem daraus wachsenden Respekt vor den Opfern, deren Leiden nicht vergessen werden sollen. Genauso wenig wie die Schandtaten aller T\u00e4ter und jener, die Ausschwitz und die gesamte Vernichtungsmaschinerie zugelassen, sich oft sogar noch selbst dabei bereichert haben.<\/p>\n<h2>Warum f\u00fchlen sich manche vom Gedenken genervt?<\/h2>\n<p>Bei der Untersuchung dieser Frage lasse ich mal jene au\u00dfen vor, die das &#8222;tausendj\u00e4hrige Reich&#8220; und all die uns\u00e4glichen Verbrechen als &#8222;Fliegenschiss&#8220; marginalisieren. Ich will mich in diesem Blogpost nicht mit stramm Rechtsradikalen auseinander setzen, nicht mit Holocaust-Leugnern und Relativierern. Es geht mir vielmehr um das Unbehagen am Gedenken, das von ganz normalen, ansonsten jeglicher Nazi-haften Gesinnung unverd\u00e4chtigen Menschen gesp\u00fcrt wird.<\/p>\n<p>Am besten fange ich da bei mir selber an, sprich: bei meinem j\u00fcngeren Ich.<\/p>\n<p>Als in den 70gern Sozialisierte (Abi 1973) bewegte ich mich in kulturell linken Kreisen, ohne selbst besonders politisch zu sein. Der Zeitgeist war so, jedenfalls bei den Jungen: links im Sinne von &#8222;gegen alle Unterdr\u00fccker&#8220; und f\u00fcr alle Unterdr\u00fcckten. Man sammelte in den Kneipen per Spendendose &#8222;Waffen f\u00fcr Nicaragua&#8220; und <a href=\"http:\/\/angelika-franz.net\/2001\/11\/22\/das-palestinensertuch\/\">das Pal\u00e4stinensertuch<\/a> war ein beliebtes modisches Accessoire &#8211; auch ich trug es gerne. Zwar haupts\u00e4chlich, weil es mir gefallen hat, aber dass es auch &#8222;irgendwie&#8220; was mit dem Kampf der Pal\u00e4stinenser gegen das \u00fcberm\u00e4chtige Israel zu tun hatte, war mir durchaus recht.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt Israel: Ich sah nicht ein, dass man die Politik Israels nicht kritisieren d\u00fcrfen sollte, bzw. warum die\u00a0 &#8222;Solidarit\u00e4t mit dem Kampf des pal\u00e4stinensischen Volkes&#8220; etwas Falsches sein k\u00f6nnte. Die ganz besonders Israel-freundliche Haltung des offiziellen deutschen Staats und somit &#8222;der Herrschenden&#8220;, der Elterngeneration, der Alten und Gestrigen erschien mir als Heuchelei und so \u00fcberfl\u00fcssig wie ein Kropf!\u00a0 Was hatten denn &#8222;wir Heutigen&#8220; mit den Schandtaten unserer Vorfahren zu tun? Meine Eltern waren bei Kriegsende 18 und 20 Jahre alt, beide keine Ton-angebenden Nazis &#8211; und selbst wenn sie es gewesen w\u00e4ren: Warum sollten die deutschen Untaten der Vergangenheit uns Jungen jetzt vorschreiben, was wir zu denken und wie wir uns zu verhalten h\u00e4tten?<\/p>\n<p>Das phasenweise mal mehr mal weniger intensive &#8222;Gedenken&#8220; erschien mir in gewisser Weise auch als Beleidigung: Glaubten die wirklich VON UNS, wir w\u00e4ren im Stande, auch nur im Ansatz vergleichbare Untaten zu begehen? Wir Jungen, die B\u00fcrger\/innen von heute und morgen, die wir doch gegen Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung in aller Welt antraten (zumindest verbal) standen doch gar nicht in der Gefahr, per Gedenken von Wiederholungen abgehalten werden zu m\u00fcssen. Neonazis waren damals noch eine marginale Erscheinung und rechte Parteien scheiterten regelm\u00e4\u00dfig. Es gab also aus meiner Sicht gef\u00fchlt keine sinnvollen Adressaten des st\u00e4ndigen &#8222;Gedenkens&#8220;.<\/p>\n<p>Auf die Nerven gingen mir auch Erlebnisse beim Reisen. W\u00e4hrend der Familienferien in Italien in den 60ger- und fr\u00fchen 70ger-Jahren wurde ich von einheimischen Jugendlichen nicht selten mit &#8222;Germania? Ah, Iieetler&#8220; und dem Hitler-Gru\u00df begr\u00fc\u00dft. Als w\u00e4re Deutschland immer noch Nazi-Deutschland &#8211; hatten die denn ein Rad ab? Intuitiv lastete ich dieses Verhalten und weitere, mir aufgedr\u00e4ngte Bezugnahmen aufs 3.Reich dem &#8222;ewigen Gedenken&#8220; an und weniger dem kulturellen Nachhall der realen Verbrechen meiner Vorfahren.