{"id":2425,"date":"2017-06-04T10:24:33","date_gmt":"2017-06-04T08:24:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2425"},"modified":"2017-06-04T10:24:33","modified_gmt":"2017-06-04T08:24:33","slug":"was-wirklich-zaehlt-10-lesetipps-zu-pfingsten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2017\/06\/04\/was-wirklich-zaehlt-10-lesetipps-zu-pfingsten\/","title":{"rendered":"Was wirklich z\u00e4hlt: 10 Lesetipps zu Pfingsten"},"content":{"rendered":"<p>An Pfingsten soll der Geist auf die J\u00fcnger herab gekommen sein, worauf sie &#8222;in Zungen redeten&#8220; und Beobachter sie deshalb f\u00fcr ziemlich irre hielten. Meine Lesetipps zu Pfingsten folgen einem prosaischeren Begriff von &#8222;Geist&#8220;. Um geistreich zu sein, brauchen wir Mu\u00dfe, Geduld und Lesestoff, der mehr vermittelt als &#8222;das Wichtigste in K\u00fcrze&#8220;. <!--more--><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/willkommen-im-club\">Willkommen im Club<\/a> &#8211; <em>&#8222;Optimierung: Politik und Konzerne definieren soziale Kontakte neu. Freundschaften sollen nun bestimmten Zwecken dienen.&#8220; <\/em><br \/>\nDer Titel klingt viel eindimensionaler als der Text, der interessante Ergebnisse der Verhaltens\u00f6konomie und Neurowissenschaften aufzeigt, sowie deren &#8211; m\u00f6gliche und tats\u00e4chliche &#8211; Anwendungen dank sozialer Netzwerke. <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311350.eine-folgenreiche-publikation.html\">Eine folgenreiche Publikation &#8211; Vorabdruck.<\/a> <em>&#8222;Vor 150 Jahren erschien \u00bbDas Kapital. Kritik der politischen \u00d6konomie\u00ab von Karl Marx \u2013 ein Jahrhundertwerk, das kaum an Aktualit\u00e4t verloren hat&#8220;.<\/em><br \/>\nEin zun\u00e4chst etwas erm\u00fcdender, im Lauf des Lesens aber immer spannender und aktueller werdender Text, der als Zusammenfassung der gesamten 3-b\u00e4ndigen Kapital-Ausgabe gelesen werden kann. Kompakter kann Bildung kaum r\u00fcber kommen!<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/arbeit\/artikel\/2017\/05\/25\/die-starre-vor-dem-fall\/\">Die Starre vor dem Fall<\/a> &#8211; <em>&#8222;Wie ein junger Mensch vom Jobcenter unter das Existenzminimum gedr\u00fcckt wird &#8211; und wie er aus dem System f\u00e4llt&#8220;<\/em>.<br \/>\nDabei hatte er einen konkreten Berufswunsch, f\u00fcr den er bereit war, 12 Stunden am Tag zu arbeiten!<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/juni\/die-post-utopische-revolte\">Die post-utopische Revolte<\/a> &#8211; <em>Die Erben von &#8217;68 und der neue Marsch durch die Institutionen.<\/em><br \/>\nEine weitr\u00e4umige Betrachtung der Zeitl\u00e4ufte im Blick auf die rebellische und nicht mehr so rebellische Jugend.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.charmingquark.de\/2017\/05\/31\/die-bitteren-fruechte-eines-langen-friedens-oder-vom-vergifteten-frieden\/\">Die bitteren Fr\u00fcchte eines langen Friedens oder vom vergifteten Frieden<\/a>.<br \/>\nLiisas Text auf Charming Quark f\u00e4ngt sehr pers\u00f6nlich, allt\u00e4glich und harmlos an. Der Bericht eines &#8222;ganz normalen Tags&#8220; kulminiert in einem Moment wahrhaftigen Gl\u00fccks &#8211; und nimmmt dann eine Wendung, die gleicherma\u00dfen nachvollziehbar wie beunruhigend ist. Auch ich hab&#8216; \u00f6fter schon gedacht: <em>Es war wohl schon zu lange kein Krieg, die Leute werden immer frecher.<\/em> Aber Liisas Worte sind kein blo\u00df zynisches Sp\u00f6tteln zur Abwehr berechtigter Angst, sondern eindringlich, ber\u00fchrend und wahr! <\/li>\n<li>\n<a href=\"https:\/\/www.dasmagazin.ch\/2017\/05\/27\/genosse-big-brother\/\">Genosse Big Brother<\/a> &#8211; <em>&#8222;China bastelt mithilfe von Big Data an einem besseren Menschen.