{"id":2006,"date":"2016-03-25T16:10:06","date_gmt":"2016-03-25T15:10:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=2006"},"modified":"2016-03-25T22:27:27","modified_gmt":"2016-03-25T21:27:27","slug":"karfreitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2016\/03\/25\/karfreitag\/","title":{"rendered":"Karfreitag &#8211;  von Twitter inspiriert"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/karfreitag.jpg\" alt=\"Karfreitag\" width=\"260\" height=\"310\" class=\"alignright size-full wp-image-2011\" \/>Es ist ruhig heute, unglaublich ruhig. Der &#8222;stille&#8220; Feiertag und das miese Wetter schenken mir ruhige Stunden wie ich sie hier selten erlebe. Was tun? Ich MUSS nichts tun, wie sch\u00f6n! Also treibe ich mich ein wenig im Netz herum, auf den Spuren von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Karfreitag?src=tren\">#Karfreitag.<\/a> <\/p>\n<h2>Ewige Wiederholung des Gleichen<\/h2>\n<p>Wie jedes Jahr an Karfreitag ist das <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=Tanzverbot&#038;src=tren\">#Tanzverbot<\/a> der wiederkehrende Aufreger auf Twitter. Menschen, die vermutlich sonst eher selten das Tanzbein schwingen, demonstrieren ihren &#8222;zivilen Ungehorsam&#8220; bzw. zumindest den Wunsch danach. Andere posten Bilder von Salamis, ihren heute extra Fleisch-lastigen Speiseplan, ihre Lust auf ein Steak &#8211; insgesamt ein etwas pubert\u00e4r wirkendes &#8222;Aufb\u00e4umen&#8220; gegen die per Tradition, Gesetz und Verordnung kolportierten Aspekte dieses christlichen Feiertags. <!--more--><\/p>\n<p>Auf den Punkt brigt es der User <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Rheinwassa\">Ich-verbesserlich<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich hasse tanzen! Aber heute tanze ich aus Prinzip! *hampelt in der Wohnung herum&#8220;.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/foofeuer\/status\/713304744236810241\">Jadah-BenHur<\/a> twittert zu alledem:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Nach \u00fcber 5 Jahren auf twitter lassen mich eure Witzchen \u00fcber #Karfreitag mittlerweile kalt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.&#8220; <\/p><\/blockquote>\n<p>und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/meincoach\/status\/713320610177368064\">Leo Faltin<\/a> spekuliert: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Verbissenheit, mit der Atheisten den #Karfreitag runtermachen, k\u00f6nnte normale Ungl\u00e4ubige direkt spirituell erwecken.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Gerne wird das derzeit auf Platz 1 &#8222;trendende&#8220; Hashtag <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Karfreitag?src=tren\">#Karfreitag<\/a> auch f\u00fcr je eigene Anliegen genutzt:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/ArtgerechtesMUC\/status\/713304609737945090\">Artgerechtes M\u00fcnchen<\/a> meint <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;#Karfreitag isst man traditionell kein #Fleisch. Wir sind daf\u00fcr: Generell weniger Fleisch essen und #Massentierhaltung verhindern!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GinYuu_GmbH\/status\/713319730250129410\">GinYuu_GmbH<\/a>: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Frischen-Fisch am #Karfreitag? \ud83d\udc1f Wir haben heute offen und freuen uns auf euren Besuch im #GinYuu.