<\/p>\n<h2>Was hatte denn ICH damit zu tun?<\/h2>\n<p>Nichts, also war ich genervt. Noch etwas Anderes empfand ich als &#8222;irgendwie unangenehm&#8220;: Es gab spontane Singe-Runden am Strand, wenn jemand eine Gitarre dabei hatte. Die Jugendlichen aus Italien, Frankreich und England sangen immer auch irgendwelche nationalen Loblieder oder zumindest bekannte Volkslieder. Ich dagegen hatte nichts dergleichen im Gep\u00e4ck, nur ein unangenehmes Gef\u00fchl rund um dieses Fehlen.<\/p>\n<p>Nicht dass ich GERNE leichten Herzens die Nationalhymne gesungen h\u00e4tte! Ganz im Gegenteil waren wir doch heftigst staatskritisch, antinationalistisch, antiimperialistisch und antikapitalistisch eingestellt -. ja was denn sonst? Jegliche nationale Selbstbeweihr\u00e4ucherung war uns ein Graus, ein NoGo, eine S\u00fcnde ewig Gestriger, die nicht aus der Geschichte gelernt hatten, dass es in den Untergang f\u00fchrt, &#8222;Deutschland&#8220; zu r\u00fchmen. Es wurde nicht einmal benannt, wir lebten in der &#8222;BRD&#8220;.<\/p>\n<p>Trotzdem war es eine bl\u00f6de Situation, in diesen Runden aufgefordert zu werden, auch mal &#8222;was Deutsches&#8220; zu singen &#8211; und dann einfach in einem Konglomerat wirrer Gef\u00fchle stecken zu bleiben, unf\u00e4hig, eine sinnvolle Antwort oder ein unverf\u00e4ngliches &#8222;deutsches Lied&#8220; zum Besten zu geben.<\/p>\n<p>NICHT MEINE SCHULD, verdammt nochmal! Was habe ICH damit zu tun? Nichts! Das stand mir oft im Kopf, wenn es ums Gedenken ging. Egal ob es in ritueller, medialer, kulturell tradierter Form auftrat oder dadurch, dass Menschen aus anderen Weltgegenden mich auf die Nazi-Vergangenheit ansprachen.<\/p>\n<h2>Das erste Verst\u00e4ndnis: Schuld versus Scham<\/h2>\n<p>Schuld von mir weisen, das war genau betrachtet der Hauptreflex, der meine Haltung zu &#8222;alledem&#8220; kennzeichnete. Schuld waren meine Vorfahren, nicht ich. Damit hatte ich zwar Recht, doch stand diese im Grunde egozentrische Sicht der Dinge\u00a0 wie eine Mauer zwischen mir und einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Geschehnissen und ihren Folgen.<\/p>\n<p>In den 80gern, an einem der vielen Abende, die ich damals in Kneipen zubrachte, kam ich im Gespr\u00e4ch mit meinem Freund (und Mitstreiter im sozialen und politischen Engagement) auf Auschwitz zu sprechen. Wir hatten schon einigen Alkohol intus, der ja bekannterweise das Emotionale verst\u00e4rkt, und redeten uns in eine ungewohnte Ergriffenheit hinein. Wir stellten uns vor, es w\u00fcrde \u00c4hnliches wieder geschehen und wir als aktuell politisch Unbequeme w\u00fcrden in die F\u00e4nge der T\u00e4ter geraten.<\/p>\n<p>Bierselig und entsprechend r\u00fchrselig sahen wir uns tief in die Augen und versicherten uns gegenseitig: <strong>Nie, nie, niemals w\u00fcrden wir brav an einer Rampe oder vor einer Gaskammer anstehen<\/strong> und warten, bis wir dran kommen! Wir w\u00fcrden uns wehren, solange wir k\u00f6nnen und uns lieber erschie\u00dfen lassen, als&#8230;.<\/p>\n<p>Bingo! Es war nicht gleich in jener Nacht, aber beim n\u00fcchternen Erinnern an dieses Gespr\u00e4ch fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Was wir als &#8222;Schuld&#8220; im Gep\u00e4ck haben, haben sie als &#8222;Scham&#8220;! F\u00fcr sie, die Nachkommen der Opfer, musste &#8222;nie wieder!&#8220; zwangsl\u00e4ufig etwas Anderes bedeuten als f\u00fcr die Nachkommen der T\u00e4ter. Und eben auch, dass man lieber zum waffen-starrenden Staat wird, der mit seinen Gegnern und Nachbarn nicht immer zimperlich umgeht, anstatt auch nur den Schimmer eines Zweifels an der eigenen Wehrhaftigkeit &#8211; und Wehrwilligkeit aufkommen zu lassen!