{"id":201,"date":"2008-08-08T09:41:23","date_gmt":"2008-08-08T07:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=201"},"modified":"2015-12-12T15:54:20","modified_gmt":"2015-12-12T14:54:20","slug":"streamen-statt-bloggen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/08\/08\/streamen-statt-bloggen\/","title":{"rendered":"Streamen statt bloggen?"},"content":{"rendered":"<p>Jeder Hype, der in die Jahre kommt, wird gerne publizistisch zu Grabe getragen, oft ganz ohne Anhaltspunkte in der &#8222;wirklichen Welt&#8220;. So geht&#8217;s l\u00e4nger schon mit dem Bloggen, gerade prophezeit <a href=\"http:\/\/www.readwriteweb.com\/archives\/the_future_of_blogging_reveale.php\">Sarah Perez im ReadWriteWeb<\/a>, dass Blogs, wie wir sie kennen, bald von der Bildfl\u00e4che verschwinden k\u00f6nnten: <strong>Lifestreaming<\/strong> sei das neue &#8222;big Thing&#8220;: dynamischer, k\u00fcrzer &#8211; und viel viel attraktiver f\u00fcr Kommentargespr\u00e4che.<!--more--><\/p>\n<p>Na sowas! Da bin ich ja mal ungeheuer &#8222;im Trend&#8220;: Grade hab&#8216; ich n\u00e4mlich <a href=\"http:\/\/friendfeed.com\/claudiaklinger\">meinen ersten &#8222;Lifestream&#8220; auf Friendfeed<\/a> konfiguriert: Es war mir auf Dauer zu umst\u00e4ndlich, selber eine <a href=\"http:\/\/claudia-klinger.blogspot.com\/\">\u00dcbersicht meiner Blogbeitr\u00e4ge<\/a> aktuell zu halten &#8211; das macht jetzt friendfeed.com\/claudiaklinger ganz automatisch, indem die versammelten Newsfeeds all meiner Blogs dort jeweils die letzten Artikel anzeigen. <em>(Man braucht nat\u00fcrlich nicht die Website anzusurfen, sondern kann sich den Stream <a href=\"http:\/\/friendfeed.com\/claudiaklinger?format=atom\">als Newsfeed abonnieren<\/a>)<\/em>.<\/p>\n<p>Ohne Blogs w\u00e4r&#8216; dieser &#8222;Friendfeed&#8220; allerdings ohne Inhalt. In meinem Fall droht also keine Abl\u00f6sung der guten alten Artikel-Schreiberei zugunsten des &#8222;Lifestreams&#8220;. MEIN Netzleben besteht ja im Wesentlichen aus dem Schreiben \u00fcber Dinge, die mich bewegen, daran \u00e4ndert auch ein automatisiertes Sammel-Tool nichts. <\/p>\n<p>Nun ist Friendfeed ja eigentlich dazu gedacht, die \u00fcber auf viele Plattformen verteilten Beitr\u00e4ge aktiver Onliner zu b\u00fcndeln:  Das Neueste aus den Profilen bei diversen Communities, Bilder auf Flickr, Videos auf Youtube und so weiter. Bisher bietet Friendfeed 43 Dienste, die eingebunden werden k\u00f6nnen, so man dort &#8222;irgendwie aktiv&#8220; ist. <\/p>\n<p>Ich werde aber den Teufel tun und etwa <a href=\"http:\/\/twitter.com\/HumanVoice\">meinen Twitter-Stream<\/a> der Welt via Friendfeed noch einmal unter die Nase zu reiben! 140 Zeichen werden auch nicht interessanter, wenn man sie immer wieder kopiert und unschuldige Leser damit bel\u00e4stigt. \u00dcberhaupt machen solche &#8222;Sammel-Feeds&#8220; auf mich oft genug einen allzu eitlen Eindruck: alles, was jemand irgendwo hinrotzt ist offensichtlich wichtig genug, um in die Annalen einzugehen und aller Welt vermeldet zu werden. Eine Person, deren Selbstausdruck im Blog mir gef\u00e4llt, kann mich ganz schnell an\u00f6den, wenn sie mich mit Irrelevantem \u00fcbersch\u00fcttet &#8211; aber gut, ich muss den &#8222;Gesamtfeed&#8220; ja nicht abonnieren!<\/p>\n<h2>Sinn vermehren statt SPAM multiplizieren<\/h2>\n<p>Neben den Blog-Artikeln hab&#8216; ich dann doch noch EINEN weiteren Dienst in den Klinger-Friendfeed eingebunden:  Im Google-Newsreader kann man interessante Artikel aus der eigenen t\u00e4glichen Lekt\u00fcre mit einem Mausklick auf &#8222;empfehlen&#8220; in einen \u00f6ffentlichen Bereich schaufeln: Diese Links bzw. Surf-Tipps erscheinen nun auch im Friendfeed. Das erschien mir sinnvoll, da ich tats\u00e4chlich oft auf spannende Inhalte sto\u00dfe, \u00fcber die ich nicht immer gleich bloggen will. Und wer meine Blogs gerne liest, liest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch gerne, was ich im weiten Web bemerkenswert finde. <\/p>\n<p>Neue Dienste und Werkzeuge sollen aus meiner Sicht MEHR SINN MACHEN, nicht einfach nur Daten, die anfallen, &#8222;irgendwie&#8220; recyclen und das Zuviel an Informationen nochmal potenzieren. Perspektivisch werde ich es vielleicht \u00e4hnlich machen wie <a href=\"http:\/\/klauseck.typepad.com\/prblogger\/2008\/08\/ade-corporate-b.html\">der PR-Blogger,<\/a> der auf Friendfeed verschiedene &#8222;R\u00e4ume&#8220; bzw. Einzelfeeds zu den pers\u00f6nlichen Gro\u00dfthemen er\u00f6ffnet hat. Bei mir b\u00f6te sich eine Aufsplittung nach Blogs an: Erotik-Links interessieren ja vermutlich eher Leser des <a href=\"http:\/\/www.lustgespinst.de\">Lustgespinst<\/a> als die des <a href=\"http:\/\/www.das-wilde-gartenblog.de\">Gartenblogs<\/a>. Und Webdesign-Inhalte passen eher zum <a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\">Webwriting-Magazin<\/a> als hier ins Digital-Diary. Kommt zeit, kommt Ordnung. Genau wie bei der <a href=\"http:\/\/www.das-wilde-gartenblog.de\/2008\/08\/02\/die-erste-woche-im-neuen-garten\/\">Gestaltung eines neuen Gartens<\/a> gehe ich da nach dem Motto vor: Erst <em>(den Bedarf)<\/em> f\u00fchlen, dann \u00e4ndern! <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Hype, der in die Jahre kommt, wird gerne publizistisch zu Grabe getragen, oft ganz ohne Anhaltspunkte in der &#8222;wirklichen Welt&#8220;. 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