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<h2>Karfreitag: Konfrontation mit dem Nichts<\/h2>\n<p>Es gibt nat\u00fcrlich auch Tweets, die sich mit den Inhalten des Karfreitags besch\u00e4ftigen. Z.B. schreibt <a href=\"https:\/\/twitter.com\/JoanHoban\/status\/713335414422118404\">Joanalistin<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;Heute haben B\u00fcroangestellte in vielen westlichen L\u00e4ndern frei weil sie einer Folterung gedenken. #justsaying #Karfreitag&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, so neutral betrachtet wirkt das ziemlich verst\u00f6rend. Schon gar nicht ist zu verstehen, wenn der Karfreitag als &#8222;h\u00f6chster Feiertag&#8220; der Christenheit angesehen wird, wie es die Evangelischen lange taten. Den Katholiken und Orthodoxen galt dagegen das lebensfreundlichere Osterfest, die Auferstehung, als das h\u00f6chste Fest &#8211; ein Pluspunkt f\u00fcr diese Glaubensvariante? Ich hab&#8216; mal nachgegoogelt, heute ist das Schnee von gestern, denn auf einer EKD-Seite hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;Heute besteht in allen christlichen Konfessionen weitgehend Einigkeit dar\u00fcber, dass Tod und Auferstehung Christi an Ostern unl\u00f6sbar zusammengeh\u00f6ren und als Ganzes gefeiert werden.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Immerhin mal ein Fortschritt in Sachen Einigkeit. Aber zur\u00fcck zum Thema:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/RustafaGuhr\/status\/713321196083875840\">Rustafa Guhr<\/a> twittert:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/bonhoeffer-spruch-500x192.jpg\" alt=\"Bonhoeffer zu Karfreitag\" width=\"500\" height=\"192\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2008\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/bonhoeffer-spruch-500x192.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/bonhoeffer-spruch-300x115.jpg 300w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/bonhoeffer-spruch.jpg 501w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Hm&#8230; stimmt denn der letzte Satz? Erfolgsdenken kennt doch auch Misserfolg, Scheitern, kann zumindest nicht leugnen, dass es das gibt &#8211; oder etwa nicht?<\/p>\n<p>Da auch der Begriff &#8222;Kreuz&#8220; trendet, mal dahin geschaut, und die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/weg_kreuz\/status\/713346151320260609\">Tweets<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/weg_kreuz\">von J\u00b0ul<\/a> gefunden: <\/p>\n<blockquote><p>Man kann nicht \u00fcber alles hinweg tanzen. Manchmal ist es einfach wichtig inne zu halten und die Leere auszuhalten.<br \/>\nDiese Welt darf auch ruhig mal beweint werden&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Ist also Karfreitag der &#8222;Tag des Beweinens der Welt&#8220;?<\/strong><br \/>\nMit 140 Zeichen st\u00f6\u00dft Twitter an seine Grenzen, deshalb m\u00fcssen jetzt l\u00e4ngere Texte her. Etwa der im <a href=\"https:\/\/twitter.com\/PeterOtten\/status\/713337265720832000\">Tweet von Peter Otten<\/a> verlinkte Blogpost <a href=\"http:\/\/theosalon.blogspot.de\/2016\/03\/die-stunde-der-niemande.html\">&#8222;Die Stunde der Niemande&#8220;<\/a>, an dessen Ende es hei\u00dft:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Karfeitag ist der Tag der Niemande. Jetzt ist die Stunde der Niemande. Es ist die Stunde, in der die Christen auf nichts anderes blicken als auf alle abgr\u00fcndigen Momente des Umsonst, des Un-Sinns \u2013 in ihrem eigenen Leben und im Leben all der anderen Menschen &#8211; und diesen Blick gemeinsam auszuhalten versuchen.  \u201eUnd die Finsternis hat\u00b4s nicht ergriffen.\u201c Mainberger sagte in seiner Predigt: \u201eDer Nullpunkt der Jesusbiographie ist erreicht.