<\/p>\n<p>Und auf einmal verstand ich auch die Berechtigung der Frage, ob ausgerechnet wir Deutschen die Richtigen sind, um Israels Politik zu bewerten&#8230;<\/p>\n<p>Die wachsende Selbsterkenntnis im zunehmenden Alter r\u00fcckte dann auch die jugendliche Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung ins rechte Licht, die in den Beschw\u00f6rungen jenes Kneipengespr\u00e4chs zum Ausdruck kam. Die meisten Menschen sind\u00a0 KEINE Helden (wir waren und sind es auch nicht) und w\u00fcrden alles tun, um noch ein bisschen l\u00e4nger zu leben, fast egal wie. Ignorant und ahnungslos waren wir auch, sonst h\u00e4tten wir wissen k\u00f6nnen, wie perfide die Nazi-Schergen die Menschen bis zuletzt dar\u00fcber t\u00e4uschten, was man mit ihnen in Wirklichkeit vorhatte. Es war von &#8222;Umsiedeln&#8220;, &#8222;Arbeitslager&#8220; die Rede, in den Gaskammern gab es Dusch-Attrappen, der Vorraum hatte nummerierte Kleiderhaken, &#8222;damit man seine Kleider wieder findet&#8220;- unfassbar schrecklich, das alles!<br \/>\nDie &#8222;Scham&#8220; bei den Nachkommen der Opfer ist deshalb genauso irrational wie das verschwurbelte Verh\u00e4ltnis zur &#8222;Schuld&#8220; bei den Nachkommen der T\u00e4tergeneration.<\/p>\n<h2>Einsicht: Verantwortung, keine Schuld<\/h2>\n<p>Seitdem ist meine Aversion gegen das Gedenken immer schw\u00e4cher geworden bis sie endlich ganz verschwand. Seit den 90gern gibt es ein Wiedererstarken der Rechtsradikalen, das in verschiedenen Wellen kommt, jede gr\u00f6\u00dfer als die vorherige. Es wird immer klarer, dass jene recht hatten, die wieder und wieder mahnten &#8222;der Scho\u00df ist fruchtbar noch aus dem das kroch&#8220; und &#8222;wehret den Anf\u00e4ngen!&#8220;.<\/p>\n<p>Das ist uns leider nicht gelungen, \u00fcber die &#8222;Anf\u00e4nge&#8220; sind wir schon hinaus. Doch zeitgleich mit dem zunehmenden Nachdenken \u00fcber die Gr\u00fcnde, warum das so ist, wird die Befassung mit den Anf\u00e4ngen, den Voraussetzungen und tieferen Gr\u00fcnden der Verbrechen im Nationalsozialismus interessanter und sehr viel selbstverst\u00e4ndlicher. Jetzt geht es nicht mehr um MICH und ob und wie ich mich vom Gedenken gemeint f\u00fchle. Sondern darum, das gesamte grausige Geschehen vom Start bis zum schrecklichen Ende anzuschauen, zu verstehen, zu begreifen, wie es dazu kommen konnte &#8211; um die Parallelen der Anf\u00e4nge zu erkennen und ihre Weiterungen bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zunehmendes Alter r\u00fcckt \u00fcbrigens auch die jugendliche Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung jener Kneipennacht ins rechte Licht: Wie ahnungslos und gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig wir doch waren, indem wir ernsthaft glaubten, wir w\u00fcrden im Fall des Falles anders handeln! Die allermeisten Menschen sind keine Helden und tun alles, um noch ein wenig am Leben zu bleiben. Hinzu kommt, dass die Opfer bis zum Letzten dar\u00fcber get\u00e4uscht wurden, was man mit ihnen vorhatte. Die &#8222;Scham&#8220;, die ich bei den Nachkommen der Opfer erkannte, ist genauso irrational wie das unausgegorene Verh\u00e4ltnis zur &#8222;Schuld&#8220; bei uns Kindern und Enkeln der T\u00e4tergeneration.<\/p>\n<h3>Sich ber\u00fchren lassen<\/h3>\n<p>Letzte Woche hab&#8216; ich mir viele Dokus angesehen. Auf einmal kam das alles viel n\u00e4her an mich heran, ber\u00fchrte mich mental und emotional st\u00e4rker als je zuvor. Das Hinschauen hat mich richtig mitgenommen &#8211; und gleichzeitig wunderte mich, warum das fr\u00fcher nicht auch schon so war! Vieles sah ich schlie\u00dflich nicht zum ersten Mal.