{"id":2981,"date":"2020-01-22T11:40:41","date_gmt":"2020-01-22T10:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2981"},"modified":"2020-01-23T19:36:54","modified_gmt":"2020-01-23T18:36:54","slug":"ki-big-data-und-unser-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2020\/01\/22\/ki-big-data-und-unser-alltag\/","title":{"rendered":"KI, Big Data und unser Alltag"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die Bedeutung der sogenannten &#8222;k\u00fcnstlichen Intelligenz&#8220; und zunehmender BigData-Anwendungen hat sich ein Kommentargespr\u00e4ch ergeben, das in einem neuen Blogpost besser aufgehoben ist als <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2014\/01\/17\/jugend-im-wartezimmer-julia-engelmann-gegen-traurige-konjunktive\/#comment-311029\">unter einem Artikel \u00fcber Poetry Slam aus 2014<\/a>.<\/p>\n<p>Werden die vielen prognostizierten Ver\u00e4nderungen rund um &#8222;KI&#8220; und BigData unseren Alltag ber\u00fchren? Dazu schrieb G\u00fcnther: <!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Wenn wir all dem Glauben schenken, was da alles an digitalen Anwendungen versprochen und vorausgesagt wird, ist die Zukunft wirklich bis zum kleinsten Ding vernetzt und produziert in Echtzeit Unmengen an Daten, die mittels m\u00e4chtiger Analysetools und Algorithmen unsere Welt immer \u201esmarter\u201c machen \u2013<br \/>\nnur: ich werde mit dem Alter zunehmend vorsichtiger und skeptischer, was diverse (ernst gemeinte) Tech-\/Science-Visionen vor allem aus dem Silicon Valley anbelangt.<br \/>\nEin anderes Beispiel: Ich kann mich noch gut daran erinnern, was in den 1980\/90er beim Thema <em>\u201eK\u00fcnstliche Intelligenz (KI)\u201c<\/em> alles vorausgesagt wurde, was in wenigen Jahrzehnten \u2013 aus damaliger Sicht \u2013 m\u00f6glich sein werde: von selbstdenkender Software bis zu autonomen Robotern. Jetzt haben wir 2020 und es dauert (angeblich) wieder nur mehr wenige Jahrzehnte, bis die \u201estarke KI\u201c ihren Durchbruch feiern wird \u2013 und alle m\u00f6glichen damit in Zusammenhang stehenden Schreckensszenarien (unterst\u00fctzt durch diverser perfekt animierter Hollywood-Filmen) tauchen seit vielen Jahren am Horizont auf.<\/p>\n<p>Ich zweifle das alles sehr an, weil es an der allt\u00e4glichen Lebenswirklichkeit der allermeisten Menschen (mit \u201enat\u00fcrlicher Intelligenz\u201c, die man noch kaum versteht) vorbeigeht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist das tats\u00e4chlich so?<\/p>\n<p>Die Skepsis bez\u00fcglich &#8222;starker KI&#8220; teile ich, wenn damit selbst denkenden, \u201eautonome\u201c und kreative Roboter oder Programme gemeint sind. <em>(f\u00fcr mich sind das unbewusste feuchte M\u00e4nnertr\u00e4ume, die auch mal einen \u201eMenschen\u201c erschaffen wollen)<\/em>. Aber die M\u00f6glichkeiten von BigData sind immens und bei weitem noch nicht ausgereizt. <\/p>\n<p>Gestern h\u00f6rte ich (auf dem Laufband&#8230;) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5fHKK_YFUrw\">dieses Interview<\/a> mit dem Historiker <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuval_Noah_Harari\">Juval Harari<\/a>, der zur Zukunft der Menschheit bzw. deren \u201eEnde\u201c recht viel zu sagen hat \u2013 ohne deshalb Apologet der Technik zu sein. Er zeigt M\u00f6glichkeiten und Wahrscheinlichkeiten auf, wie sich mensch in etwas Neues verwandeln k\u00f6nnte oder verwandeln wird, je nachdem.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5fHKK_YFUrw\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2982\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/harari.jpg\" alt=\"Juvel Harari - Historiker\" width=\"500\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/harari.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/harari-300x170.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es lohnt sich, dran zu bleiben. Er stellt interessante Fragen zur m\u00f6glichen KI-Entwicklung. Und ist auch ein interessanter Mensch, der vegan lebt und t\u00e4glich meditiert.<\/p>\n<p>Du schreibst:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch zweifle das alles sehr an, weil es an der allt\u00e4glichen Lebenswirklichkeit der allermeisten Menschen (mit \u201enat\u00fcrlicher Intelligenz\u201c, die man noch kaum versteht) vorbeigeht.