&#8220;<\/em><br \/>\nGute Menschen belohnen, schlechte Menschen betrafen: die Bewertung nimmt ein Algorithmus vor, der mit allen Daten aus s\u00e4mtlichen \u00c4mtern und Beh\u00f6rden angef\u00fcttert wird. Das Tool kann man sich als App herunter laden, doch ist sein Wirken nicht auf die &#8211; bisher freiwilligen &#8211; Teilnehmer beschr\u00e4nkt. Das Ziel: Jeder B\u00fcrger Chinas bekommt einen Bewertungsstempel, der \u00fcber seine Teilhabe am Alltagsleben und seinen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen entscheidet. Derzeit laufen 30 Pilotprojekte, letztendlich soll der Mensch so &#8222;zivilisiert werden&#8220;.  Wahnsinn!<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/angelikawende.blogspot.de\/2017\/06\/wenn-ich-dich-nehme-dann-nehme-ich-dich.html\">Wenn ich dich nehme, dann nehme ich dich so wie du bist.<\/a><br \/>\n<em>&#8222;Wir alle belegen den anderen mit dem Eigenen, mit Erfahrungen und Erinnerungen, mit W\u00fcnschen, Vorstellungen, Erwartungen oder was auch immer. Vor allem belegen wir einander mit Projektionen und \u00dcbertragungen. Und ja, auch ich bin nicht frei davon. Aber, so hart es klingt: damit ist der K\u00e4se schon gegessen. Futsch die Illusion, so gesehen, so genommen zu werden, wie wir nun einmal sind.&#8220;<\/em><br \/>\nAngelika Wende, wieder einmal kurz, pr\u00e4gnant und auf den Punkt! <\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/Der Essayist und langj\u00e4hrige Korrespondent Christopher de Bellaigue stellt das 19. Jahrhundert in der muslimischen Welt in ein neues Licht. Er beleuchtet die Islamische Aufkl\u00e4rung.\">Die Aufkl\u00e4rung des Islam<\/a> &#8211; <em>&#8222;Der Essayist und langj\u00e4hrige Korrespondent Christopher de Bellaigue stellt das 19. Jahrhundert in der muslimischen Welt in ein neues Licht. Er beleuchtet die Islamische Aufkl\u00e4rung&#8230;.&#8220;<\/em>&#8230;und wie und warum sie wieder vor die Hunde ging. <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fingerphilosoph.net\/geist-materie\/geist-materie-dualismus\/\">Fingerphilosoph: Geist-Materie-Dualismus<\/a> &#8211; <em>&#8222;These: der Geist-Materie-Dualismus begleitet den Menschen durch seine ganze Entwicklung hindurch und ist bis heute nicht aufgel\u00f6st. Es gibt nach wie vor zwei unterschiedliche Weltsichten.&#8220;<\/em><br \/>\nKeine Pfingst-Leseliste ohne &#8222;was mit Geist&#8220;! Die Betrachtungen des Fingerphilosophen regen zum Nach- und Mitdenken an, sind originell, aber auch in den Ergebnissen provozierend.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/philomag.de\/kann-man-leben-kuenstlich-erzeugen\/\">Kann man Leben k\u00fcnstlich erzeugen?<\/a> &#8211; <em>&#8222;Wenn das Leben als Designobjekt neu definiert wird, ist es nicht mehr etwas Vorgegebenes, es ist kein Schicksal mehr, es wird zum Artefakt.&#8220;<\/em><br \/>\nWie weit man in diesem Prozess gekommen ist, berichtet dieser Artikel im Philosophie-Magazin und reflektiert die philosophischen Implikationen f\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis von &#8222;Leben&#8220;. Im Unterschied zur Definition des Fingerphilosophen (Leben als &#8222;untrennbare Einheit von Geist und Materie&#8220;) reaktiviert die synthetische Biologie ein jahrtausendealtes Lied: das Lebendige entmystifizieren, indem man es herstellt. Was nat\u00fcrlich nur gelingen kann, wenn es sich um ein rein materiell-mechanisches Ph\u00e4nomen handelt. So ganz scheint das &#8222;Herstellen&#8220; zwar (noch?) nicht zu funktionieren, wohl aber das Quasi-Erschaffen neuer Lebewesen und biologischer Maschinen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Einen sch\u00f6nen Pfingst-Sonntag und Montag w\u00fcnsch ich! <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An Pfingsten soll der Geist auf die J\u00fcnger herab gekommen sein, worauf sie &#8222;in Zungen redeten&#8220; und Beobachter sie deshalb f\u00fcr ziemlich irre hielten. Meine Lesetipps zu Pfingsten folgen einem prosaischeren Begriff von &#8222;Geist&#8220;. 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