{"id":268,"date":"2009-02-26T14:40:48","date_gmt":"2009-02-26T12:40:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=268"},"modified":"2011-07-11T13:47:41","modified_gmt":"2011-07-11T11:47:41","slug":"finanzkrise-wann-kommt-der-google","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2009\/02\/26\/finanzkrise-wann-kommt-der-google\/","title":{"rendered":"Finanzkrise: Wann kommt der Google?"},"content":{"rendered":"<p>Dass es &#8211; zumindest virtuell &#8211; viel zu viel Geld gibt, das in keiner Weise mehr mit Waren und Dienstleistungen abgedeckt ist, entnehme ich den vielf\u00e4ltigen Infos und Erl\u00e4uterungen der letzten Monate. Eigentlich m\u00fcssten die Geldbesitzer bzw. die Eigner der zunehmend uneinbringlichen Forderungen (faule Kredite, toxische Papiere etc.) neun Zehntel ihrer prek\u00e4ren Werte VERNICHTEN, damit das Ganze wieder ein wenig ins Lot kommt &#8211; aber sowas macht nat\u00fcrlich niemand freiwillig. <\/p>\n<div id=\"retreat\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2009\/02\/24\/krise-alltag-und-froehliches-getwitter\/\"><strong>Blog-Retreat zum Zehnj\u00e4hrigen des Digital Diary<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\/wieviel-blogs-braucht-der-mensch\/\" title=\"Wieviel blogs braucht der Mensch?\">\u00ab Text 7<\/a> | Text 8 |  <a href=\"http:\/\/www.lustgespinst.de\/2009\/02\/27\/in-vorbereitung-chili-con-carne\/\">Text 9 &raquo;<\/a> <br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/blog-retreat-zum-10-jaehrigen-alle-artikel\/\">\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Also versucht man, all das Problematische <strong>unter den Teppich zu kehren<\/strong>, bzw. in &#8222;Bad Banks&#8220; auszulagern, um zumindest Zeit zu gewinnen. Ob das unter verstaatlichten oder privaten Rahmenbedingungen stattfindet, ist im Grunde egal: im ersten Fall haftet der Steuerzahler direkt, im zweiten Fall indirekt, denn die Realwirtschaft befindet sich ja quasi in Geiselhaft des Finanzsystems. Die Banken m\u00fcssen gest\u00fctzt werden, da scheinen sich alle einige zu sein, die nicht auf einen totalen Crash spekulieren &#8211; und den finden eigentlich nur Leute spannend, die immer schon nur Gift &#038; Galle auf alles Bestehende spr\u00fchen. <!--more--><\/p>\n<h2>Altes Gold? Neues Geld?<\/h2>\n<p>Um die gewaltigen Schulden (die ja jemand Anderes Forderungen bzw. Verm\u00f6gen sind) wegzubekommen, m\u00fcsse, wie manche meinen, eine &#8222;gem\u00e4\u00dfigte&#8220; Inflation kommen, die das Geld nicht allzu schnell, aber doch binnen einiger Zeit deutlich entwertet, und damit auch all die aufgelaufenen Schulden. Viele rechnen damit, dass das bald los geht, vielleicht ist deshalb hierzulande die Kauflaune noch so gut (ich schaffe mir auch grade ein paar &#8222;Langfrist-G\u00fcter&#8220; an).  