{"id":2760,"date":"2019-01-21T20:06:46","date_gmt":"2019-01-21T19:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2760"},"modified":"2019-01-21T20:06:46","modified_gmt":"2019-01-21T19:06:46","slug":"raus-aus-dem-winterschlaf-woche-der-veraenderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2019\/01\/21\/raus-aus-dem-winterschlaf-woche-der-veraenderung\/","title":{"rendered":"Raus aus dem Winterschlaf: Woche der Ver\u00e4nderung"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Jahreswechsel hat es nichts zu tun, daf\u00fcr w\u00e4re ich sowieso zu sp\u00e4t dran. Aber so, wie es ist, soll es nicht weiter gehen: Mein Alltag braucht ein Update, dringend, offline und online.<!--more--><\/p>\n<p>Dabei geht es mir nicht etwa schlecht. Alles geht seinen gewohnten Gang, ich schaffe meine Auftr\u00e4ge, lebe in Frieden mit meinen N\u00e4chsten und habe weder Schulden noch Streit mit irgendjemandem. W\u00fcrde ich richtig leiden, w\u00e4re es einfacher, denn dann w\u00e4re da eine stabile Motivation, die leidvolle Situation zu ver\u00e4ndern. So aber muss ich es ohne diesen Stachel schaffen, aus dem Winterschlaf zu erwachen, der schon viel zu lange andauert.<\/p>\n<p>Anstatt lange zu lamentieren, was alles im Argen liegt und mir trotz der einschl\u00e4fernden Gem\u00fctlichkeit meines Alltags nicht mehr passt, liste ich einfach mal auf, was ich in meiner &#8222;Woche der Ver\u00e4nderung&#8220; angehen will.<\/p>\n<h2>Offline:<\/h2>\n<p><strong>1. Tag\/Nacht-Rythmus restaurieren:<\/strong> Zum Winter hin bin ich in einen Sp\u00e4trythmus gedriftet, der dazu neigt, immer extremer zu werden. Als Homeworkerin verpflichtet mich nichts zum fr\u00fchen Aufstehen. Ob ich einen Text nachts um zwei schreibe oder nachmittags, ist der Welt da drau\u00dfen egal. Wann ich das letzte Mal vor Mitternacht eingeschlafen bin, erinnere ich gar nicht, wohl aber Wachzeiten um 4.30 Uhr und Zwischentagsschl\u00e4fchen sp\u00e4tnachmittags oder gar am fr\u00fchen Abend. In dieser Woche will ich es wieder dahin bringen, sp\u00e4testens mit der Sonne aufzustehen, den Tag \u00fcber wach zu bleiben und zu vern\u00fcnftigen Zeiten einzuschlafen.<\/p>\n<p><strong>2. Kein TV mehr!<\/strong> Dass soll mal f\u00fcr diese Woche gelten, so als Entw\u00f6hnungskur. Schon verr\u00fcckt, dass ich als im Gutenberg-Zeitalter mit vielen B\u00fcchern Aufgewachsene mich derart h\u00e4ufig vom TV berieseln lasse, wie es in der letzten Zeit der Fall war. Anf\u00e4nglich trieb mich das Unwohlsein vom zu langen Sitzen vor dem PC dazu, mich liegend mit der Glotze zu unterhalten. Dann fesselten mich die schier unendlichen M\u00f6glichkeiten, per Smart-TV auf die Mediatheken und allerlei Video-Quellen zuzugreifen. Dass &#8222;nichts Interessantes kommt&#8220; geh\u00f6rt damit ja der Vergangenheit an und ich sah keinen echten Grund, eine Grenze zu setzen. Schluss damit!<\/p>\n<p><strong>3. Gedrucktes Lesen: <\/strong>Da ich die dadurch frei werdende Zeit gewiss nicht vollst\u00e4ndig durch umtriebige Aktivit\u00e4ten f\u00fcllen kann, werde ich wieder Gedrucktes lesen. Auch das ist weitgehend aus meinem Leben verschwunden, Internet + TV bieten ja soooo viel Interessantes! Hier liegen B\u00fccher herum, die ich nur gekauft, aber nicht gelesen habe. Mein einziges &#8222;Zeitungserlebnis&#8220; findet bei einem Freund statt, den ich w\u00f6chentlich besuche: Wenn er kocht, schaue ich in die Berliner Zeitung. Und fand es ziemlich toll, so unabgelenkt darin zu lesen, auch mal Themen, die ich nicht &#8222;angeklickt&#8220; h\u00e4tte. Es braucht dennoch einen Ruck, um wieder ins Lesen einzusteigen, denn es ist f\u00fcr &#8222;Neueinsteiger&#8220; anstrengender als sich von Bildern berieseln zu lassen. &#8222;Kein TV&#8220; ist hoffentlich Anreiz genug!