{"id":2440,"date":"2017-07-08T12:35:52","date_gmt":"2017-07-08T10:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2440"},"modified":"2017-07-08T14:25:10","modified_gmt":"2017-07-08T12:25:10","slug":"ganz-normale-autonome-militanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2017\/07\/08\/ganz-normale-autonome-militanz\/","title":{"rendered":"Ganz normale autonome Militanz?"},"content":{"rendered":"<p>Gestern hab&#8216; ich bis tief in die Nacht die Ereignisse in Hamburg verfolgt. Noch nie war das &#8222;aus der Ferne&#8220; so gut m\u00f6glich, denn mehrere Livestreams und massenweise Bilder und Videos auf Twitter gaben ein umfassendes Bild des Geschehens. <em>(Die hier zur Illustration verwendeten Fotos sind verfremdet, ein Klick macht sie gr\u00f6\u00dfer).<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20demos.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2441\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20demos-500x269.jpg\" alt=\"Polizei vor Wasserwerfer\" width=\"500\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20demos-500x269.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20demos-300x161.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20demos-768x413.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20demos.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a> <!--more--><\/p>\n<p>Ich konnte also mit ansehen, wie Autos angez\u00fcndet, Scheiben eingeschlagen und L\u00e4den gepl\u00fcndert wurden. Im Schanzenviertel brannten Barrikaden &#8211; ungest\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20muelleimerbrennt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2443\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20muelleimerbrennt-500x365.jpg\" alt=\"Barrikade brennt\" width=\"500\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20muelleimerbrennt-500x365.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20muelleimerbrennt-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20muelleimerbrennt-768x561.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/g20muelleimerbrennt.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nMehrere Stunden lang sah die Staatsmacht dem Treiben zu, hatte ihre Wasserwerfer in einigem Abstand geparkt, genau wie die kampfbereiten Hundertschaften, die aber seltsamerweise nur mit wenigen Schilden ausger\u00fcstet waren. Die Randalierer rissen Steine und Wegeplatten aus der Stra\u00dfe und warfen sie immer wieder in Richtung der Wasserwerfer, anderswo stellten sich Menschen vor diese Unget\u00fcme und zeigten das Victory-Zeichen &#8211; es wirkte ja auch wie ein Sieg, dass die Polizeit mit all ihrem Ger\u00e4t lange passiv blieb.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/menschen0.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2442\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/menschen0-500x309.jpg\" alt=\"Menschen vor Wasserwerfer\" width=\"500\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/menschen0-500x309.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/menschen0-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/menschen0-768x475.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/menschen0.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Lauf des sp\u00e4ten Abends wurde alles immer krasser, die Barrikaden h\u00f6her, die Feuer heftiger, die Leute besoffener &#8211; ob vom &#8222;Rausch der Anarchie&#8220; oder von den Bierflaschen, die viele mit sich trugen, kann ich nicht wissen. Irgendwann f\u00fchlte sich die Polizei dann stark genug, dem Treiben ein Ende zu setzen und r\u00fcckte mit ihren Wasserwerfern und Hundertschaften vor. Dass sogar mit Maschinenpistolen bewaffnete Sondereinheiten aktiv wurden, hat mich dann doch erschreckt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/polizei.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2444\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/polizei-500x360.jpg\" alt=\"Sondereinheit mit Gewehr\" width=\"500\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/polizei-500x360.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/polizei-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/polizei-768x553.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/polizei.