Andere meinen, es brauche eine W\u00e4hrungsreform: zur\u00fcck zum Goldstandard bzw. zu einem neuen Welt-Dollar, dessen Einf\u00fchrung mit einem Schlag wieder handhabbare Verh\u00e4ltnisse bringen w\u00fcrde. Wie das gehen sollte und WER den einf\u00fchren soll (entgegen den alten Finanz-M\u00e4chten, die nat\u00fcrlich keine Enteignung wollen, genauso wenig wie &#8222;der kleine Sparer&#8220;), bleibt allerdings sehr fraglich. <\/p>\n<h2>Nebenw\u00e4hrung &#8222;Google&#8220; ? <\/h2>\n<p>Ja, zugegeben, das ist eine ziemlich verr\u00fcckte Idee. Wenn ich mich allerdings frage, WER \u00fcber eine stabile und nahezu weltweit zug\u00e4ngliche Infrastruktur f\u00fcr eine neue &#8222;Verrechnungseinheit&#8220; f\u00fcr Waren und Dienstleistungen verf\u00fcgt, f\u00e4llt mir nur Google ein. Wie w\u00e4re es also, wenn Big G. \u00e4hnlich den Tauschb\u00f6rsen eine Art &#8222;Nebengeld&#8220;, eben den &#8222;Google&#8220; einf\u00fchren w\u00fcrde, mit dem man im Netz dann handeln k\u00f6nnte? Sollen sich doch ein paar hochkar\u00e4tige Finanz-Experten zusammen setzen und sich Modalit\u00e4ten einfallen lassen, wie das mittels Nutzung und Ausweitung bestehender Strukturen (Google-Accounts) machbar w\u00e4re. Nat\u00fcrlich ist das JETZT noch gar nicht erlaubt &#8211; aber um derlei Kleinkram hat sich Google ja noch nie ausschweifend gek\u00fcmmert (man denke an das Projekt, alle B\u00fccher dieser Welt einzuscannen&#8230;).  Und wer wei\u00df, was bei einer Zuspitzung der Lage noch alles m\u00f6glich wird, was heute undenkbar erscheint. <\/p>\n<p>Um auch die nicht-vernetzte Bev\u00f6lkerung ans Google-Geld anzuschlie\u00dfen, k\u00f6nnten kleine Wechselstuben entstehen, \u00e4hnlich den Ebay-Shops, wo man sich Googles auszahlen lassen, bzw. in die jeweils nationale W\u00e4hrung tauschen k\u00f6nnte.  Welche Rolle das &#8222;Ersatzgeld&#8220; in einer Krise spielen kann, daf\u00fcr gibt es sogar Beispiele, wie etwa Argentinien &#8211; <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Argentinien-Krise#Tauschringe_.28Red_Global_de_Trueque.29\">Wikipedia schreibt dazu<\/a>: <\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Schon in den 1990er Jahren war infolge der steigenden Arbeitslosigkeit eine gro\u00dfe Anzahl von Tauschringen entstanden, in denen nicht nur Waren, sondern vor allem Dienstleistungen ausgetauscht wurden. Diese Aktivit\u00e4t nahm in den Krisenjahren stark zu. Die Marken der Dachorganisation der Tauschringe Red Global de Trueque (RGT), die Cr\u00e9ditos, wurden ab 2001 zu einer <strong>inoffiziellen Komplement\u00e4rw\u00e4hrung<\/strong> zum Peso. Eine unkontrollierte Expansion dieser Aktivit\u00e4t sorgte jedoch f\u00fcr st\u00e4ndige Abwertungen des Cr\u00e9dito durch die RGT, so dass das Tauschen nach der Erholung der Wirtschaft um 2003 immer weniger attraktiv wurde und so an Bedeutung verlor.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Immerhin, die Wirtschaft hat sich wieder erholt.<\/p>\n<p>Im Grunde w\u00e4re das &#8222;Nebengeld&#8220; die Verrechnungseinheit in einer \u00d6konomie der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tauschhandel#Barter-Gesch.C3.A4fte_.2F_Barter-Clearing\">Bartergesch\u00e4fte<\/a>, also ein zwischen vielen organisierter Tauschhandel. Dass man sowas heute \u00fcbers Internet organisiert, erscheint selbstverst\u00e4ndlich &#8211; und WER w\u00e4re da besser geeignet als Google, deren SUCHE eh schon weltweit und massenhaft genutzt wird?<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass es &#8211; zumindest virtuell &#8211; viel zu viel Geld gibt, das in keiner Weise mehr mit Waren und Dienstleistungen abgedeckt ist, entnehme ich den vielf\u00e4ltigen Infos und Erl\u00e4uterungen der letzten Monate. 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