{"id":2923,"date":"2001-02-12T13:36:16","date_gmt":"2001-02-12T12:36:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2923"},"modified":"2019-11-03T13:39:53","modified_gmt":"2019-11-03T12:39:53","slug":"webwriting-big-brother","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2001\/02\/12\/webwriting-big-brother\/","title":{"rendered":"Webwriting, Big Brother"},"content":{"rendered":"<p>Endlich ist das Update des <a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\/\">Webwriting-Magazins<\/a> fertig! Es hat doch zwei Wochen l\u00e4nger gedauert, als geplant, bzw. ich bin einfach erst sp\u00e4ter &#8222;in die G\u00e4nge gekommen&#8220;. Als ich wirklich &#8222;drin&#8220; war, erfa\u00dfte mich wieder diese Freude der Produktivit\u00e4t, die gleichzeitig gegen\u00fcber dem Leben mit all seinen m\u00f6glichen Problemen und Unsicherheiten ungemein optimistisch stimmt.<!--more--><\/p>\n<p>Der Artikel &#8222;Das Web und das ICH &#8211; \u00fcber die pers\u00f6nliche Homepage&#8220; ist der Anfang des Versuchs, meine langj\u00e4hrigen Erfahrungen im pers\u00f6nlichen Webpublishing zu rationalisieren. Ich h\u00e4tte da auf Anhieb lange weiterschreiben k\u00f6nnen und wei\u00df doch gleichzeitig nie: Ist das jetzt eigentlich selbstverst\u00e4ndlich, oder sollte man es sagen? Und: andere beraten funktioniert weit besser, als die eigenen Ekenntnisse in MEINER ausgewucherten Weblandschaft umzusetzen, die in ihrer jetzigen Gestalt historisch gewachsen und eben nicht rational geplant entstanden ist. Trotzdem: Die Zeit ist einfach reif, da wieder mal eine neue, zeitgem\u00e4\u00dfe Form &#8218;reinzubringen und vor allem eine Dienstleistungs-Site zu entwickeln, die die Dinge auf den Punkt bringt, die ich gut kann. Das f\u00e4llt mir genauso schwer, wie denjenigen, die hier mal meine Umfrage &#8222;Was ist schwierig an der pers\u00f6nlichen Homepage?&#8220; beantwortet und mit gro\u00dfer Mehrheit das Thema &#8222;Was schreib ich \u00fcber mich?&#8220; als das Schwierigste bezeichnet hatten.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens werd&#8216; ich Anfang M\u00e4rz im Nordkolleg zum Thema &#8222;Literarische Homepage&#8220; reden und Seiten zeigen: Wer daf\u00fcr gute Vorschl\u00e4ge hat, m\u00f6ge mir mailen!<\/p>\n<h2>Wanted: Big Brother in Mecklenburg<\/h2>\n<p>Im Nordmagazin schalteten die Macher neulich eine TED-Umfrage: Pro oder contra Video-\u00dcberwachung auf \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen. 72% der ca. 5000 Anrufer waren DAF\u00dcR! Meine G\u00fcte, wie m\u00fcssen die Leute hier ANGST haben, wenn sie nur mal eben ins Freie gehen. Oder ist es die Sehnsucht der Mecklenburger nach der R\u00fcckkehr des Obrigkeitsstaats, der sich immerhin um den Einzelnen &#8222;gek\u00fcmmert&#8220; hat?<\/p>\n<p>Wie w\u00e4re das Ergebnis der Umfrage im Westen? Ich vermute, nicht mit so gro\u00dfer Mehrheit, aber doch auch in Richtung &#8222;ja&#8220; zunehmend. Woher kommt dieses Sehnen nach Gesehen-werden, das die Angst vor dem \u00dcberwacht-werden abl\u00f6st? Ich erkl\u00e4re es mir so: Je mehr innere Bindungen, Werte, Ge- und Verbote aus der Psyche der allseits flexiblen Individuen verschwinden (Verfall des \u00dcber-Ich?), desto eher ist ein jeder &#8222;zu allem f\u00e4hig&#8220;. Und &#8211; ohne sich das selbst zugeben zu m\u00fcssen &#8211; kommt es in der Angst vor dem Anderen zum Ausdruck: Jeder kann ein Amoksch\u00fctze sein, jeder von jetzt auf gleich gewaltt\u00e4tig werden&#8230; Da hilft nur das wachende Auge der Staatsmacht, die von AUSSEN Recht und Ordnung aufrecht erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wir leben in einem dunklen Zeitalter, da haben die Hindus schon recht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich ist das Update des Webwriting-Magazins fertig! Es hat doch zwei Wochen l\u00e4nger gedauert, als geplant, bzw. ich bin einfach erst sp\u00e4ter &#8222;in die G\u00e4nge gekommen&#8220;. 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