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend dessen \u00fcberschlugen sich nat\u00fcrlich die Berichte und Kommentare in allen erdenklichen Medien. Noch heute morgen trendete das Hashtag #Schanze bei Twitter auf Platz 1. &#8222;Noch nie da gewesene Gewalt&#8220; ist der Tenor, wogegen ein User lapidar anmerkte:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Panischen von der ARD waren alle in den 80ern noch nicht auf der Welt, oder? Normale Autonome Militanz. Wir nannten es Sonntag. #Schanze&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<h2>Der militante Arm der Bewegung<\/h2>\n<p>Ich war in den 80gern schon auf der Welt und in der damaligen Berliner Hausbesetzerbewegung aktiv. Das Militanteste, was ich in all den Jahren unternahm, war das gemeinsame Umwerfen eines Bauwagens im Kiez, nachts aus einer Kneipe heraus und ohne jeden Bezug zu einer Demo. Ich geh\u00f6rte zu dem &#8222;Gem\u00e4\u00dfigten&#8220;, zu den Verhandlern, denen es tats\u00e4chlich um die katastrophale Wohnungspolitik jener Jahre ging. Und nat\u00fcrlich auch darum, in den maroden H\u00e4usern zu zeigen, wie man anders leben kann: gemeinschaftlicher, lust- und fantasievoller. Das wurde auch lange Zeit von den Berliner\/innen mitgetragen, denn alle hatten die Nase voll von Warteschlangen und horrenden Abstandszahlungen bei der Wohnungssuche, w\u00e4hrend hunderte H\u00e4user leer standen und weitere mittels \u00fcbelster Schikanen &#8222;entmietet&#8220; wurden.<\/p>\n<p>Eigentlich war ich gegen Gewalt, na klar! Aber ich musste feststellen, dass die Kritik an der Wohnungspolitik erst wirklich ernst genommen wurde, als eines Tages eine Demo &#8222;den Kudamm in Schutt und Asche legte&#8220;. Tats\u00e4chlich waren &#8222;nur&#8220; jede Menge Scheiben eingeworfen worden, es gab keine brennenden Barrikaden, keine Pl\u00fcnderungen und die Polizei war noch gar nicht da, als es geschah.<\/p>\n<p>Ab diesem Zeitpunkt war die Auseinandersetzung mit dem &#8222;militanten Arm der Bewegung&#8220; st\u00e4ndiges Thema. Es wurde erwartet, dass man mitging, wenn wieder eine Steinewerfer-Demo in Aussicht stand oder Sachbesch\u00e4digungen geplant waren. Ich konnte und wollte das nicht, hatte schlie\u00dflich Jura studiert und ein umfassenderes Verst\u00e4ndnis davon, was solchen Aktivit\u00e4ten folgen kann. Gewalt gegen Menschen fand ich indiskutabel und auch &#8222;Gewalt gegen Sachen&#8220; meist (nicht immer) kontraproduktiv: Warum die Berliner Mieterschaft durch sinnlose Gewalt verschrecken? Also sagte ich, wenn mal wieder zur &#8222;\u00c4ktschn&#8220; aufgerufen wurde: <em>Ich hab&#8216; zuviel Angst!<\/em> Das wurde zu meinem Erstaunen ohne Anw\u00fcrfe akzeptiert, ich hatte sogar den Eindruck, einigen (die sich lieber wortlos ausklinkten) aus der Seele zu sprechen.<\/p>\n<p>Am Ende wurde die Bewegung gespalten: die &#8222;Revolution\u00e4re&#8220;, die grunds\u00e4tzlichen Widerstand &#8222;gegen das System&#8220; leisten wollten und sich nicht darum scherten, dass wir lange schon Ans\u00e4ssigen gerne Frieden in den H\u00e4usern h\u00e4tten, wurden zu Terroristen erkl\u00e4rt und ger\u00e4umt. F\u00fcr alle anderen gab es ein &#8222;Instandsetzungsprogramm&#8220; ohne Mieterh\u00f6hungen, das die Wohnungen in einen zeitgem\u00e4\u00dfen Zustand versetzte (unter der Hand nannten sie es im Senat das &#8222;Steinewerferprogramm&#8220; &#8211; sic!). Dazu noch Gelder f\u00fcr die Hofbegr\u00fcnung und vielerlei kulturelle Projekte.<\/p>\n<p>Genau wie heutzutage im Hamburger Schanzenviertel gab es seitdem militante Ausschreitungen meist in Kreuzberg S\u00fcd-Ost, im Kerngebiet der Bewegung. Und nicht etwa in den Vierteln der Reichen und Arrivierten, gegen deren &#8222;Herrschaft&#8220; man doch eigentlich k\u00e4mpfen wollte. Am 1.Mai 1987 wurde <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/berlin-in-historischen-aufnahmen-30-jahre-mai-krawalle--bei-bolle-hat-s-gebrannt-26742274\">am Lausitzer Platz der Supermarkt Bolle gepl\u00fcndert<\/a>, der anschlie\u00dfend auch ausbrannte, weil ein Pyromane die g\u00fcnstige Gelegenheit ergriff.<\/p>\n<blockquote><p>Damals vereinten sich am Abend der Tat Pl\u00fcnderer, Deutsche und T\u00fcrken, B\u00fcrgerliche (in St\u00f6ckelschuhen!) und Autonome beim sportlichen Regalausr\u00e4umen. Auch Mitglieder des evangelischen Seniorenkreises machten mit. Halbe Schweine, Schnaps und Unterw\u00e4sche wechselten &#8211; ohne Bezahlung &#8211; den Besitzer. Als die gepl\u00fcnderte Filiale sp\u00e4ter brannte und das Dach einst\u00fcrzte, klatsche das zufriedene Publikum Beifall. Man hatte es dem Kapitalismus mal so richtig gegeben. \u2013 Quelle: http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/26742274 \u00a92017<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies begr\u00fcndete die Tradition der Kreuzberger Randale am 1.Mai, die noch bis heute nachwirkt. Und so gesehen ist die Nacht in Hamburg tats\u00e4chlich nur &#8222;ganz normale autonome Militanz&#8220;, die auch damals schon nicht unwesentlich von &#8222;angereisten Chaoten&#8220; ver\u00fcbt wurde. Es gibt ganz offensichtlich immer genug junge M\u00e4nner (und wenige Frauen), die gerne Gewalt aus\u00fcben und f\u00fcr Stunden anarchische Verh\u00e4ltnisse genie\u00dfen. Der jeweilige politische Anlass ist nur bei einem Teil der Leute echte \u00dcberzeugung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schanze-barrikade.