{"id":1974,"date":"2016-02-23T12:16:37","date_gmt":"2016-02-23T11:16:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1974"},"modified":"2016-02-23T13:15:03","modified_gmt":"2016-02-23T12:15:03","slug":"im-wunschraum-die-leere-endwinterdepression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2016\/02\/23\/im-wunschraum-die-leere-endwinterdepression\/","title":{"rendered":"Im Wunschraum die Leere &#8211; Endwinterdepression?"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Das ist ein leicht depressiver Zustand!&#8220;, sagte ein lieber Freund, als ich ihm von meinen Irritationen berichtete. Nichts Schlimmes, keine Sorge &#8211; es ist nur so, dass ich mich zur Zeit in einem seltsam wunschlosen Zustand befinde. <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/deprikatze.jpg\" alt=\"deprikatze\" width=\"277\" height=\"283\" class=\"alignright size-full wp-image-1975\" \/>Man k\u00f6nnte meinen, ich sei halt ein gl\u00fccklicher Mensch, dem es an nichts mangelt. Das ist auch meine bevorzugte Interpretation, aber so f\u00fchlt es sich leider nicht an. <\/p>\n<p>Was machen die Gedanken normalerweise, wenn man sich ein wenig ange\u00f6det f\u00fchlt? Wenn ein Tag wie der andere verl\u00e4uft, das Wetter grau und regnerisch ist, wenn die Arbeit nurmehr als Routine erscheint, das Abarbeiten gef\u00fchlt immer m\u00fchsamer wird? Ich kenne das sonst nur so, dass ich dann gedanklich in den Raum der W\u00fcnsche abtauche. Nach etwas suche, was ich jetzt gerne t\u00e4te,  welches Projekt ich zum Beispiel starten k\u00f6nnte, um wieder mehr Spannung zu erleben und neue Erfahrungen zu machen. <!--more--><\/p>\n<p>Ich bin eine Ideenschleuder, was Projekte angeht, daran mangelt es nicht. Aber seltsam: zwar gibt es ausbaubare Ideen, aber wenn ich mir die damit verbundenen Arbeiten konkret vorstelle, reizt es mich schon nicht mehr. Und weil ich das bemerke, mag ich die Ideen auch gar nicht erst weiter ausspinnen.<\/p>\n<p>Ok, dann ist es eben nicht die Arbeit: Wie w\u00e4re es mit einem Urlaub? Irgendwohin <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/03\/09\/malaga-granada-cordoba-und-zurueck\/\">in die Sonne?<\/a> Oder wenigstens ein Wellness-Wochenende? Aber nix da: egal, was ich mir vorstelle, es kommt einfach kein positives Gef\u00fchl dazu auf. Kein freudiges &#8222;ja, das w\u00e4re jetzt sch\u00f6n!&#8220;. Statt dessen steht mir der Aufwand vor Augen, den das organisatorisch bedeuten w\u00fcrde &#8211; nicht sehr motivierend. <\/p>\n<p>Also ganz kleine Br\u00f6tchen backen: wie w\u00e4re es mit Ausgehen? Mal wieder Kultur, Kino, Theater oder wenigstens &#8222;besonders essen gehen&#8220;? Nicht einmal das vermag mich zu reizen, es kommt einfach kein Verlangen auf. Der Wunschraum ist leer, egal was sich mein gedanklicher Suchradar so ausmalt. Keine Inspiration, kein Begehren, kein Elan Vital &#8211; nur eine Tendenz zur M\u00fcdigkeit, zum nutzlosen Herumliegen. \u00c4tzend!<\/p>\n<p>Ok, jetzt habe ich zumindest einen NAMEN daf\u00fcr: eine leichte Endwinterdepression. Sie kommt, wenn es anderswo in Deutschland schon sp\u00fcrbar fr\u00fchlingshaft ist, der Winter in Berlin sich aber mit unentschiedenem Dreckwetter noch wochenlang fortsetzt. Ekelhaft, abturnend, jeglichen Elan vital wegfressend&#8230; <\/p>\n<p>Benannt ist gebannt. Es wird vor\u00fcber gehen, bzw. ich werde mir erst Sorgen machen, wenn es im April immer noch so sein sollte. <\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Kein Wunsch nirgends<br \/>\nSuchende Gedanken stranden im Leeren.<br \/>\nSelbst das Begehren des Begehrens<br \/>\nbleibt blasse Erinnerung.<br \/>\nZumindest was mich angeht.<\/p>\n<p>Ansonsten: der Weltfrieden!<br \/>\nWer w\u00fcnscht sich den nicht? <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das ist ein leicht depressiver Zustand!&#8220;, sagte ein lieber Freund, als ich ihm von meinen Irritationen berichtete. Nichts Schlimmes, keine Sorge &#8211; es ist nur so, dass ich mich zur Zeit in einem seltsam wunschlosen Zustand befinde. Man k\u00f6nnte meinen, ich sei halt ein gl\u00fccklicher Mensch, dem es an nichts mangelt. 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