{"id":2504,"date":"2017-10-11T10:25:44","date_gmt":"2017-10-11T08:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2504"},"modified":"2017-10-11T22:20:22","modified_gmt":"2017-10-11T20:20:22","slug":"e-book-nein-danke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2017\/10\/11\/e-book-nein-danke\/","title":{"rendered":"E-Book? Nein danke!"},"content":{"rendered":"<p>Der E-Book-Markt w\u00e4chst nicht, sondern stagniert seit drei Jahren. Mein E-Book-Konsum stagniert mit. Felix Richter <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/11398\/buecher-vs-e-books\/\">schreibt dazu auf Statista<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>&#8230;trotz aller technischen Verbesserungen im Bereich E-Books bzw. E-Reader kommt das digitale Lesevergn\u00fcgen in Deutschland nicht so recht vom Fleck. Laut Zahlen des digitalen Branchenverbands Bitkom hat sich der Anteil der E-Book-Leser hierzulande in den vergangenen drei Jahren kaum ver\u00e4ndert. Demnach liest nur jeder vierte Deutsche zumindest gelegentlich E-Books.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/11398\/buecher-vs-e-books\/\" title=\"Infografik: Papier schl\u00e4gt E-Book | Statista\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/infographic.statista.com\/normal\/infografik_11398_buecher_vs_e_books_n.jpg\" alt=\"Infografik: Papier schl\u00e4gt E-Book | Statista\" width=\"100%\" height=\"auto\" style=\"width: 100%; height: auto !important; max-width:960px;-ms-interpolation-mode: bicubic;\"\/><\/a> Mehr Statistiken bei <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/\">Statista<\/a><\/p>\n<p>Bitcom-Pr\u00e4sident Achim Berg meint, das l\u00e4ge an den hohen Preisen, die kaum niedriger seien als das gedruckte Buch. Das ist sicher ein wichtiger Grund, aber f\u00fcr mich ist ein anderer ausschlaggebend: Ein E-Book geh\u00f6rt mir nicht wirklich.  Ich darf es nicht weiter verkaufen, sondern erwerbe lediglich eine &#8222;Leselizenz&#8220;. Das Verleihen wurde zwar mittlerweile <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EuGH-Urteil-Bibliotheken-duerfen-E-Books-verleihen-3464156.html\">vom EuGh legalisiert<\/a>, jedoch nur f\u00fcr Bibliotheken (Onleihe). Als Nutzerin muss ich mich mit unterschiedlichen Angeboten zum Mehrfach-Nutzen auseinander setzen (z.B. kann man bei Amazon\/Kindle auf 6 verschiedenen angemeldeten Ger\u00e4ten lesen), einfaches problemloses Verleihen geht nicht. Und schlie\u00dflich: dank DRM ist es extrem kompliziert bis schier unm\u00f6glich, E-Books auf andere Leseger\u00e4te zu \u00fcbertragen. Wer mal eben Einstiegsinfos \u00fcber die verschiedenen Formate, Plattformen und die mit dem Erwerb einher gehenden Bindungen an Anbieter, Accounts und Ger\u00e4te sucht, muss sich auf eine l\u00e4ngere Lernkurve einstellen &#8211; und nat\u00fcrlich ist das alles immer im Fluss.<\/p>\n<h2>Unerreicht ergonomisch: das gedruckte Buch<\/h2>\n<p>Selber bin ich immer schon eher IT- und Netz-affin, also hab&#8216; ich anf\u00e4nglich gedacht, das E-Book w\u00fcrde ein Renner, auch bei mir. Ist aber nicht so gekommen, ganz im Gegenteil sind mir heute die Vorteile gedruckter B\u00fccher bewusster denn je. Ich kaufe zwar deutlich weniger B\u00fccher als fr\u00fcher, ziehe aber die jeweiligen E-Versionen gar nicht erst in Betracht. Sogar <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2i1gFpI\">&#8222;Fettlogik \u00fcberwinden&#8220;<\/a> (Werbelink), das es zun\u00e4chst nur als E-Book gab, hab ich sp\u00e4ter nochmal als Printbuch gekauft: zum Verleihen, zum &#8222;eben mal rein schauen&#8220;, w\u00e4hrend ich am PC sitze &#8211; ganz ohne Gefummel mit Leseger\u00e4t, wom\u00f6glich Cloud-Zugang und dergleichen. <\/p>\n<p>K\u00fcrzlich hab ich mir das Buch <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2xvN6n7\">Judith Butler &#8211; eine Einf\u00fchrung<\/a> (Werbelink) gekauft, um mal eine Gesamtdarstellung des Denkens dieser einflussreichen Philosophin zu studieren, einschliei\u00dflich der Rezeptionsgeschichte. Kein leichter Stoff, aber hundertmal verst\u00e4ndlicher als die Originalwerke (<em>1998 erhielt sie in Denis Duttons Zeitschrift Philosophy and Literature einen Ersten Preis in einer Bad Writing Competition, die besonders schlecht geschriebene Fachprosa auszeichnet<\/em>). Hin- und Herbl\u00e4ttern, Lesezeichen in unterschiedliche Kapitel einlegen, immer wissen, wo ich im Buch ungef\u00e4hr bin &#8211; all das geht nat\u00fcrlich auch im E-Book, aber nicht so einfach, intuitiv und schnell. Wenn z.B. ein Balken anzeigt, wieviel ich schon gelesen habe, ist das nat\u00fcrlich abh\u00e4ngig von der eingestellten Schriftgr\u00f6\u00dfe. Einmal umstellen und es ist wieder anders &#8211; der &#8222;zus\u00e4tzliche Komfort&#8220; ist mir eher Last als Lust, weil ich st\u00e4ndig &#8222;Technik mitdenken&#8220; muss.<\/p>\n<p>Versierte E-Book-Leser\/innen werden mir vermutlich widersprechen. Mag sein, dass man sich an all das gut gew\u00f6hnen kann, so dass auch ein E-Book als ergonomisch wahrgenommen wird. Aber hey, ich bin nur ein Beispiel f\u00fcr die gro\u00dfe Mehrheit, die nach einigen Versuchen nicht wirklich Lust auf E-Book bekommen hat. Dass der Markt stagniert, zeigt, dass sich das auch nicht gro\u00df \u00e4ndert.<\/p>\n<p><em>(Bei alledem beziehe ich mich \u00fcbrigens auf E-Books des klassischen B\u00fcchermarkts. Nicht auf die E-Books in offenen Formaten, die viele Autorinnen und Autoren \u00fcber ihre Webseiten und sozialen Medien verbreiten.) <\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der E-Book-Markt w\u00e4chst nicht, sondern stagniert seit drei Jahren. Mein E-Book-Konsum stagniert mit. Felix Richter schreibt dazu auf Statista: &#8230;trotz aller technischen Verbesserungen im Bereich E-Books bzw. E-Reader kommt das digitale Lesevergn\u00fcgen in Deutschland nicht so recht vom Fleck. Laut Zahlen des digitalen Branchenverbands Bitkom hat sich der Anteil der E-Book-Leser hierzulande in den vergangenen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,7],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2504"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2504"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2504\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}