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2445\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schanze-barrikade-500x308.jpg\" alt=\"RAndale in der Schnaze\" width=\"500\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schanze-barrikade-500x308.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schanze-barrikade-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schanze-barrikade-768x472.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schanze-barrikade.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Kein Krieg, nur Randale &#8211; allseitig \u00fcberwacht<\/h2>\n<p>Wenn jetzt Kommentierer schreiben, es gehe zu &#8222;wie im B\u00fcrgerkrieg&#8220; oder &#8222;wie in einem Krisengebiet&#8220;, dann liegen sie falsch. Es ist ein riesiger Unterschied zwischen Szenen aus Syrien und jenen aus dem Schanzenviertel! Ja, es gibt Verletzte und schlimme Sachbesch\u00e4digungen, aber niemand will die Vernichtung des Gegen\u00fcbers, es ist kein Krieg, sondern blo\u00df &#8222;Randale&#8220;: 1000 mal schon passiert, mal mehr, mal weniger heftig. Und immer gibt es auch polizeiliche Gewalt, die das Gebotene \u00fcberschreitet &#8211; aber das wird in anderen Medien genug aufbereitet.<\/p>\n<p>Dem Protest gegen den Gipfel erweist die Militanz jedenfalls einen B\u00e4rendienst: alle konzentrieren sich auf die Gewalt, die inhaltlichen Forderungen und Kritiken der Gipfelgegner verschwinden dahinter. (Das Abfackeln von ganz normalen Kleinwagen versteht auch niemand mehr!) Und was mich richtig wundert: die allseitige \u00dcberwachung scheint die Aktivisten nicht zu st\u00f6ren, zumindest von nichts abzuhalten. Bei weitem nicht alle sind vermummt, man konnte sogar Pl\u00fcndernde beobachten, die keine Anstalten machten, sich irgendwie zu verbergen.<\/p>\n<p>Die \u00dcberwachung war allgegenw\u00e4rtig, \u00fcberall standen Menschen, die ihre Handys hoch hielten, um die spannenden Szenen festzuhalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/handys-schaulustige.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2446\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/handys-schaulustige-500x308.jpg\" alt=\"Handys nehmen Aktionen auf\" width=\"500\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/handys-schaulustige-500x308.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/handys-schaulustige-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/handys-schaulustige-768x472.jpg 768w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/handys-schaulustige.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu jede Menge Presse, die die N\u00e4he zum Geschehen nicht scheute. Twitter ist schier explodiert vor lauter Videos und Fotos, auf denen man alles sehen konnte, was da so abging. Denken die Leute denn gar nicht daran, dass die Polizei in der &#8222;Nacharbeit&#8220; noch viele ermitteln k\u00f6nnte, die auf den massenweise vorhandenen Bildern gut zu erkennen sind? Ihnen scheint inmitten der &#8222;\u00c4ktschn&#8220; kein bisschen bewusst zu sein, dass sie von vielen beobachtet werden: aus der N\u00e4he, aus der Ferne, zum Zeitpunkt der Ereignisse, aber auch irgendwann sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Es ist eine ganz andere Welt als damals in den 80gern. Das scheint aber niemanden abzuhalten, im Sichtfeld hunderter Handys und Kameras zu randalieren. Wie eigenartig!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern hab&#8216; ich bis tief in die Nacht die Ereignisse in Hamburg verfolgt. Noch nie war das &#8222;aus der Ferne&#8220; so gut m\u00f6glich, denn mehrere Livestreams und massenweise Bilder und Videos auf Twitter gaben ein umfassendes Bild des Geschehens. (Die hier zur Illustration verwendeten Fotos sind verfremdet, ein Klick macht sie gr\u00f6\u00dfer).<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2440"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2440"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2440\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}