<\/p>\n<p>Bin ich empfindlicher, sensibler geworden? Vielleicht ein wenig, aber nach wie vor halte ich die egozentrische Schuldabwehr von fr\u00fcher f\u00fcr den Haupt-Filter, der mir das Entsetzen, die Trauer, den Abscheu und das Mitgef\u00fchl vom Leib hielt.<\/p>\n<p>In Folge dieser Revision der doch lange bekannten Tatsachen f\u00fchlte ich auf einmal, wie unangemessen und ignorant so manche &#8222;vom Gedenken Genervten&#8220; daher reden. So wurde auf Twitter allen Ernstes Ausschwitz mit Gaza oder den chinesischen Uiguren-Lagern verglichen. So mit dem Vorwurf: &#8222;heute finden genauso schlimme Dinge (!) statt und ihr befasst euch mit &#8222;Gedenken&#8220; an lang Vergangenes!&#8220;\u00a0 Ich hatte gerade &#8222;<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/dokumentation-sonstige\/ein-tag-in-auschwitz-108.html\">Ein Tag in Ausschwitz<\/a>&#8220; gesehen, hatte den \u00dcberlebenden zugeh\u00f6rt und mir kam die Galle hoch!<\/p>\n<p>Zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kz-ueberlebender-maurice-cling-kz-ueberlebender-maurice-cling-1.1109860-2\">berichtet<\/a> Maurice Kling, der Ausschwitz und einen Todesmarsch \u00fcberlebt hat:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die SS war angehalten, nicht von &#8222;Menschen&#8220; zu sprechen, sondern nur von &#8222;St\u00fcck&#8220;. Verstehen Sie: Sie sagten &#8222;Tausend St\u00fcck&#8220;, als ob wir Ziegelsteine oder Konservendosen w\u00e4ren.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr &#8222;St\u00fcck&#8220; muss man auf Twitter nicht lange nach Parallelen suchen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Zu &#8222;Corona&#8220; &#8211; Das wird schon nicht so furchtbar werden&#8230; wenn noch alle Grenzen, Flug- UND Seeh\u00e4fen f\u00fcr unsere Goldst\u00fccke offenbleiben. Nachdenken w\u00e4re w\u00fcnschenswert, denn die Fachkr\u00e4fte sollen nun nicht an &#8222;Corona&#8220; verrecken, nachdem sie so m\u00fchsam hergebracht wurden.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>oder:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Grundrente: Unionspolitiker wollen Start notfalls verschieben, da sie das Geld f\u00fcr unsere Goldst\u00fccke braucht&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Mittlerweile kann man sich furchtbarerweise wieder vorstellen, wie es weiter gehen k\u00f6nnte mit den Anf\u00e4ngen und den Fortsetzungen. Ich mache hier aber mal einen Punkt, denn das ist ein anderes gro\u00dfes Thema. Und schlie\u00dfe mit den Worten von Maurice Cling:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;&#8230;ein \u00e4u\u00dferst wichtiger Aspekt: Wie die Nazis die Sprache manipulierten, um die H\u00e4ftlinge zu entmenschlichen. Denn Dinge haben ja keine W\u00fcrde und keine Gef\u00fchle. Solche Details sind meiner Meinung nach mindestens so wichtig, wie die Bilder von Leichenbergen. Die Welt muss ihre Lehre aus Auschwitz ziehen. Dazu geh\u00f6rt Analyse und das passende Gedenken.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>***<br \/>\nAuf Youtube:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wovWn2osQlg\">Auschwitz &#8211; Bilder aus der H\u00f6lle [Doku]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hpQrI94ad8U\">Befreiung von Auschwitz (altersbeschr\u00e4nkt)<\/a><br \/>\nDieser Dokumentarfilm enth\u00e4lt alle Filmaufnahmen, die sowjetische Kameram\u00e4nner nach der Befreiung von Auschwitz zwischen dem 27. Januar und dem 28. Februar 1945 gedreht haben.<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche hat sich die Befreiung von Ausschwitz zum 75. mal gej\u00e4hrt. Einer von vielen Zeitpunkten f\u00fcr das Gedenken an die dunkelste Vergangenheit. 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