\u201c Und damit ist der Nullpunkt der Welt erreicht. Wir schauen heute auf diesen Nullpunkt im Namen all der Niemande, im Namen all derer, die angesichts dieser Leere zerbrechen und die keine Hoffnung, keinen Sinn, nur Un-Sinn sehen.<\/p>\n<p>Es ist an Gott, diese Leere zu f\u00fcllen. Jesus hat sich dieser Leere anvertraut. Das nennen wir Glauben: an das Leben, an die Auferstehung. Wom\u00f6glich ist da ein Licht, das niemals verl\u00f6scht. Wom\u00f6glich hat die Endlosfahrt durch die Unterf\u00fchrung ein Ende. Das ist eine andere Geschichte. Aber heute ist, auch wenn es schwer f\u00e4llt, erstmal Karfreitag.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8222;Wom\u00f6glich&#8220; ist da ein Licht&#8230; er ist wenigstens ehrlich, viele Gl\u00e4ubige geben sich ja als Wissende und sind es m.E. nicht. Zu viele Erfahrungen sprechen dagegen, dass da immer ein Licht am Ende des Tunnels sei. Zuviele Tote, unendliches Leid, immer neue Kriege, Hass und Gewalt, Flucht und Vertreibung &#8211; wo bittsch\u00f6n ist da das Licht? Und morgen schon k\u00f6nnte uns ein kosmisches Ereignis erwischen, das uns wegfegt wie die Dinos. Kein Licht und kein Gott w\u00fcrde uns retten. <\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte heute nichts mehr dagegen, gl\u00e4ubig zu sein, doch KANN ich es einfach nicht!<\/p>\n<h2>Der mitleidende Gott &#8211; ein Trost?<\/h2>\n<p>Erstaunlich direkt geht ein anderer Text auf diese Gedanken ein, den ich in <a href=\"https:\/\/twitter.com\/sabine_mueller1\/status\/713338210752008193\">Sabine Muellers Tweet<\/a> fand:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;#Karfreitag, Kreuz, S\u00fcnde \u2013 was soll das alles? &#8211; Die ungel\u00f6ste Frage des Karfreitags <a href=\"http:\/\/www.feinschwarz.net\/warum-hast-du-mich-verlassen-die-ungeloeste-frage-des-karfreitags\/\">http:\/\/www.feinschwarz.net\/warum-hast-du-mich-verlassen-die-ungeloeste-frage-des-karfreitags\/<\/a> \u2026 #Kreuz #Jesus #Leid #Trost&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Intro hei\u00dft es da:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Es gibt keine Antwort auf die Frage des Leidens, auch nicht aus dem Glauben.<\/strong> Wie sich damit dennoch glauben l\u00e4sst, und was vom echten Atheismus zu lernen ist, er\u00f6rtet Fulbert Steffensky.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und im Text dann:<\/p>\n<blockquote><p>Die W\u00fcrde der Untr\u00f6stlichkeit ist die der ernsthaften Atheisten. Sie kommen nicht dar\u00fcber hinweg, was dem Leben angetan wurde. Sie sind f\u00e4hig, das Augenlicht der Blinden zu vermissen, den aufrechten Gang der Lahmen und die Sprache des Verstummten. Sie lassen sich nicht tr\u00f6sten \u00fcber allem, was dem Leben angetan wurde, und weigern sich ein Ganzes zu nennen. &#8230;. Wir Theologen sagen manchmal mit leichter Zunge: Gott h\u00f6rt und hilft auf eine andere Weise, als wir es erwarten und als wir es uns vorstellen. Aber die Menschen in den Fl\u00fcchtlingslagern wollen nicht auf eine h\u00f6here Weise erh\u00f6rt werden. Sie wollen befreit werden von den Dem\u00fctigungen, vom Hunger, von den Vergewaltigungen und vom barbarischen Tod. <\/p><\/blockquote>\n<p>Der Autor\/Theologe Fulbert Steffensky zieht seinen Trost dann aus der Leidensgeschichte des Jesus, den er als &#8222;Gott selbst&#8220; ansieht, der freiwillig dieses Schicksal auf sich genommen habe. Dankenswerterweise wei\u00dft er die Deutung, dies sei wegen &#8222;all unserer S\u00fcnden&#8220; geschehen, zur\u00fcck:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Eine zweifelhafte Erkl\u00e4rung sagt, die Schuld der Menschen habe vor Gott nur ges\u00fchnt werden k\u00f6nnen durch das Blut und den Tod seines eigenen Sohnes. Nein, Blut n\u00fctzt nichts. Kein Tod ist gut, der den Menschen gewaltsam aufgepresst wird, auch nicht der Tod jenes Gerechten.