{"id":1986,"date":"2016-03-10T16:07:53","date_gmt":"2016-03-10T15:07:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1986"},"modified":"2026-05-20T13:24:05","modified_gmt":"2026-05-20T11:24:05","slug":"mal-so-zwischendurch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2016\/03\/10\/mal-so-zwischendurch\/","title":{"rendered":"Mal so zwischendurch&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ein besserer Titel f\u00e4llt mir grad&#8216; nicht ein, wenn ich nur ein paar unzusammenh\u00e4ngende Gedanken zu &#8222;diesem und jenem&#8220; aufschreiben will.<\/p>\n<h2>Projektionen und Feindbilder<\/h2>\n<p><strong>Es ist m\u00fchsam geworden, im Internet zu kommunizieren.<\/strong> Auch wenn ich die besonders von &#8222;Hassreden&#8220; betroffenen Kommentariate meide, erlebe ich doch h\u00e4ufig &#8222;feindselige Projektionen&#8220;. Sprich: die Kommentierenden werden oft nicht als unbekannte Personen wahrgenommen, die sich genau zu jenen Punkten \u00e4u\u00dfern, die sie ansprechen, sondern als Repr\u00e4sentanten bestimmter Meinungskonglomerate, die den jeweiligen Bloggerinnen und Mitschreibern grade als Feindbild vorschweben. Die Antworten implizieren dann all diese Projektionen und es erscheint sinnlos, weiter zu reden, denn erstmal m\u00fcsste man sich ja gegen die Projektionen wehren. <!--more--><\/p>\n<p>Es f\u00e4llt schon richtig auf, wenn auf eine nicht dem &#8222;vermuteten Meinungskonsens&#8220; entsprechende, <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20160307182857\/http:\/\/mama-arbeitet.de\/kurzgebloggt\/armut-mit-dir-macht-eine-unvollstaendige-liste#li-comment-7161\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">leicht provozierende Nachfrage<\/a> (die von &#8222;Alleinerziehende&#8220;) mal NICHT k\u00e4mpferisch, sondern sachlich reagiert wird. Die ausgelassene Ver\u00e4rgerung schieben dann aber verl\u00e4sslich andere nach, weshalb ich im Beispielfall die Friedlichkeit lobte. Muss man ja mal sagen d\u00fcrfen&#8230; (ja, es ist ein <em>altes<\/em>, aber zeitloses Posting \u00fcber Armut, das immer noch kommentiert wird).<\/p>\n<h2>Verstehen<\/h2>\n<p>Auf <strong>Gleichheit und Differenz<\/strong> ist ein beeindruckender Beitrag \u00fcber unsere <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20250803121232\/https:\/\/gleichheitunddifferenz.wordpress.com\/2016\/03\/08\/die-gespaltene-gesellschaft\/\">&#8222;gespaltene Gesellschaft&#8220;<\/a> erschienen. Mit einer Beschreibung der Entwicklung aus dem eigenen &#8222;Meinungserleben&#8220;, die sich um Verst\u00e4ndnis und Deeskalierung bem\u00fcht. Sowas ist selten geworden, leider! Ich wei\u00df nicht, ob sich eigentlich alle bewusst sind, was es am Ende bedeutet, den zivilisierten Umgang mit anderen Meinungen zu opfern und immer extremer zu polarisieren. N\u00fctzen wird es ganz sicher niemandem.<\/p>\n<h2>W\u00e4hlen&#8230;<\/h2>\n<p><strong>Den Weltuntergang <\/strong>sehe ich im \u00fcbrigen nicht gleich kommen, wenn die AFD am Sonntag mit starkem Ergebnis in drei Landtage einzieht. \u00c4hnliche Erfolge rechter Parteien haben bisher immer dazu gef\u00fchrt, dass die &#8222;Protestpartei&#8220; entzaubert wurde, meist haben sie sich selbst intern zerlegt. Und selbst wenn nicht: es ist in Europa Normalit\u00e4t, dass es rechte und rechtsradikale Parteien gibt, die auch immer wieder Erfolge verzeichnen &#8211; wieso sollte das bei uns auf einmal der system-ersch\u00fctternde &#8222;Albtraum&#8220; sein? Indem alle Horror-Szenarien an die Wand malen, verst\u00e4rken sie nur den Zulauf, denn was richtig nervt, zieht Protestw\u00e4hler logischerweise an.<\/p>\n<h2>Blogroll<\/h2>\n<p>Die noch relativ neue Blogroll mit &#8222;Geschlechterblogs&#8220; ist bereits die meistgeklickte Unterseite hier. Neu aufgenommen hab ich &#8222;<a href=\"http:\/\/genderdings.blogspot.com\/\">Gender Dings<\/a>&#8220; und &#8222;<a href=\"https:\/\/mama-arbeitet.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mama arbeitet<\/a>&#8222;. Zusammen mit <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/meine-blog-bibliothek\/\">Blogbibliothek Teil 1<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/blogbibliothek-teil-2\/\">Teil 2<\/a> schau ich da morgens immer dr\u00fcber bevor ich in die News-Welten absteige. Wobei die Devise <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/12\/16\/anders-surfen-blogs-statt-news\/\">&#8222;Blogs statt News&#8220;<\/a> nicht zwangsl\u00e4ufig weniger Aufreger bedeutet &#8211; aber die Mischung machts dann doch angenehmer.<\/p>\n<h2>Pippifax&#8230;<\/h2>\n<p>..aber trotzdem nervig ist das Verhalten vieler Blogs, wenn kommentiert wurde. Oft gibt es da nicht die geringste R\u00fcckmeldung, ob der Kommentar angekommen ist oder nicht. Die Theme-Designer machen sich wegen 1000 Dingen einen Kopf, aber die Kommentarfunktion wird oft str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt. Kein Wunder kommentieren die Leute lieber bei Facebook!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein besserer Titel f\u00e4llt mir grad&#8216; nicht ein, wenn ich nur ein paar unzusammenh\u00e4ngende Gedanken zu &#8222;diesem und jenem&#8220; aufschreiben will. Projektionen und Feindbilder Es ist m\u00fchsam geworden, im Internet zu kommunizieren. Auch wenn ich die besonders von &#8222;Hassreden&#8220; betroffenen Kommentariate meide, erlebe ich doch h\u00e4ufig &#8222;feindselige Projektionen&#8220;. 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