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Genau diese \u201eallt\u00e4gliche Wirklichkeit\u201c ist jedoch die Basis, von der aus sich BigData entwickelt und seine Benefits ausspielt. Wie wir reisen, einkaufen, uns informieren \u2013 das hat sich schon recht stark ver\u00e4ndert. Grade \u00e4ndert sich auch das Bem\u00fchen vieler, \u201eges\u00fcnder zu leben\u201c auf eine datengest\u00fctzte Weise, an die wir fr\u00fcher nicht im Traum gedacht h\u00e4tten!<\/p>\n<p>Bei alledem schau ich auf Andere ebenso wie auf mich: Ich bin ja grunds\u00e4tzlich keine Gegnerin aktueller BigData-Bequemlichkeiten, sondern nutze sie. M\u00f6chte mir jedoch die M\u00f6glichkeit, selbst etwas Anderes als das Vorgeschlagene zu w\u00e4hlen, auf jeden Fall erhalten. Und ich sehe zu, dass ich informationstechnisch quer zu allen \u201eBubbles\u201c etwas mitbekomme (auch das ist z.B. dank der \u201eHashtags\u201c in sozialen Medien leicht m\u00f6glich).<\/p>\n<p>Datenschutz ist f\u00fcr mich auch kein Selbstzweck: ich \u00fcberlege, was es mir bringt, jemandem meine Daten zu \u00fcberlassen und w\u00e4ge das Risiko ab, das evtl. damit verbunden ist. Wenn das \u201eRisiko\u201c allein darin besteht, dass mir \u201epassende Werbung\u201c gezeigt wird, dann hab ich damit nicht wirklich ein Problem! Schlie\u00dflich hab ich mich fr\u00fcher \u00fcber das Gie\u00dfkannenprinzip aufgeregt, das ganze Berge von Printwerbung in die Briefk\u00e4sten sp\u00fclte.<br \/>\n<strong>Gegen Missbrauch<\/strong> muss m.E. der Gesetzgeber in Bewegung gesetzt werden. Appelle zur Nichtnutzung an das Individuum sind insgesamt wenig erfolgreich, wenn die Nutzungsvorteile erheblich sind.<\/p>\n<p>Im Medizinbereich will ich MEHR BigData \u2013 und zwar f\u00fcr alle, nicht nur f\u00fcr \u00c4rzte und Besserverdiener. Mein Augenarzt will 237,- Euro f\u00fcr Untersuchungen, die meinen Befund auf diesen Level heben, was nat\u00fcrlich nur n\u00fctzt, wenn man es j\u00e4hrlich macht, um Ver\u00e4nderungen festzustellen. F\u00fcr mich ist das viel Geld und ich \u00fcberlege noch\u2026<\/p>\n<p>Gerne h\u00e4tte ich (anonymisierte) \u00f6ffentliche Datenbanken mit Krankheits- und Therapie-Erfolgen, die man selbst durchsuchen kann.<br \/>\nDann w\u00e4re man vielleicht nicht mehr so schlecht dran wie Betroffene des \u201e(pseudo-)<a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/04\/04\/allergischer-schnupfen\/\">allergischen Schnupfens<\/a>\u201c (siehe die dortige Kommentarstrecke!), sondern k\u00f6nnte sehen, was wem wann bei welchen Symtomen wie geholfen hat.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be noch viele Beispiele, doch grade ruft mich die Arbeit.\u00a0 Ich kann mir jedenfalls noch vielerlei Anwendungen vorstellen, wie die datengetriebene Wirtschaft auf unseren Alltag einwirken wird &#8211; nat\u00fcrlich individuell verschieden, keine Frage.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Update:<\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die keine Kommentare lesen, erg\u00e4nze ich hier mal den Artikel mit einer Empfehlung von Gerhard, n\u00e4mlich einer vierteiligen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/tiefenblick\/mein-koerper-meine-daten-100.html\">Dokuserie \u00fcber Big Data im Gesundheitswesen:<br \/>\nMein K\u00f6rper, meine Daten <\/a><\/p>\n<p>Spannend und aufschlussreich. Eine gute Info-Grundlage zur Diskussion.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Bedeutung der sogenannten &#8222;k\u00fcnstlichen Intelligenz&#8220; und zunehmender BigData-Anwendungen hat sich ein Kommentargespr\u00e4ch ergeben, das in einem neuen Blogpost besser aufgehoben ist als unter einem Artikel \u00fcber Poetry Slam aus 2014. Werden die vielen prognostizierten Ver\u00e4nderungen rund um &#8222;KI&#8220; und BigData unseren Alltag ber\u00fchren? Dazu schrieb G\u00fcnther:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7,8,231],"tags":[472,473],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2981"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2981"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2981\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}