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Sch\u00f6n, dass das mal ein Theologe sagt! Ich fand das immer schon total absurd, egal aus welcher Richtung man diese seltsame Sicht der Dinge betrachtet.<br \/>\nF\u00fcr ihn liegt der Sinn der Geschichte &#8211; und damit der Sinn von Karfreitag &#8211; in der &#8222;Solidarit\u00e4t Gottes&#8220;, der eben auch unser Leiden in den schlimmsten Auspr\u00e4gungen mitmacht:<\/p>\n<blockquote><p>Ein geschwisterlicher Gott kann nur der sein, der in unsere eigene Endlichkeit gefallen ist. Gott hat sich nicht trennen lassen von unseren eigenen Schicksalen, wie die Liebe sich nicht trennen l\u00e4sst vom Geschick der Geliebten. Er opfert sich mit seinem Leben und seinem Tod in unser Leben und in unseren Tod. Unser Versprechen ist die Solidarit\u00e4t Gottes, die er durchh\u00e4lt bis zum bitteren Ende, bis zum schm\u00e4hlichsten Tod am Galgen. Der verborgene Gott ist kenntlich geworden im Schicksal jenes Menschen aus Nazareth, er hat seine Maske gel\u00fcftet.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mir dr\u00e4ngt sich da die Frage auf: Was n\u00fctzt uns ein Gott, der ebenso machtlos und leidend ist und bleibt wie wir selbst in den dunkelsten Stunden? Macht es das Leiden ertr\u00e4glicher, wenn wir wissen: ein Gott leidet mit uns, leidet genauso?<\/p>\n<p>Ganz ehrlich: der Glaube, der daraus Trost zieht, ist mir nicht zug\u00e4nglich. Leider, denn Gl\u00e4ubige haben ja immer Grund zur Zuversicht &#8211; oder wenn nicht, wenigstens ihren Trotz:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn mir, was dem Leben angetan wird, nicht gleichg\u00fcltig ist, dann habe ich nur zwei M\u00f6glichkeiten, die eine: die Emp\u00f6rung, Gott abzuschw\u00f6ren und die G\u00fcte des Weltgrundes zu leugnen. Die andere: der Glaube. Ich lasse mit ihm die Toten nicht allein, ich gebe die Hoffnung nicht auf, und sei es nur aus Trotz.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich hab&#8216; mich mit etwa 9 Jahren f\u00fcr die erste M\u00f6glichkeit entschieden. Nicht freiwillig, sondern weil ich heraus fand, dass all die Geschichten von Gott nicht stimmen konnten. Egal was f\u00fcr schlimme Dinge ich erlebte: er hat nichts getan, nicht mal ein kleines Zeichen seiner Existenz gegeben. <\/p>\n<p>Das hei\u00dft nun nicht, dass ich pessimistisch oder depressiv geworden w\u00e4re, nicht mal militante Atheistin. Ich versuch&#8216; es einfach anders: Das Gute und das B\u00f6se sind beide &#8222;im Weltengrund&#8220; angelegt, es sind zudem menschliche Kategorien, die von unserem Standpunkt und unseren Bestrebungen ausgehen. Es ist an uns, das Gute zu tun und das B\u00f6se m\u00f6glichst zu unterlassen.<br \/>\nWeil wir es wollen, weil wir es richtig finden, weil es uns gut tut. Nicht weil ein h\u00f6heres Wesen es uns aufgibt und uns in einem Jenseits daf\u00fcr belohnt.<\/p>\n<p>So, genug Besinnliches zum Karfreitag &#8211; ich wende mich jetzt wieder weltlicheren Dingen zu! :-)<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Menschen sind es, die einander helfen k\u00f6nnen. Manchmal. #aufdieLiebe<br \/>\n<a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/44326\">Mit dem Taxi in die Freiheit<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ruhig heute, unglaublich ruhig. Der &#8222;stille&#8220; Feiertag und das miese Wetter schenken mir ruhige Stunden wie ich sie hier selten erlebe. 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