{"id":2204,"date":"2016-12-12T12:48:07","date_gmt":"2016-12-12T11:48:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2204"},"modified":"2016-12-12T23:29:33","modified_gmt":"2016-12-12T22:29:33","slug":"navigieren-in-der-unsicherheit-10-empfehlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2016\/12\/12\/navigieren-in-der-unsicherheit-10-empfehlungen\/","title":{"rendered":"Navigieren in der Unsicherheit: <br \/>10 Empfehlungen"},"content":{"rendered":"<p>In einer besinnlichen Stunde dachte ich dar\u00fcber nach, woran man sich in Zeiten der Unsicherheit eigentlich orientieren k\u00f6nnte. &#8222;Postfaktisch&#8220; ist das Wort des Jahres 2016, unter Anderem bedeutet es, dass man &#8211; gef\u00fchlt weit mehr als fr\u00fcher &#8211; nicht mehr sicher wissen kann, was der Fall ist. Klassische Moral als gemeinsame &#8222;gute Sitte&#8220; scheint im Verschwinden begriffen, Bewertungen unterscheiden sich drastisch, je nachdem, mit wem man spricht oder wo man gerade liest. <!--more--><\/p>\n<h2>Wie war das fr\u00fcher?<\/h2>\n<p>Wie haben Menschen das eigentlich fr\u00fcher gemacht? Solange man daheim blieb, war es vermutlich einfach, sich am Althergebrachten zu orientieren. Andrerseits begann das gro\u00dfe Unbekannte schon hinter dem n\u00e4chsten Dorf. Gruppen, die irgendwohin &#8222;auszogen&#8220;, brauchten Anhaltspunkte f\u00fcr das Verhalten in neuen sozialen Situationen, gegen\u00fcber Fremden und untereinander. Mir sind dann die ber\u00fchmten &#8222;<strong>Zehn Gebote<\/strong>&#8220; eingefallen, die vermutlich auch mal verk\u00fcndet wurden, um Orientierung zu schaffen: &#8222;Macht das so und fragt mich nicht dauernd!&#8220; <\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/glauben\/zehn_gebote.html\">uralte Regelwerk<\/a> hab ich dann mal gegoogelt und mich davon zu den &#8222;zehn Empfehlungen&#8220; inspirieren lassen, die &#8211; der heutigen Zeit angepasst &#8211; ohne Gott und Religion auskommen. Daher weichen einige Punkte vom Original auch inhaltlich stark ab, bei anderen erkennt man noch den Bezug zur alten Regel.<br \/>\nBei diesem Text bin ich bei mir geblieben: Welche Empfehlungen w\u00fcrde ich selbst akzeptieren, zumindest versuchen, mich daran zu orientieren?<br \/>\nLos gehts:<\/p>\n<p><strong>1.<\/strong><br \/>\nKeine Panik!<\/p>\n<p><strong>2.<\/strong><br \/>\nSchimpfe nicht auf Andere, wenn dich etwas nervt, sondern suche nach Wegen, wie du die Situation ertr\u00e4glicher machen kannst: f\u00fcr dich selbst oder \u2013 etwas langfristiger \u2013 f\u00fcr alle. <\/p>\n<p><strong>3.<\/strong><br \/>\nDu brauchst Mu\u00dfe, denn Gehirne k\u00f6nnen nicht nur aufnehmen, sondern brauchen auch ruhige Zeiten, um zu \u201everarbeiten\u201c. Ein Teil davon leistet der Schlaf, ohne den wir l\u00e4ngst tot w\u00e4ren \u2013 aber das reicht nicht! <\/p>\n<p><strong>4.<\/strong><br \/>\nUm die Alten und alle anderen Schwachen und Benachteiligten solltest du dich k\u00fcmmern! Das ergibt eine angenehmere Welt, als wenn jeder f\u00fcrchten muss, irgendwann in unertr\u00e4gliche Zust\u00e4nde entsorgt zu werden, ohne sich noch wehren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>.<br \/>\nSei friedlich oder bem\u00fche dich wenigstens darum. Materielle G\u00fcter, Macht, Status, Besitz \u2013 lohnt das wirklich Kampf und Krieg? Je mehr man davon erringt, desto mehr Gegner, Konkurrenten und Feinde s\u00e4gen am Ast, auf dem man sitzt. Was f\u00fcr ein \u00fcberfl\u00fcssiger Stress! Auch wenn du f\u00fcr \u201edie gute Sache\u201c unterwegs bist: Der Weg sollte in seinen Methoden niemals dem Ziel total widersprechen!<\/p>\n<p><strong>6.<\/strong><br \/>\nBehalte beim Ausleben deiner Sexualit\u00e4t die soziale Ebene im Blick! Augenh\u00f6he ist das Mindeste: Was passiert, m\u00fcssen alle Beteiligten wollen. Bedenke auch m\u00f6gliche Konsequenzen und sch\u00fctze dich und deine Partner\/innen vor \u00fcblen Folgen, seien sie physisch oder psychisch. <\/p>\n<p><strong>7.<\/strong><br \/>\nSei nicht raffgierig, werde nicht geizig, wenn du besser verdienst. Sieh zu, dass Andere von deinem Erfolg etwas abbekommen <em>(hier eine <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2016\/12\/12\/helft-mit-dass-unser-projekt-formulare-verstehbar-machen-auch-2017-weitergeht\/\">aktuelle M\u00f6glichkeit<\/a>, die mir pers\u00f6nlich am Herzen liegt&#8230;;-)).<\/em><\/p>\n<p><strong>8.<\/strong><br \/>\nSchicke keine \u201eInfos\u201c in die Welt, die nachweislich falsch sind. Glaube nicht alles, was du irgendwo liest, nur weil es gerade zu deiner Meinung gut passt.<\/p>\n<p><strong>9.<\/strong><br \/>\nDenk nicht dran, was Andere alles haben, sondern daran, was dich selbst gl\u00fccklicher machen w\u00fcrde. Was w\u00e4re deinen vollen Einsatz wert? <\/p>\n<p><strong>10.<\/strong><br \/>\nVerzeih dir dein Begehren, auch wenn es mal nicht deinen Werten entspricht. Es kommt nicht darauf an, das Verlangen abzuschaffen, sondern es zu zivilisieren und zu kultivieren. <\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Wer diese Empfehlungen suboptimal findet, ist herzlich eingeladen, eine eigene Variante zu verfassen! Wenn sie mir gef\u00e4llt, verlinke ich sie hier. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer besinnlichen Stunde dachte ich dar\u00fcber nach, woran man sich in Zeiten der Unsicherheit eigentlich orientieren k\u00f6nnte. &#8222;Postfaktisch&#8220; ist das Wort des Jahres 2016, unter Anderem bedeutet es, dass man &#8211; gef\u00fchlt weit mehr als fr\u00fcher &#8211; nicht mehr sicher wissen kann, was der Fall ist. 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