<\/p>\n<p><strong>4. Arbeitszimmer entschlacken:<\/strong> Mein Verh\u00e4ltnis zur dinglichen Welt ist gelinde gesagt suboptimal. Oberfl\u00e4chlich kann ich meine Wohnung zwar relativ schnell aufger\u00e4umt aussehen lassen, aber genauer Hinschauen sollte man besser nicht! Die D\u00fcnen aus Papieren, Kabeln, Dampfer-Utensilien, Schachteln und Schalen mit Kleinkram, die sich bis \u00fcber den Beistell-Schreibtisch erstrecken lasse ich regelm\u00e4\u00dfig viel zu lange anwachsen. Ganz zu Schweigen vom Inhalt der Regale und Schubladen: Ich sch\u00e4tze, 60 bis 80 Prozent der Dinge, die da einstauben, brauche ich nicht, werde ich nie mehr brauchen, kenne sie nicht mal mehr! Vorsatz: Nicht alles auf einmal, aber w\u00e4hrend der Woche t\u00e4glich mindestens ein Regalfach sichten, ausmisten, putzen.<\/p>\n<p><strong>5. Reparieren, Entsorgen, Putzen:<\/strong> Tropfende Wasserh\u00e4hne, herum stehendes Zeugs, das in den Keller geh\u00f6rt, nicht entsorgtes Glas, lang vergessene Ecken und Schr\u00e4nke mit Sachen, die mir nicht mehr passen &#8211; in dieser Woche werde ich all das mal wenigstens angehen, jeden Tag irgend etwas bereinigen. Das ist ja wohl schaffbar!<\/p>\n<h2>Online:<\/h2>\n<p><strong>1. Blogs aufr\u00e4umen und updaten:\u00a0 <\/strong>Alle auf den aktuellen Stand bringen, jeden Tag eins. Dass ich letzte Woche mein Blog &#8222;Vom Raumen zum Dampfen&#8220; abgeben konnte, freut mich sehr &#8211; ich hab&#8216; einfach zu viele Blogs, um ihnen gerecht zu werden. (Hier mein <a href=\"http:\/\/www.umsteigerblog.de\/ein-abschied-und-ein-neubeginn\/\">Abschiedsposting<\/a>). Klar, ich dampfe noch, aber sooo viel f\u00e4llt mir dazu nicht ein.<\/p>\n<p><strong>2. Diary vereinheitlichen:<\/strong> Die letzten uralten Diary-Texte aus der alten Technik ins Blog \u00fcbertragen. Es fehlen nur noch die Jahre 1999 bis 2001.\u00a0 Anfang M\u00e4rz wird das Digital Diary 20, bis dahin wird es fertig, ganz sicher! :-)<\/p>\n<p><strong>3. Domains checken<\/strong>, abgeben oder frei geben: Z.B. <a href=\"http:\/\/www.fleischersatz.info\">Fleischersatz.info<\/a> &#8211; nie bin ich dazu gekommen, etwas draus zu machen. So manche Domain schlummert noch irgendwo, zu der ich eine Idee, aber dann doch keine Zeit hatte.\u00a0 wie internet-im-bett.de &#8211; da wollte ich mal was zu den M\u00f6glichkeiten schreiben, im Liegen zu arbeiten. Sogar klinger.berlin hab ich mir mal geholt, weil ich dachte, es w\u00e4re doch cool, eine Mailadresse claudia@klinger.berlin zu nutzen. Tja, sind so viele Vorhaben&#8230; und dann liegt das alles &#8218;rum und kostet 29.90 pro Jahr. Oder so. Nicht viel, aber sinn- und zwecklos, wenn ich nichts damit anfange.<\/p>\n<p>Das war&#8217;s f\u00fcrs Erste. Nach Punkt 4 hatte ich einen pl\u00f6tzlichen Blog-Ausfall: Nur noch wei\u00dfe Seiten statt einer Administration. Nach stundenlangem Forschen und Ausprobieren verschiedenster Fehlerbehebungsm\u00f6glichkeiten l\u00e4uft es jetzt wieder. Woran es gelegen haben k\u00f6nnte, ist dabei nicht heraus gekommen. Die ganze besinnliche und hoch motivierte Stimmung hat es mir jedenfalls zerhauen. Trotzdem werde ich es angehen: Schluss mit dem &#8222;Winterschlaf&#8220;, mit den eigenschliffenen Routinen und der extremen Passivit\u00e4t, die doch eigentlich gar nicht zu mir passt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Jahreswechsel hat es nichts zu tun, daf\u00fcr w\u00e4re ich sowieso zu sp\u00e4t dran. 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